Samstag, 14. Februar 2026

Conquest-Turnier Hamburg 2026: Spiel 2 W’adrhŭn gegen Spire (Ruf des Kraken II)

Moin,

Spiel zwei auf dem Ruf des Kraken führte mich zurück an denselben Tisch wie zuvor. Also wieder hoch in den ersten Stock. Dramatischer als es klingt, denn meine Armee hatte ich dort bereits stehen lassen. Aus strategischer Weitsicht natürlich. Ganz sicher nicht aus Faulheit.

Dort warteten sie noch immer. Vier gewaltige Vögel, bereit für die nächste Schlacht. Transporttechnisch ungefähr so angenehm wie ein lebender Truthahn auf Koffein. Zwei davon habe ich chirurgisch umgebaut, nur um sie halbwegs reisefähig zu bekommen.

Hier noch einmal die Liste:

Birds of Prey [2000/2000]

== (Warlord) Thunder Chieftain [150]: Conquest
 * Thunder Riders (3) [220]: 
 * Thunder Riders (3) [220]: 
 * Quatl (1) [180]: 
 * Quatl (1) [180]: 

== Winglord Predator [220]: War
 * Hunting Pack (3) [120]: 
 * Apex Predator (1) [190]: aka Skullgreymon

== Winglord Predator [220]: War
 * Hunting Pack (3) [120]: 
 * Raptor Riders (3) [180]: 

Und hier ein Bild was Waaghi vom Nachbartisch geschossen ht. Eine Wand aus Dinosauriern sieht einfach immer gut aus. 

Spiel 1: Dok Grotsnik mit Spire auf Bulwark

Doc Grotsnik kannte ich bereits von anderen Events, aber wir hatten bisher noch nie die Gelegenheit, direkt gegeneinander zu spielen. Seine Spire-Armee war ein echter Hingucker, so sauber bemalt, dass ich fast versucht war, das Farbschema direkt für mein eigenes Spire-Projekt zu übernehmen, nur ohne die Perfektion, die Hendrik auf den Tisch gezaubert hat.

Seine Armeeliste sah so aus:

The Spires [2000/2000]
The Directorate

== High Clone Executor [90]: 
 * Onslaught Drones (4) [170]: 
 * Pteraphon Surveyor (1) [180]: 
 * Marksman Clones (4) [200]: 
 * Vanguard Clones (3) [145]: 

== (Warlord) Merchant Prince [120]: 
 * Bound Clones (5) [260]: Ward Preceptor
 * Centaur Avatara (3) [190]: 

== Biomancer [100]: 
 * Force-Grown Drones (6) [165]: 
 * Incarnate Sentinels (3) [220]: 
 * Desolation Drones (3) [160]: 

Vor dem Spiel erzählte Hendrik mir, dass er noch unsicher war, wie er seine Spire nachdem Rework spielen wollte. Also packte er einfach den neuen Merchant Prince Warlord und einige andere Experimente in die Liste. Effektiv? Vielleicht nicht immer. Aber wertvoll. Auf dem Tisch sieht man sofort, was funktioniert und was einem persönlich gefällt. Und wo spielt man außerhalb von Bremen und Bremerhaven mit schon drei Spiele am Stück? Auf Turnieren natürlich. Daher nutze Hendrik die Gelenheit und freute sich auf Bulwark, weil er keien Lust hatte auf Melee zu spielen mit seiner Liste. Ich hingegen stutzte. Bulwark? Stand gestern auf T3 nicht, dass im zweiten Spiel Melee gespielt wird? Auf Bulwark sah ich eine Chance gegen den Xhiliarchen oder Spinnen, aber nicht auf  Melee. Naja, ein Problem für Zukunfts-Hanna und der Plan war ja auch, einfach nicht gegen das Old Dominion oder Yoroni gepaart zu werden. 


