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Samstag, 7. März 2026

Berichte zur ITC 2026 in Frankreich

Moin zusammen,

am 21. Februar fand erneut die ITC in Frankreich statt, und als Titelverteidiger machten wir uns wieder auf die lange Fahrt Richtung Paris. Gespielt wurde erneut in einer hellen, großzügigen Gemeindehalle in Bezons. Dieses Mal waren deutlich mehr Teams vor Ort, aber theoretisch hätten auch noch 10 weitere Teams reingepßt.

Bevor wir die Halle aber besichtigen durften, waren wir erst Mal 10 im Auto und im Hotel an und trafen dort gleich die Spanier um Vincent (Lord Kragan). Das freute mich sehr, da wir beim letzten Mal gemeinsam gespielt und die Abende verbracht hatten. Zusammen mit den Spaniern packten wir also noch die anderen beiden deutschen Teams ein und gingen zum Italiener. Gestärkt und motiviert ging es dann zum Veranstaltungsort wo man ein bisschen Bier bereitgestellt hatte und uns als, Siegern des Vorjahres, schicke Schürzen mit Targetsymbol überreicht wurden.

Die Stimmung war gut und ich freute mich sehr viele bekannte Gesichter zu treffen und auch neue kennenzulernen. Zum Beispiel die Slowenen, mit denen wir später noch in der Bar zusammensaßen und wo mehrere 2,5 Liter Biertower bestellt wurden. Nun, es war eine Abend mit Spaß, Bier und Gesprächen in lockerer Atmosphäre. Ein paar der Bilder sind sogar für den Blog geeignet:


Unsere Planung für das Turnier & unsere Listen

Da es ein Teamturnier ist, haben wir uns im Vorfeld viele Gedanken zu den Listen gemacht. Während Nino sehr schnell auf Xhiliarch mit Theokrator gesetzt hat, haben Tjade und ich etwas länger überlegt. Für Tjade fiel die Entscheidung, als der Dweghom Sorcerer Warlord mit Spire Rework die Möglichkeit bekam, über Automata zu zaubern, das war genau ihr Punkt, sich für diese Liste zu entscheiden.

Ich selbst wollte zunächst W'adrhŭn Speaker spielen, aber nach dutzenden Testspielen störten mich die Missmatches zunehmend. Die theoretischen Möglichkeiten, die Dweghom aktuell bietet, empfand ich als unangenehm, besonders weil ich mit einem massiven Dweghom-Aufgebot rechnete. Sorcerer Kings Chandavats hingegen funktionieren sehr gut gegen Dweghom, diese Einschätzung hatten wohl auch viele andere, denn insgesamt waren sieben Spieler mit Sorcerer Kings und 20 Vögeln unterwegs. Die Tische sahen an beiden Tagen in der Halle fast aus wie eine Szene aus Hitchcocks „Die Vögel“.

Armeeliste von Nino

Kalliarch & Thomas The Tank [2000/2000]
 
== (Warlord) Xhiliarch [145]: Sanctified Labaron, Aventine Armor
* Varangian Guard (5) [310]:
* Centaur Prodromoi (3) [150]:
* Athanatoi (3) [170]:
* Athanatoi (3) [170]:
 
== Theokrator [280]:
* Legionnaires (3) [100]:
 
== Archimandrite [110]:
* Legionnaires (3) [115]: Optio
* Cultists (3) [90]
* Moroi (3) [180]
* Moroi (3) [180]

Einer der gängigen Old Dominion-Builds in Deutschland. Quasi keine Missmatches, stark im Szenario und sehr stabil.

Armeeliste von Tjade aka Uziel 

Dweghom Caster [2000/2000]
 
== (Warlord) Tempered Sorcerer [110]: Fire School
* Inferno Automata (3) [170]:
* Fireforged (3) [160]:
* Stoneforged (1) [230]:
 
== Tempered Sorcerer [140]: Fire School, Relentless March
* Inferno Automata (3) [170]:
* Hold Warriors (3) [150]: Mnemancer's Apprentice
 
== Lost Ancestor [130]: Champion's Horns, Fire School, Bloody-Minded Focus
* Fireforged (3) [160]:
* Fireforged (3) [160]:
* Steelforged (3) [210]:
* Steelforged (3) [210]:

Der klassische D4-Spam mit dem Sorcerer Warlord. Nicht ganz so stabil wie Doppel-Stoneforged mit Steelshaper, aber mit dem Potenzial, Runde 2 zu einem Co-roscation über den ganzen Tisch zu machen.

Meine Armeeliste

Wind of Tzeentch [2000/2000]

== Maharajah [135]: Court of Earth, Favored of Hormus
 * Mahut (1) [240]: 
 * Ghols (3) [110]: Court of Air

== (Warlord) Maharajah [135]: Court of Air, Court of Water, Bound to the Elements
 * Steelheart Djinn (5) [290]: 
 * Trinavarta Chandavat (1) [240]: 
 * Steelheart Djinn (3) [170]: 
 * Trinavarta Chandavat (1) [240]: 

== Sorcerer [90]: Court of Air
 * Ghols (3) [110]: Court of Air
 * Trinavarta Chandavat (1) [240]: 

Die meisten Sorcerer Kings Spieler hatten Doppel-Dhanur dabei. Ich habe mich bewusst für die 11-Karten-Variante von Emanuel ohne Dhanur entschieden. Die Liste hat zwei sehr schlechte Matchups und eine etwas problematische Reinforcement-Kurve durch die wenigen Karten, ist dafür aber eine der stabilsten im Spiel. Sauber runtergespielt gewinnt man jede Attrition, die nicht gegen Yoroni oder extrem frühe Rushes antritt. Letzteres ist im aktuellen Meta quasi gar nicht mehr vorhanden und gegen Yoroni müsste man sich ohnehin arrangieren.

Warum ist der Haufen so stabil? Die Vögel sind quasi immun gegen Magie und Beschuss und können beides sogar im Nahkampf sehr gut abwehren. Dort sind sie der einzige Punkt, an dem sie ernsthaft gefährdet sind, aber selbst hier sind sie dank ihres Profils extrem zäh. Legt man zusätzlich einen Wassermarker vor sie, erhalten Gegner minus eins auf Treffer und die Vögel überleben problemlos. Man kannt den Wassermarker sogar vor Mahut mit Dread legen, der dadurch quasi unantastbar wird. Insgesamt gehört dies zu den vier unangenehmsten Builds, die man aktuell stellen kann und bringt mir wenig Spaß zu spielen. Auf einem Teamturnier generiert die Liste aber wenig Missmatches und ist strategisch sehr wertvoll, auch wenn man dabei keine neuen Freunde gewinnt.


Spiel 1: Ludocaine auf Divide and Conquer

Im ersten Spiel trafen wir auf ein französisches Team und das in Frankreich, wie ungewöhnlich.

Die Listen unserer ersten Mitspieler waren: Nords Riesenspam, Old Dominion Archi Warlord mit Theokrator und Dweghom Sorcerer Warlord mit drei Automata und Doppel-Hellbringer.

Meine Teamkameraden schauten sehr unglücklich auf die Dweghom. Außer mir wollte dagegen niemand spielen. Die Liste würde vermutlich im Mirror genauso bestehen wie gegen das Old Dominion, aber wir konnten die Einzelmatchups nicht direkt aussuchen. Stattdessen mussten wir einen Spieler setzen, auf den unsere Gegner dann jemanden gegensetzten, und wir machten dasselbe. Dadurch blieben am Ende zwei Spieler übrig, die gegeneinander spielten.

Zuerst legten wir die Dweghom und Team Ludocaine die Nords. Perfekt, so konnte Nino in das Nords-Matchup gehen, und Tjade würde vermutlich das Mirror bekommen. Ludocaine entschied sich allerdings, Tjade das Old Dominion zu geben, weshalb ich Nyckeau mit seinen Dweghom bekam.

Nyckeau - ITC Dweghom [2000/2000]
 
== Tempered Steelshaper [150]: Gifted in Fire, Ferric Throne
* Inferno Automata (3) [170]:
* Inferno Automata (3) [170]:
* Stoneforged (1) [230]:
* Steelforged (3) [210]:
 
== Tempered Sorcerer [110]: Fire School
* Hellbringer Drake (1) [180]:
* Inferno Automata (3) [170]:
* Fireforged (3) [160]:
 
==  (Warlord) Tempered Sorcerer [110]: Fire School
* Hellbringer Drake (1) [180]:
* Fireforged (3) [160]:

Mein Mitspieler Nyckeau sprach sogar Deutsch, was für mich, der sich in einem eher fragwürdigen Zustand befand, sehr praktisch war. Als ich mir seine Liste genauer ansah, erkannte ich sofort den Grund, warum ich nicht mit Speaker W'adrhŭn zum Turnier gekommen war. Drei Automata, die als Arc Nodes verwendet werden konnten und von denen aus die Dweghom-Magier zaubern konnten, machten die Liste schon sehr unangenehm. Dazu kamen Doppel-Hellbringer und Fireforged.

Die Liste war sehr gut darin, Druck über Reichweite mit Magie und Beschuss aufzubauen, und ich war sehr gut darin, das einfach stoisch zu ignorieren. Nyckeau war im perfekten Missmatch gelandet, und die Wahrscheinlichkeit, dass er mir alle drei Vögel tötete, ging gegen null. Das wusste er auch.

Wichtig war, dass ich in den ersten Runden nicht zu weit nach vorne ging. Deshalb blieb ich mit den Ghols zurück und versuchte, dass er sich überstreckte, am besten direkt in die Chandavats. Als ich ihm dann einen der Vögel entgegenstellte, versuchte er sofort einen Charge, scheiterte aber. Ein anderes Regiment ging mit Move Charge auf den Vogel, und die Sorcerer mit Ghols töteten zwei der Automata. Die anderen Automata griffen meine fünf Windmädchen an und starben am Maharajah und dem zweiten Vogel, der ins Spiel kam.

Durch die Lightning Bolts war es mehr als nur unangenehm, an den Vögeln zu stehen. In der dritten Runde hatte ich fast alles außer einem Windmädchen unter Kontrolle, und Nyckeau hatte einen Hellbringer verloren. Ich legte einen Wassermarker in die rechte Zone, wodurch Nyckeau mit seinem Warlord nicht ins Wasser und somit nicht in die Zone gehen konnte. Er positionierte sich in der linken Zone mit dem anderen Magier, was später dazu führte, dass ein Vogel zusammen mit dem Block Windmädchen diesen tötete und ich die Führung übernahm.

In den Folgerunden zerstörte mein Block alles auf der linken Flanke und zog später an Nyckeaus Kante, um einen Hellbringer von hinten aufzuräumen. Bei den Sorcerer Kings gibt es einen Zauber, mit dem man weiterhin einen Reform durchführen kann, wodurch der Charge eines so großen Blocks deutlich erweitert wird. Das wurde sogar von Para Bellum auf dem Turnier mit Stirnrunzeln zur Kenntnis genommen.

Auf der anderen Flanke standen sich mittlerweile Mahut und der Stoneforge gegenüber, während weitere Windmädchen auf die Flanke vorrückten. Wir punkteten beide, und eine Runde später griffen ein Vogel, Mahut und die Windmädchen die Zone an, zusammen mit dem Stoneforge und dem letzten Hellbringer. 

Es dauerte einige Züge, ich verlor einen Vogel und musste einen weiteren nachziehen, aber letzten Endes obsiegte ich dank Wassermarker und Dread im großen Gemetzel. Mahut verschlang dabei einen Stoneforge als erste Leistung auf dem Turnier. Nachdem das Mahut mir Anfang 2025 in Lübeck nur Schande gebracht hatte versuchte es seit dem letzten Lübecker Turnier mit aller Gewalt sein Fehlverhalten wieder gut zu machen. Und Gewalt war hier das Stichwort. Es metzelte sich mittlerweile wie ein Berserker durch meine Feinde und schrie nach Blut und Gewalt. Was auch relativ einfach ist, wenn der Gegner mit dem man im Nahkampf ist minus 2 zum treffen bekommt. 

Ich gewann erwartungsgemäß 70:5 und auch Nino und Tjade konnten ihre Spiele für uns entscheiden wodurch wir einen deutlich besseren und entspannteren Start in das Turnier hatten wie 2025.


Spiel 2: Equipo Ebro auf Bulwark

Spiel Nummer zwei ging gegen einen der Favoriten, die Spanier um Vincent. Sie hatten ebenfalls Dweghom und Sorcerer Kings dabei. Wir setzten zunächst Tjade, während Team Ebro ebenfalls die Dweghom legte. Eigentlich wollten wir mich gegen die Dweghom spielen lassen, aber wir wollten auf keinen Fall Nino in Sorcerer Kings paaren. Deshalb bekam er schließlich die Dweghom und ich stellte mich innerlich schon auf das erste Mirror ein.

Stattdessen durfte ich wieder gegen Vincent spielen, was mich sehr freute. Bulwark war nicht optimal für die Liste, aber ich hatte dieses Szenario einige Male geübt und wusste, dass die Nords nicht genug vorpunkten können. In der Attrition würde ich vermutlich in Runde sechs seine Armee vom Tisch nehmen und noch gewinnen, wenn ich beide Zonen hielt. Wenn ihn etwas am punkten hindert könnte wäre das natürlich besser. 

Hinzu kam, dass wieder ein Wassergeländestück exakt in der Mitte des Tisches lag. Das war für die Liste im Grunde noch einmal ein zusätzlicher Powerboost von etwa zehn Prozent. Ehrlich gesagt würde ich mich nur mit einem Xhiliarchen oder drei bis vier Yoroni-Spinnen am Tisch noch mehr schämen als mit den drei Chandavats. 

Lord Kragan/Vicent Bonet YBDC8 [1995/2000]

== Blooded [130]: Coils of the Serpent
* Stalkers (3) [130]:
* Stalkers (3) [130]:
* Trolls (5) [300]:
== Vargyr Lord [140]: Figurehead of the Naglfar
* Goltr Beastpack (3) [160]:
* Goltr Beastpack (3) [160]:
* Fenr Beastpack (3) [140]:
* Fenr Beastpack (3) [140]:
== Jarl [125]: Ty Jokull, the Rimeheart
* Ulfhednar (3) [200]: Savage
* Sea Jotnar (1) [240]:

Vincents Liste würfelte praktisch gar nicht für Reinforcements, was mir ehrlich gesagt unangenehm war. Deshalb blieb ich zunächst eher defensiv und wollte abwarten. Etwas was ich konnte, aber nicht mochte. Zuerst hatten wir beide unsere beiden Light-Regimenter auf dem Feld. Ich stellte meine mittig auf, während er ein Regiment Stalker links und eines ebenfalls mittig platzierte.