Runde eins und Hendrik machte mir über den Merchant Prince direkt zu Beginn ein unmoralisches Angebot. Ich akzeptierte, denn schließlich bin ich kein Unmensch. Auch der Würfelpool des Merchant Prince füllte sich bedrohlich, alles außer Fünfen lag bereit. Das gefiel mir nicht, weil ich das nicht gut einschätzen konnte.

Danach verwürfelte ich noch den Wurf für das letzte Hunting Pack, sodass wir beide mit jeweils zwei Regimentern im Deck starteten.

Hendrik begann mit einem Biomancer. Ich stellte mein Hunting Pack mittig, um flexibel zu bleiben. Kurz darauf erschien dort sein FGD-Regiment, während ich meine Raptoren in Richtung der rechten Zone schob. Genau dort tauchten auch seine Vanguards auf.


Die zweite Runde und wieder machte mir der Merchant Prince ein Angebot. Da für Reinforcements zu würfeln bekanntlich selten gut endet, nahm ich es natürlich an.

Zusätzlich erwürfelte ich ein Hunting Pack und einen weiteren Flugsaurier. Damit wanderten zwei Winglords und ein Quatl ins Deck.

Die Spire bekamen im Gegenzug den Pteraphon, die Onslaught Drones und die Marksman Clones. Fair. Zumindest auf dem Papier.

Jetzt formte sich ein Plan. Das mittlere Objektiv musste her. Später könnte genau das den Unterschied machen, und diesmal hatte ich die Gelegenheit dazu. Also zwei Vögel in die Mitte. Von dort aus konnte ich nächste Runde reagieren, egal wo es brennen würde. Daher entschied ich mich die beiden Winglords auch nach oben zu legen. Vielleicht lockte ich sogar den FGD damit an. Spoiler: das passierte nicht,a ber das mittlere Objektiv war mein. Die Marksman Clones erschienen zentral, die Onslaught Drones rechts.

Ein paar Aktivierungen später hatte auch das rechte Objektiv bereits zwei Schaden, während der Pteraphon links für ihn einen Schaden machte. Insgesamt sehr zufriedenstellen. 


In Runde drei lehnte ich das Angebot des Prinzen ab. Ich hatte genug Flank und wollte ihm nicht beide Heavys gönnen. Hendrik wählte das Vanguard, und während meine gesamte Armee aufs Feld kam, warteten seine Centaur und Bound Clones noch unfreiwillig ab. Gefiel mir sehr. Minimaler Kartenvorteil gepaart mit absurder Bewegung klang nach einer guten Ausgangslage.

Ich überlegte, wie ich davon maximal profitieren konnte, und sah die Chance, mir beide Zonen in dieser Runde zu sichern. Also legte ich ein Hunting Pack nach oben, gefolgt von allen Regimentern, die noch nicht auf dem Schlachtfeld standen außer dem Quatl. Dann die rechte Flanke in Form des Hunting Packs, der Raptoren und des Quatl, die beiden Winglords in die Mitte.

Hendrik begann. Die Marksman Clones rückten nach vorne und schossen auf mein Hunting Pack. Fünf Schaden. Perfekt. Jetzt konnten meine freundlichen Dinos an dem FGD-Regiment vorbeilaufen und direkt auf die Marksman zulaufen. Hendrik schluckte den Köder und drehte die Drohnen in das Hunting Pack.

Wir platzierten weiter unsere Armeen. Ich stellte den Apex und die ersten Thunder Riders weiter rechts auf. Die nächsten Einheiten kamen auf die linke Flanke, wo der Pteraphon gerade das Objektiv im Charge Clash erledigte.Wenn die Spire einen Marker zerstören, dann will ich das natürlich auch. Daher machten die Raptoren den letzten Schaden am rechten Objektiv.

Ohne Bedrohung durch die Raptoren traute sich Hendrik nun die Vanguard Clones nach vorne zu schieben. Alles, was jetzt in den Nahkampf mit denen wollte, würde im Wasser landen. Ich entschied, dass mein Hunting Pack mit Shock das riskieren kann, zwei Stands Clone wurden gefressen und Hendrik stellte dahinter die Incarnats zur Unterstütztung. 