In der nächsten Runde bekam ich einen Vogel und beide Windmädchen. Das war gut, aber noch nichts, womit ich gegen seine Übermacht wirklich angeben konnte. Für den Deckbau spielte es damit kaum eine Rolle, aber immerhin reichte es, um beide Rituale fertigzustellen.

In Runde drei bekam ich dann alles. Das war natürlich hervorragend. Noch besser war, dass ich eine Karte mehr hatte und Vincent anfangen musste. Zuerst ging das mittlere Objektiv an ihn, während das linke etwas Schaden nahm. Ich brachte mein Mahut rechts aufs Feld und versuchte, geduldig zu bleiben und den Schweinen im Wasser ein wenig Schaden mit der Sorcerer zu machen wodurch ein Schwein starb.

Dann bewegten sich die linken Goltr auf neun Zoll an den linken Chandavat heran. Ich überlegte kurz, wie ich darauf reagieren sollte, vor allem weil ich als Nächstes einen der Chandavats aktivieren durfte. Schließlich entschied ich mich für den Charge, um die Fenr zu blockieren. Danach kam noch ein Zauber, aber die Schweine nahmen lediglich zwei Schaden.

Die Fenr, die eigentlich den Marker chargen wollten, konnten das nun nicht mehr tun, weil die Schweine im Weg standen und gebunden waren. Also wurden sie umständlich gedreht und irgendwie in die Zone gestellt, während ich davor einen Wassermarker platzierte. Danach kam Spiteful Winds auf die Goltr am Chandavat und das erste Schwein ging nach Hause. Kurz darauf kam der zweite Vogel über die Kante und zauberte ebenfalls auf die Schweine, wodurch auch das zweite nach Hause ging und die Einheit gebrochen wurde. Anders gesagt war damit klar, dass der Chandavat im Kontakt definitiv überleben würde.

Das motivierte mich genug, um einen riskanten Reform Charge gegen die Trolle mit den Steelheart zu versuchen. Das war nicht sehr klugt, aber ich sah die Chance, das Spiel nicht in eine lange Attrition laufen zu lassen. Die Windmädchen nahmen drei Stands Trolle heraus, öffneten damit allerdings ihre Flanke für Fenr und Stalker. Durch das Wasser war ich aber zuversichtlich, dass ich das aushalten würde. Vincent punktete allein in der rechten Zone und wir gingen in Runde vier.

Ich durfte anfangen und tötete die Trolle sowie einen Fenr. Im Gegenschlag verloren die Windmädchen einen Stand. Dadurch hatten die Stalker Platz, ohne ins Wasser chargen zu müssen, und erschlugen mein Regiment leider über zwei Runden. Das war ärgerlich, aber die beiden Chandavats dominierten inzwischen die Flanke. Zusammen mit Spiteful Winds töteten sie der Reihe nach Vincents Regimenter und sicherten mir schließlich die Zone.

Auf der anderen Seite sah es etwas weniger schön aus. Dort starben meine zweiten Windmädchen zunächst an den Ulfhednar. 

Als dann auch noch das Mahut mit Impacts und Trample nur einen einzigen Schaden am Objektiv machte, war ich leicht verstimmt. Das graue Rüsselvieh wollte offenbar Absolution, aber so würde ich sie ihm definitiv nicht erteilen. Also schickte ich noch einen Chandavat in die Zone, direkt in den Nahkampf mit dem Sea Jotnar.

In Runde sechs begann Vincent. Der Sea Jotnar prügelte auf den Chandavat ein, der dank Loose Formation überlebte. Danach kam Spiteful Winds und anschließend der Chandavat mit drei Aktionen, was ausreichte, um den Sea Jotnar zu töten. Vincent versuchte noch, mit den Ulfhednar das Mahut zu erledigen, aber das stand einfach dort, fraß den Marker und verschlang langsam die Ulfhednar.

Ich gewann das Spiel mit 40 zu 11. Auch Nino siegte gegen die Dweghom, indem seine Moroi ein paar Zwerge zwischen zwei Häusern einschlossen. Tjade hingegen verlor erwartungsgemäß das Missmatch gegen die Sorcerer Kings. Aber das war ein Teamturnier und das das Ziel nicht, dass jeder sein Spiel gewinnt, sondern dass das Team am mehr Siege holt als das gegnerische Team. Das bedeutet beim Pairing auch, dass jemand für das Team ein eher unangenehmes Matchup nehmen muss, damit die anderen beiden dafür bessere Spiele bekommen. Kurz gesagt: Einer isst den Salat, damit die anderen das Steak bekommen.


Spiel 3: Inglorious Basterds auf Head to Head

In Spiel drei erwarteten uns die nächsten Favoriten mit Gwen, Kilian und Baldaxe. Letzteren kannte ich nicht, aber seine Sorcerer Kings Liste war meiner sehr ähnlich.

Wir entschieden uns, mich vorzupaaren, und Frankreich 1, wie wir sie intern getauft hatten, legte Gwen mit Old Dominion vor. Das verwirrte uns ungefähr so sehr wie sie, dass ich vorgepaart wurde. Nino hielt das OD-Mirror für machbar, und wir hofften, dass ich gegen Kilian spielen würde. Gwen erzählte mir später allerdings, dass er lieber Baldaxe in mich opferte, da er sich sicher war, dass Kilian blutige Rache an Tjade für das letzte Jahr üben würde und selbst auch das OD Mirror für machbar hielt.

[ITC] Parisian Pigeons [2000/2000]

== Warlord Maharajah [120]: Wizard (8), Court of Air, Court of Water
* Ghols (3) [110]: Court of Air
* Ghols (3) [110]: Court of Water
* Dhanur Disciples (3) [140]:
* Mahabharati Initiates (3) [160]:
* Trinavarta Chandavat (1) [240]:
== Raj [130]: Prijm Khanjar, Court of Air
* Steelheart Djinn (3) [170]:
* Ghols (3) [110]: Court of Air
* Trinavarta Chandavat (1) [240]:
== Sorcerer [90]: Wizard (7), Court of Air
* Dhanur Disciples (3) [140]:
* Trinavarta Chandavat (1) [240]:

Ähnliche Liste wie meine, nur ohne Mahut, dafür mit zwei zusätzlichen Karten und damit zwei aktiven Regimentern mehr als ich. Die Chandavats waren im Mirror schwer zu töten, konnten selbst aber kaum Schaden anrichten. Das bereitete mir etwas Sorge, besonders für meinen Mahut. Ich hatte gegen eine ähnliche Liste getestet und wusste genau, was die Dhanur zusammen mit zwei Vögeln und meinem Mahut anrichten konnten. Gleichzeitig verfügte ich aber über meinen dicken Block, der gut aufräumen konnte und wir spielten Head to Head. Also kein aufteilen und mehr Karten bedeuteten mehr Punkte für den Gegner.Trotzdem war ich verhalten, weil ich Bladaxe nicht kannte und er im Team von Kilian und Gwen war und daher vermutlich recht gut. 

In den ersten beiden Runden achteten wir darauf, dass unsere Regimenter nicht zu nah beieinander standen. Bladaxe spielte sehr präzise, damit ich Spiteful Winds kaum effektiv einsetzen konnte. Ich wollte die große Zone überladen und schob zwei Chandavats direkt dorthin, wohlwissend, dass mein Mahut bzw der Maharajah einen meiner Vögel wieder heilen könnte.

Dass Bladaxe da zuerst die Dhanur wählte, freute mich sehr. Ich mag Dhanur nicht gerne und stehe damit meist alleine und möchte gerne erklären warum das so ist. Normalerweise will man die früh haben, damit sie arbeiten, doch als erste Auswahl der Runde gibt es oft attraktivere Optionen, wie die Chandavats. Vorallem weil die in Zonen laufen können und die Dhanur nicht und von da gut weiter Druck aufbauen. Kommen die Dhanur aber nicht früh, sind sie meiste etwas obsolet. Während z.B. Windmädchen mit Hellebarden auch in Runde vier noch stark sind, gerade wenn sie von der Flanke kommen und direkt in autocharge zum Gegner stehen. Bei Dhanur sehe ich eher eine Unterstützungsrolle.

In Runde drei hatten wir beide Glück und bekamen praktisch den gesamten Rest. Beim Deckbau hatte ich beschlossen, früh aggressiv die Ghols anzugreifen. Spiteful Winds war zwar ärgerlich, aber dagegen konnte ich mich sowieso nicht verteidigen. Vorallem hoffte ich, dass er lieber seinen Kartenvorteil aussitzen würde und dann nicht konstruktiv zurückschlagen konnte. Meine Magier gingen nach vorne und zauberten auf die Ghols. Auch die Chandavats halfen erfolgreich, Ghols und Mahabharati Initiates auszudünnen und im Gegenschlag passierte fast nichts, wobei er einen Magier nicht rechtzeit in 10" stellte um mir meinen Plan mit Interference etwas zu versalzen 
Dann kam das Mahut links auf das Schlachtfeld um ein paar Wunden zu heilen und ab nächster Runde die Zone für hoffentlich drei Runden oder mehr zu halten. In dieser Runde oblag die Aufgabe noch den Chandavats. 

In der Folgerunde durfte ich wegen weniger Karten anfangen und eliminierte weitere Ghols. Auf der linken Flanke standen nun zwei Chandavats, die Mahabharati Initiates und ein Regiment Dhanur gegen meinen drei Chandavats und dem Mahut gegenüber. Ich schickte einen Chandavat über das Haus, um das Backfield abzuräumen, eigentlich kaum nötig, denn das Mahut schien die Lektion aus dem letzten Spiel über Schande, Pflicht und Wiedergutmachung verinnerlicht zu haben. Runde für Runde fegte er durch die Vögel, unterstützt zwar durch ein paar Ghols und zwei Vögel, doch jeder Todesstoß  kam von ihm. Stolz präsentierte mir das Mahut die Schädel und Flügel von zwei erschlagenen Chandavats. Zwar hatte ich be dem ganzen Gemetzel auch einen Vogel verloren, aber die gesamte Flanke im Gegenzug ausgelöscht. 

 
Auf der rechten Seite und im Zentrum jagte hingegen sein dritter Chandavat meine Sorcerer zusammen mit Ghols. Die wehrten sich minimal und starben dann erwartungsgemäß zeitig. Mein großer Block Windmädchen hingegen verhielt sich passiv und bewegte sich regelmäßig aus dem Wassermarker heraus, der langsam nachrückte. Bei ihm lief es ähnlich, nur dass er dort eine MSU Windmädchen-Einheit mit Raj und Dhanur plus Sorcerer hatte. Ich stellte meine MSU Windmädchen ebenfalls auf die rechte Flanje und wollte sie durch das Haus schicken. Da ich jedoch auf der linken Flanke obsiegte, machte er einen Move Charge in meinen Steelheart mit seinen, um die nächste Initiative zu erzwingen. 

Ich gewann die Initiative, eliminierte den Block und ging auf Jagd nach dem letzten Chandavat. Wie erwartet scheiterten die Mädchen aber an ihm. 


Das war aber egal, denn Sir Vogelschreckt persönlich war angerückt erledigte schließlich auch den dritten Vogel. Damit sicherte ich mir den Sonderpreis für das Töten von drei Vögeln und einen kleinen, süßen Pokal.

Meine Teamkameraden hatten weniger Glück. Tjade stellte sich selbst zu und wurde von Kilian besiegt. Nino spielte zu gierig, statt konservativ, und ein klassischer „das sieht sonst niemand“ Moment gegen einen erfahrenen Gegner wurde ihm zum Verhängnis. So verloren wir diese Runde mit 1:2.

Mit allen Turnierteilnehmern gingen wir anschließend zu einem Asiaten. Laut Guillaume hatte ich dort das französischste asiatische Gericht bestellt, das möglich war.



Spiel 4: Wahnzinn auf Foresight

Im letzten Spiel trafen wir auf ein anderes deutsches Team: Maphi, Felix und Carsten aus der Stuttgarter Ecke. Wir kannten uns gut, und hier im Blog gibt es bereits den einen oder anderen Spielbericht gegen sie. Mit Felix hatten sie zudem den wohl aktivsten süddeutschen Spieler dabei, der eine Ancestor Warlord Liste der Dweghom ins Feld führte. Mit genau dieser Liste hatte er zuvor Kremenceks Spire geschlagen. Das war für uns Grund genug, etwas vorsichtiger zu werden. Aber auch Maphis W’adrhun und Carstens City States waren alles andere als harmlos, und auf Foresight passieren bekanntlich gern einmal dumme Dinge.

Die Paarungen standen schnell fest. Tjade durfte mit Maphi tanzen, Nino bekam Felix, und ich hatte nach einer Ewigkeit mal wieder das Vergnügen, gegen Carsten zu spielen.

T2 [2000/2000]
== Polemarch [130]: Atalanta's Spear, Disorienting Strikes
* Thorakites (4) [195]: Minotaur Thyrean Auxiliary, Andromachos
== Aristarch [90]:
* Phalangites (5) [255]: Sacred Band Veterans Auxiliary, Dorilates
* Selinoi (3) [120]:
* Selinoi (3) [120]:
* War Chariots (2) [260]: Skorpios(2)
== (Warlord) Polemarch [165]: Army of Lions, Blades of Eakides, Inscription of Lighter Alloys
* Hoplites (5) [235]: Minotaur Haspist Auxiliary, Dorilates
* Minotaur Thyreans (3) [190]:
== Ipparchos [100]:
* Companion Cavalry (3) [140]:

Carsten meinte zu Beginn, dass er schon ewig nicht mehr gegen Sorcerer Kings gespielt hatte, praktisch seit dem letzten Nerf. Also gab ich ihm eine kurze Einweisung, was gleich passieren würde. Danach schaute er auf das Wasserfeld in der Mitte, wo zufällig auch die einzige Zone lag, in der man bei Foresight halbwegs entspannt punkten konnte. Wir stellten unsere Armeen auf, gingen in die Zonen und weil Foresight eben Foresight ist, stand es direkt 4:0 für mich. Carsten las daraufhin das Szenario noch einmal sehr aufmerksam und betrachtete dabei lange genau dieses Wasserfeld. 