Damit stand mir nichts im Weg: Ich konnte mit einem Quatl über die Flanke in die Zone gehen und auf den Terry schießen, unterstützt von einem Winglord Move Volley Charge in die Flanke. Das Vieh ging auf ein Leben runter und die Zone war gesichert. Die rechte Zone sicherte ich mit einem weiteren Quatl.

Dann hatte ich noch drei Token zum Chanten und einen Winglord in 14 Zoll zum FGD-Block. Perfekt, es kostet mich nichts also Deadly aktiviert, geschossen, Charge ausgeführt und... 

der Block fiel.Wir haben den nur für das Foto wieder hingestellt. Beide Zonen für ich und eine nahezu ideale Ausgansposition.


Die vierte Runde und Hendrik bekam endlich seine restlichen Truppen ins Deck. Bei den aktuellen Problemen waren Verstärkungen für ihn entsprechend willkommen. Mir hingegen weniger. Daher wollte ich meinen Vorteil gerne ausbauen und legte die Hunting Packs und einen Quatl nach oben, dann die Winglords.

Die Spire durften anfangen. Oben lagen die Marksman und ließen das Hunting Pack mit einem Leben stehen. Unerwartet und perfekt um damit Schabernack zu treiben. Die konnten sich mit Fluid Formation drehen, sammeln und die Flanke der Onslaught Droneschargen. Sicher ein Opfer, aber strategisch wertvoll.

Vorher erledigte jedoch das noch ganze Hunting Pack den letzten Stand der Vanguard Clones. Auf der Flanke passierte lange Zeit nichts, außer dass die Onslaught Drones den lästigen Stand in ihrer Flanke töteten und die Incarnates sich so positionierten, dass ich sie nicht chargen konnte. Das war mir ganz Recht, da ich so die Zone für noch mindestens zwei Runden halten würde.


In der Mitte erschlug mein Winglord die Marksman trotz Wasser und die Desolation Drones, die ich irgendwie verdrängt hatte, machten ein knappes dutzend Wunden an meinen viert liebsten Flap Flap. 

Auf der linken Flanke lief es ebenfalls chaotisch. Der Terry starb brav durch den Quatl und neben dem zweiten Winglord positionierten sich die Centaur. Zwar konnte ich die nicht sehen, aber Movement 9 ist sehr viel. Nach kurzem Rumprobieren konnte ich ihn mit einem Move + Volley + Charge in die Seite manövrieren und ein Pony erledigen. Die Thunder Riders marschierten vor und auf der Flanke marschierten auch seine Bound Clones auf.


Runde Fünf: In einem Epos hätten die Centaur jetzt meinen Winglord in der Flanke erschlagen und den Quatl mit den Impacts getötet. Stattdessen begann ich und tötete die Centaur. Die Bound Clones rächten ihre Kameraden, doch meine Thunder Riders ließen sie später explodieren.

Auf der anderen Seite lief es nicht besser. Der Quatl führte einen Volley Charge gegen die Onslaught Drones aus. Das Regiment überlebte zwar, war aber praktisch kampfunfähig.

Hendrik schaute sich den Tisch an, überlegte kurz und entschied sich dann, dem wohligen Geruch des Grills nachzugeben. Das Spiel war vorbei und Hanna hatte vergessen Fotos vom Wuetty am Grill und dem Essen zu machen. Aber wie in Bremerhaven auch, war in Hamburg das Essen im Startpreis enthalten und es war köstlich. 

Nach dem Spiel standen fünf ungeschlagene Spieler fest: zwei Old Dominion, je einmal Nords, Spire und W’adrhŭn. Ich hatte damit gerechnet, für die nächste Runde runtergepaart zu werden oder Nicki die Freunde der Flap Flaps schenken zu dürfen, doch stattdessen ging es direkt Davids Old Dominion Armee mit Xhiliarch und Theokrator. Da das nicht schlimm genug war wurde auch noch das Szenario Melee gespielt. 

Den dritten Spielbericht zu Hamburg findet ihr hier: 

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