In Runde drei standen dann endlich fast alle Einheiten auf dem Tisch. Ich bewegte mich kaum, während Carsten auf meiner rechten Seite vorsichtig aus der Zone zurückwich, weil er Angst hatte, mein Block könnte plötzlich reinspringen und Unsinn machen. Ich blieb entspannt stehen, wartete ab und tötete nebenbei zwei Ponys. Seine Thorakites sprangen derweil in meine Windmädchen, und mir war klar: Nächste Runde kommt die Polemarch Supremacy. 

Mit der Supremacy räumte er die Windmädchen weg und mein Mahut bekam direkt danach noch ein paar Reiter ins Gesicht, nahm das stoisch hin, heilte sich und schaute danach sehr zufrieden während es alle Reiter zerfleischte und auffrass. Die Ghols sprangen den Thorakites in den Rücken und insgesamt bewegten wir uns weiterhin erstaunlich wenig. 

Carsten bekam nun auch zum ersten Mal Punkte vom Szenarie und lobte mein taktisches Verständnis für das Szenario. Ich erklärte ihm ehrlich, dass ich das jede Runde auswürfle und einfach auf mein Glück vertraue. Die Mischung aus Entsetzen und Verwirrung in seinem Gesicht war großartig. Vom Nachbartisch meinte Nino, ich hätte mit ziemlicher Sicherheit einen Pakt mit irgendeinem alten Gott geschlossen und das sie dementsprechend nicht verwunderlich Als ich rüberschaute, sah ich allerdings einen fröhlichen Felix dessen Armee tief in Ninos Aufstellungszone stand und der auch noch sehr deutlich führte. Forsight halt.

Motiviert davon schickte Carsten meinem Mahut die Zweihandkühe ins Gesicht und ich schluckte. Der Elefant erinnerte sich offenbar an die Konsequenzen von Versagen, blieb stehen und fraß anschließend einfach alle Kühe auf. 21 Lebenspunkte plus Teneacois 1, weg. Danach blickte der Mahut hoffnungsvoll zu mir, aber Vergebung gab es noch nicht. Wenn auch eine grimmige Zufriedenheit von meiner Seite. Also fraß er in der nächsten Runde auch noch die Thorakites und bekam dafür ein liebevolles tätscheln.

Auf der anderen Flanke wurde ich dann kurz weniger schlau. Nachdem ein Chandavat und ein Spiteful Winds die letzten Selinoi beseitigt hatten, zog ich mich mit dem Chandavat so weit zurück, dass nichts mehr ihn chargen konnte. Also schob er die Phalangites nach vorne und gab mir die Option auf einen Charge Clash mit den fünf Windmädchen mit Maharajah, den ich natürlich gierig annahm. Irgendwie hatte die die Hopliten und das Mobility Draw Event aber vergessen und so tauschte ich die Hälfte meiner Windmädchen gegen die Hälfte der Phalangiten.

Immerhin wurden die restlichen Phalangiten noch von einem der Chandavats getötete und so war die letzte Schlacht nurnoch zwischen den Steelhart und en Hopliten, oder? 

Nein, den der Maharajah nahm selbstverständlich das Duell gegen den Polemarchen an und starb ehrenvoll. Anschließend machten Spiteful Winds und die Chandavats gehacktes aus den Hopliten und den letzten Streitwagen der da irgendwo noch rumkurvte.

Währenddessen hatte Nino sich irgendwie wieder ins Spiel geprügelt und Felix am Ende doch noch besiegt, vermutlich mit Hilfe der Xhiliarch-Supremacy. Tjade demonstrierte derweil, dass man mit zehn Würfeln auch einfach sehr viele Fünfen und Sechsen werfen kann, etwas, das bei ihm bei 40k nachweislich nicht gelingt. So spazierte Maphi ziemlich unbeeindruckt durch die Magie der Dweghom und Tjades Regimenter hatten eine eher unerfreuliche und ungesunde Begegnung mit zwei Cleave 3 Deadly Apexen. Nachdem der Sorcerer Warlord bzw die Würfel Tjade im dritten Turnier in Folge keinen Erfolg gebracht hatten, entscheid er sich neue Würfel zu kaufen. Am Ende stand es 2:1 für uns und der Rundensieg war geschafft. 

Am Finaltisch gewannen die Franzosen aus unserem dritten Spiel gegen ein spanisches Team und wurden ITC-Sieger. Mit 3:1 hatten wir die Chance auf das Treppchen und da unser SoS der höchste im Turnier war, landeten wir auf dem zweiten Platz.

Wir haben uns auch dieses Jahr wieder unglaublich willkommen gefühlt und kommen jedes Mal gerne nach Frankreich um unsere Freunde dort zu besuchen. Gerade die Schürzen fand ich sehr süß und wenn alles klappt, werden wir also sicher nicht das letzte Mal die zehn Stunden Autofahrt auf uns genommen haben.

Zum Schluss bleibt vor allem Danke zu sagen. An die Organisatoren für ein hervorragend organisiertes Event, an unsere Mitspieler für unterhaltsame Spiele und all die Leute auf dem Turnier, mit denen solche Wochenenden überhaupt erst zu dem werden, was sie sind. Genau diese Mischung aus guten Spielen, langen Gesprächen und gemeinsamen Abenden macht für mich den Reiz solcher Turniere aus.

Dienstag, 17. Februar 2026

Spielbericht Turnier in Hamburg: Spiel 3 W’adrhŭn gegen Old Dominion (Ruf des Kraken II)

Übersicht:
Spiel 1
Spiel 2
Spiel 3

Moin,

im Finale erwartete mich das Old Dominion im Szenario Melee und als ich Davids Liste sah, wollte ich im Strahl kotzen. Aber der Reihe nach: Zuerst meine Armeeliste und ein cooles Bild was eine Freundin mit einer Handy App erstellt hat.

Birds of Prey [2000/2000]

== (Warlord) Thunder Chieftain [150]: Conquest
 * Thunder Riders (3) [220]: 
 * Thunder Riders (3) [220]: 
 * Quatl (1) [180]: 
 * Quatl (1) [180]: 

== Winglord Predator [220]: War
 * Hunting Pack (3) [120]: 
 * Apex Predator (1) [190]: aka Skullgreymon

== Winglord Predator [220]: War
 * Hunting Pack (3) [120]: 
 * Raptor Riders (3) [180]: 

Spiel 3: Sipherion mit dem Old Dominion auf Melee

David hatte ich nun schon mehrfach als Mitspieler erlebt, und beim letzten Lübecker Turnier lief es für mich alles andere als gut. Er traf mit voller Wucht auf meine Sorcerer Kings und teilte ordentlich aus. Als die Partie bereits entschieden schien und ich mich innerlich schon mit der Niederlage abgefunden hatte, geschah jedoch etwas, womit wohl niemand gerechnet hätte.

Das Mahut, das sich bis dahin eher wie Benjamin Blümchen gegeben hatte, freundlich, beinahe behäbig und absolut harmlos wirkend, griff endlich in den Schlamm. Es legte seine Kriegsbemalung an und verwandelte sich schlagartig. Ein Brüllen erschütterte das Schlachtfeld so sehr, dass selbst der gerade angreifende Apex ins Straucheln geriet. Mit brachialer Gewalt riss das Mahut ihm die Beine unter dem Leib weg, schleuderte ihn zu Boden und hinterließ ein Bild des Schreckens, als es den Apex mit seinen eigenen Gedärmen erwürgte.

Zum Entsetzen meiner Rajakur, die oberhalb auf dem Mahut standen, wurde der Leichnam schließlich quer über das Feld geschleudert und begrub ein paar Blooded und ein Hunting Pack. Selbst einige unbeteiligte Thunder Rider wurden Zeugen dieser entfesselten Raserei. Doch das Mahut, blind vor Blut und Zorn, setzte bereits nach. Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen erspare ich euch an dieser Stelle weitere Details. Am Ende gewann ich das Spiel. Nach dieser Machtdemonstration stellte ich meiner Armee das Mahut feierlich als neuen „Mitarbeiter für Disziplinarmaßnahmen“ vor. In der Folge würfelten alle Regimenter überdurchschnittlich, und ich sicherte mir den Turniersieg.

Berichte zum Versagen des Mahut finden sich unter Niederlage unter dem königlichen Banner. Einen ausführlichen Bericht zum Turniersieg einige Monate später habe ich leider nicht verfasst. Die kleine Anekdote oben fasst das Event jedoch gut zusammen.

The Old Dominion [1995/2000]

== Archimandrite [140]: Unholy Sacrament
 * Legionnaires (3) [115]: Optio
 * Moroi (3) [180]: 
 * Moroi (3) [180]: 
 * Cultists (3) [90]: 

== (Warlord) Xhiliarch [120]: Sanctified Labaron
 * Centaur Prodromoi (3) [150]: 
 * Athanatoi (3) [170]: 
 * Athanatoi (3) [170]:
 * Varangian Guard (4) [255]: 

== Theokrator [310]: Eternal Discipline
 * Legionnaires (3) [115]: Optio

David spielte denselben Schmock wie die anderen auch, aber im Gegensatz zu Ninos Liste hatte er das Unholy Sacrament auf dem Archimandrite und Eternal Discipline auf dem Theokrator. Letzteres ließ Nino aus Prinzip weg, weil er es für einen Fehler im Buch hielt. David hatte die Kombination jedoch bei Nicki gesehen, und diese Chios-Turnierspieler nutzen jede Gelegenheit gnadenlos aus. Mir persönlich wäre das zu teuer gewesen, aber für Turnierlisten bin ich ohnehin eher sparsam, was Ausrüstungsgegenstände angeht.


In Runde eins hatte ich eine Einheit Raptoren auf dem Feld, während David die Cultisten zusammen mit dem Archimandrite und beiden Moroi aufstellte. Der Beginn sah zunächst bescheiden aus, deshalb entschied ich mich, ein Stück zurückzuweichen. Ich platzierte die Raptoren in meiner kleinen Zone, weil dort Wasser lag, das sie im Zweifelsfall etwas vor den Moroi schützen würde. Eine Einheit Moroi stellte ich auf jede Seite, und auf der rechten flankierten zusätzlich die Cultisten.


In Runde zwei erhielt jeder von uns eine ganze Reihe neuer Einheiten. Ich bekam beide Hunting Packs, zwei Winglords und eine Quatl, während David beide Athanatoi, die Prodmoroi und die Legionäre aufstellte. Das bedeutete, dass ich sechs Karten hatte, David jedoch zehn. Das war unangenehm, und wie Nicki fand ich es schöner, den Gegner auszuaktivieren, aber bei dieser Liste war das im Early Game selten möglich.

Wer genau nachzählt, merkt, dass die Old Dominion Liste insgesamt zwölf Karten enthält, darunter zwei schwere Regimenter. Deshalb lag die Vermutung nahe, dass der Xhiliarch bei den Athanatoi war. Auch mir fiel das auf, und David bestätigte es. Alle drei meiner Flugsaurier wanderten daher ganz nach unten ins Deck. Um das Spiel zu gewinnen, musste ich den Warlord jagen und töten, bevor die Supremacy mir die gesamte Armee zerstörte.

Zu meinem Glück bewegten sich die Athanatoi aufs Schlachtfeld, allein auf der linken Seite, ebenfalls das Wasser als Deckung nutzend, bevor auch nur ein Flap Flap auf das Feld gehen mußte. Ich platzierte also meine gesamten Armee auf der Flanke, schickte einen Quatl in die Zone, während David die anderen drei Zonen mit den Prodmoroi und Legionären sowie ein Legionärsregiment in der kleinen Zone sicherte. Das verschaffte dem Old Dominion acht Punkte Vorsprung.

Ein wahrer Anführer führt von der Front:



In Runde drei erschienen meine restlichen Einheiten, während bei David alle Einheiten außer den Varangians aufs Feld kamen. Das war ein Unterschied zu Nino, der fast immer zuerst die Varangians aktivierte. Mir passte das, und meine Flugsaurier begannen, auf die Athanatoi zu schießen. Zwei Stands wurden vernichtet, doch der Archmandrite heilte sie wieder, nachdem die Athanatoi sich zurückgezogen hatten.

David überlegte, meine Winglords mit den Moroi zu chargen, doch ohne Teleport war das nicht möglich. Er war nur Tier 1, was bedeutete, dass er nicht mehr zuschlagen konnte, ohne den Archi-Zauber, der die Tierstufe erhöhte. Diese Option fiel also weg, und die Winglords plantschten alleine im Wasser. Nachdem David kurz in den Nebenraum verschwunden war, um Tipps von Nino einzuholen, stellte er den Theokrator vor die Athanatoi. Da Monster auch auf die Ecke anderer Monster chargen konnten, wollte David dies ausnutzen, übersah jedoch, dass der andere Winglord den Xhiliarch erreichen würde, egal wie er es machte.

Auf der Flanke lief alles nach Plan. Meine Hunting Packs verhinderten, dass David die Zone kontrollierte, und auch der vierte Flap Flap unterstützte die Position. Auf der rechten Seite rückte David langsam aggressiver vor, sodass ich einen Apex und die Thunder Rider abstellen musste. Ich hatte Respekt vor den Moroi und ließ sie kommen, weil er sie gerne einzeln vorrücken ließ und ich hoffte das er sich überstreckte. Das Old Dominion hatte einen bequemen Vorsprung von 15 Punkten.



In der vierten Runde lagen die Winglords oben. Ich begann und führte mit dem ersten Winglord einen Move Volley Charge in die Flanke der Athanatoi aus. Sie platzten sofort, und der Theokrator griff den anderen Winglord an, der ebenfalls starb. Damit schrumpfte mein Rückstand auf 13 Punkte, aber die Runde war noch nicht vorbei. Da wir Melee spielten und David keine Supremacy mehr hatte, war das Ziel klar: Ich musste seine Armee zerstören und ab Runde sechs alle Zonen sichern.

David ahnte von diesem Plan nichts, was jedoch wenig ausmachte, da er wahrscheinlich ohnehin nicht einverstanden gewesen wäre. Auf der rechten Flanke schickte er die Moroi gegen die noch nicht aktivierten Thunder Rider, die zwei Moroi im Gegenschlag töteten. Gleichzeitig stellte er die zweiten Athanatoi und die Prodmoroi auf Move Charge Distanz auf. Ich hatte erwartet, dass er weiter nach vorne kommen würde, aber so fand ich es besser. Daher konnte ich mir auch einen gierigen Charge mit den Apex auf die 6 gegen die Legionäre leisten. Der funktionierte natürlich nicht.

Auf der linken Flanke verursachten die Raptoren 11 Schaden an den Moroi, und ein Quatl machte den letzten Schaden. Die Legionäre in der Zone verloren einen Stand an das Hunting Pack und wurden im Gegenschlag fast vollständig vernichtet. Mein letzter Quatl, der direkt vor dem Theokrator stand, verließ seine Zone und flog über ihn, was David sich erst aus dem Nebenraum bestätigen ließ. Fliegen ist eine fiese Regel, aber so konnte ich in der nächsten Runde sein Backfield auf der rechten Flanke bedrohen.

Damit das nicht schiefging, bewegten sich die Varangians so, dass sie automatisch einen der beiden Flugsaurier auf seiner Seite chargen konnten. Um die Position abzusichern, schickte ich das zweite Hunting Pack ins Wasser. Dort standen sie gut, um bei Bedarf überall helfen zu können.

Am Ende dieser Runde hatte eine große Zone, doch David kontrollierte wieder zwei Zonen und lag mit 18 Punkten in Führung.


In Runde fünf legte ich den Quatl nach oben, um keinen Vorteil zu verschenken. Ich schmiedete einen Plan, der im Nachhinein unnötig war, da David ganz andere Züge machte, als ich erwartet hatte. Ich hatte zu oft gegen die Old Dominion Spieler aus Bremerhaven gespielt, die sich ihre Taktiken bei Nino abschauten, und wurde daher überrascht.

David begann und tötete mit den Varangians den Quatl auf seiner Seite. Mein zweiter Quatl tötete die Legionäre in der großen Zone links, und der Punktevorsprung von David wuchs auf 22 Punkte, als der Theokrator einen Charge Clash gegen meinen Apex ausführte und dieser punktgenau starb. David fluchte, und ich war erleichtert, dass der Apex zuvor nicht stehen gelassen worden war. Er hatte schon sechs Schaden und ich konnte nun einen Charge Clash mit den Raptoren und Thunder Rider, beide mit Chant, ausfühen. Zwar erst gegen Ende der Runde, aber da starb der Theokrator.

Auf der rechten Flanke erledigten die kleinen Thunder Rider die Moroi vor ihnen und griffen danach die Prodmoroi an. Diese wurden auf einen Stand reduziert. Der fehlende Resolve des Old Dominions war wieder ein Ärgernis, alle vergleichbaren Truppen in dem Preissegment währen gestorben. Nun, sei´s drum. Die Athanatoi chargten in die Flanke, und meine Thunder Rider starben, aber dadurch konnten die Athanatoi mich eine Runde lang nicht sehen.

Im Rücken erschlug mein Hunting Pack gemeinsam mit dem Winglord die Varangians. Sie lernten, warum man lieber eine ungerade Anzahl an Stands pro Regiment spielt. Damit war die linke Flanke endgültig gesichert. David punktete erneut zwei Zonen, ich nur eine, und er behielt einen Vorsprung von 20 Punkten.


In der sechsten Runde hatte David noch fünf Karten, ich sechs. Er wollte nicht aus den Zonen heraus, und ich hatte keinen Zeitdruck. Zuerst kamen die Alibi-Aktivierungen, danach griff mein Hunting Pack die Legionäre an, ließ sie jedoch auf zwei Leben stehen. Lästig, aber der Winglord erledigte mit dem Volley und ging mit Move Charge nschließend in die Cultisten. Er selbst stand noch mit einer Flügelspitze in der Zone. 

Der einzelne Prodmoroi bewegte sich, um den Winglord in der nächsten Runde chargen zu können, und die Athanatoi zogen sich etwas zurück. Ich entschied, dass zwei Zonen ausreichen würden, und schob die Thunder Rider und Raptoren auf der rechten Flanke nach vorne. Damit verringerte sich der Vorsprung von David auf nur noch 14 Punkte.


In der siebten Runde stand mein Winglord kurz davor, am Zauber des Archi und Clash der Cultisten zu sterben, was mich kurz zusammenzucken ließ. Er erledigte die jedoch und das Hunting Pack fraß den Prodmoroi. Die Athanatoi zogen sich etwas zurück und machten eine unangenehme Bekanntschaft mit den Raptoren, die beim Charge durch das Feld einen Stand verloren. Anschließend führten die Thunder Rider einen Move Charge gegen die verbleibenden Athanatoi aus. Damit war die Streitmacht des Old Dominion ausgelöscht und ich konnte die restlichen Runden drei Zonen halten und das Spiel gewinnen.


Nicki verlor knapp mit seinem Spire gegen Nino, und Morten gewann mit den Nords ebenfalls sein Spiel. So endete das Turnier mit drei ungeschlagenen Spielern, und der Sieger wurde per Tiebreaker entschieden. Meine Erwartungen waren gering, aber Sven aus dem ersten Spiel hatte mit den City States zwei Siege errungen. Dadurch hatte ich einen brauchbaren SoS und 205 VP, was mir am Ende den ersten Platz sicherte, zusammen mit den treuen Flugsauriern von nebenan.

Samstag, 14. Februar 2026

Spielbericht Turnier in Hamburg: Spiel 2 W’adrhŭn gegen Spire (Ruf des Kraken II)

Übersicht:
Spiel 1
Spiel 2
Spiel 3


Moin,

Spiel zwei auf dem Ruf des Kraken führte mich zurück an denselben Tisch wie zuvor. Also wieder hoch in den ersten Stock. Dramatischer als es klingt, denn meine Armee hatte ich dort bereits stehen lassen. Aus strategischer Weitsicht natürlich. Ganz sicher nicht aus Faulheit.

Dort warteten sie noch immer. Vier gewaltige Vögel, bereit für die nächste Schlacht. Transporttechnisch ungefähr so angenehm wie ein lebender Truthahn auf Koffein. Zwei davon habe ich chirurgisch umgebaut, nur um sie halbwegs reisefähig zu bekommen.

Hier noch einmal die Liste:

Birds of Prey [2000/2000]

== (Warlord) Thunder Chieftain [150]: Conquest
 * Thunder Riders (3) [220]: 
 * Thunder Riders (3) [220]: 
 * Quatl (1) [180]: 
 * Quatl (1) [180]: 

== Winglord Predator [220]: War
 * Hunting Pack (3) [120]: 
 * Apex Predator (1) [190]: aka Skullgreymon

== Winglord Predator [220]: War
 * Hunting Pack (3) [120]: 
 * Raptor Riders (3) [180]: 

Und hier ein Bild was Waaghi vom Nachbartisch geschossen ht. Eine Wand aus Dinosauriern sieht einfach immer gut aus. 

Spiel 1: Dok Grotsnik mit Spire auf Bulwark

Doc Grotsnik kannte ich bereits von anderen Events, aber wir hatten bisher noch nie die Gelegenheit, direkt gegeneinander zu spielen. Seine Spire-Armee war ein echter Hingucker, so sauber bemalt, dass ich fast versucht war, das Farbschema direkt für mein eigenes Spire-Projekt zu übernehmen, nur ohne die Perfektion, die Hendrik auf den Tisch gezaubert hat.

Seine Armeeliste sah so aus:

The Spires [2000/2000]
The Directorate

== High Clone Executor [90]: 
 * Onslaught Drones (4) [170]: 
 * Pteraphon Surveyor (1) [180]: 
 * Marksman Clones (4) [200]: 
 * Vanguard Clones (3) [145]: 

== (Warlord) Merchant Prince [120]: 
 * Bound Clones (5) [260]: Ward Preceptor
 * Centaur Avatara (3) [190]: 

== Biomancer [100]: 
 * Force-Grown Drones (6) [165]: 
 * Incarnate Sentinels (3) [220]: 
 * Desolation Drones (3) [160]: 

Vor dem Spiel erzählte Hendrik mir, dass er noch unsicher war, wie er seine Spire nachdem Rework spielen wollte. Also packte er einfach den neuen Merchant Prince Warlord und einige andere Experimente in die Liste. Effektiv? Vielleicht nicht immer. Aber wertvoll. Auf dem Tisch sieht man sofort, was funktioniert und was einem persönlich gefällt. Und wo spielt man außerhalb von Bremen und Bremerhaven mit schon drei Spiele am Stück? Auf Turnieren natürlich. Daher nutze Hendrik die Gelenheit und freute sich auf Bulwark, weil er keien Lust hatte auf Melee zu spielen mit seiner Liste. Ich hingegen stutzte. Bulwark? Stand gestern auf T3 nicht, dass im zweiten Spiel Melee gespielt wird? Auf Bulwark sah ich eine Chance gegen den Xhiliarchen oder Spinnen, aber nicht auf  Melee. Naja, ein Problem für Zukunfts-Hanna und der Plan war ja auch, einfach nicht gegen das Old Dominion oder Yoroni gepaart zu werden. 


Runde eins und Hendrik machte mir über den Merchant Prince direkt zu Beginn ein unmoralisches Angebot. Ich akzeptierte, denn schließlich bin ich kein Unmensch. Auch der Würfelpool des Merchant Prince füllte sich bedrohlich, alles außer Fünfen lag bereit. Das gefiel mir nicht, weil ich das nicht gut einschätzen konnte.

Danach verwürfelte ich noch den Wurf für das letzte Hunting Pack, sodass wir beide mit jeweils zwei Regimentern im Deck starteten.

Hendrik begann mit einem Biomancer. Ich stellte mein Hunting Pack mittig, um flexibel zu bleiben. Kurz darauf erschien dort sein FGD-Regiment, während ich meine Raptoren in Richtung der rechten Zone schob. Genau dort tauchten auch seine Vanguards auf.


Die zweite Runde und wieder machte mir der Merchant Prince ein Angebot. Da für Reinforcements zu würfeln bekanntlich selten gut endet, nahm ich es natürlich an.

Zusätzlich erwürfelte ich ein Hunting Pack und einen weiteren Flugsaurier. Damit wanderten zwei Winglords und ein Quatl ins Deck.

Die Spire bekamen im Gegenzug den Pteraphon, die Onslaught Drones und die Marksman Clones. Fair. Zumindest auf dem Papier.

Jetzt formte sich ein Plan. Das mittlere Objektiv musste her. Später könnte genau das den Unterschied machen, und diesmal hatte ich die Gelegenheit dazu. Also zwei Vögel in die Mitte. Von dort aus konnte ich nächste Runde reagieren, egal wo es brennen würde. Daher entschied ich mich die beiden Winglords auch nach oben zu legen. Vielleicht lockte ich sogar den FGD damit an. Spoiler: das passierte nicht,a ber das mittlere Objektiv war mein. Die Marksman Clones erschienen zentral, die Onslaught Drones rechts.

Ein paar Aktivierungen später hatte auch das rechte Objektiv bereits zwei Schaden, während der Pteraphon links für ihn einen Schaden machte. Insgesamt sehr zufriedenstellen. 


In Runde drei lehnte ich das Angebot des Prinzen ab. Ich hatte genug Flank und wollte ihm nicht beide Heavys gönnen. Hendrik wählte das Vanguard, und während meine gesamte Armee aufs Feld kam, warteten seine Centaur und Bound Clones noch unfreiwillig ab. Gefiel mir sehr. Minimaler Kartenvorteil gepaart mit absurder Bewegung klang nach einer guten Ausgangslage.

Ich überlegte, wie ich davon maximal profitieren konnte, und sah die Chance, mir beide Zonen in dieser Runde zu sichern. Also legte ich ein Hunting Pack nach oben, gefolgt von allen Regimentern, die noch nicht auf dem Schlachtfeld standen außer dem Quatl. Dann die rechte Flanke in Form des Hunting Packs, der Raptoren und des Quatl, die beiden Winglords in die Mitte.

Hendrik begann. Die Marksman Clones rückten nach vorne und schossen auf mein Hunting Pack. Fünf Schaden. Perfekt. Jetzt konnten meine freundlichen Dinos an dem FGD-Regiment vorbeilaufen und direkt auf die Marksman zulaufen. Hendrik schluckte den Köder und drehte die Drohnen in das Hunting Pack.

Wir platzierten weiter unsere Armeen. Ich stellte den Apex und die ersten Thunder Riders weiter rechts auf. Die nächsten Einheiten kamen auf die linke Flanke, wo der Pteraphon gerade das Objektiv im Charge Clash erledigte.Wenn die Spire einen Marker zerstören, dann will ich das natürlich auch. Daher machten die Raptoren den letzten Schaden am rechten Objektiv.

Ohne Bedrohung durch die Raptoren traute sich Hendrik nun die Vanguard Clones nach vorne zu schieben. Alles, was jetzt in den Nahkampf mit denen wollte, würde im Wasser landen. Ich entschied, dass mein Hunting Pack mit Shock das riskieren kann, zwei Stands Clone wurden gefressen und Hendrik stellte dahinter die Incarnats zur Unterstütztung. 


Damit stand mir nichts im Weg: Ich konnte mit einem Quatl über die Flanke in die Zone gehen und auf den Terry schießen, unterstützt von einem Winglord Move Volley Charge in die Flanke. Das Vieh ging auf ein Leben runter und die Zone war gesichert. Die rechte Zone sicherte ich mit einem weiteren Quatl.

Dann hatte ich noch drei Token zum Chanten und einen Winglord in 14 Zoll zum FGD-Block. Perfekt, es kostet mich nichts also Deadly aktiviert, geschossen, Charge ausgeführt und... 

der Block fiel.Wir haben den nur für das Foto wieder hingestellt. Beide Zonen für ich und eine nahezu ideale Ausgansposition.


Die vierte Runde und Hendrik bekam endlich seine restlichen Truppen ins Deck. Bei den aktuellen Problemen waren Verstärkungen für ihn entsprechend willkommen. Mir hingegen weniger. Daher wollte ich meinen Vorteil gerne ausbauen und legte die Hunting Packs und einen Quatl nach oben, dann die Winglords.

Die Spire durften anfangen. Oben lagen die Marksman und ließen das Hunting Pack mit einem Leben stehen. Unerwartet und perfekt um damit Schabernack zu treiben. Die konnten sich mit Fluid Formation drehen, sammeln und die Flanke der Onslaught Droneschargen. Sicher ein Opfer, aber strategisch wertvoll.

Vorher erledigte jedoch das noch ganze Hunting Pack den letzten Stand der Vanguard Clones. Auf der Flanke passierte lange Zeit nichts, außer dass die Onslaught Drones den lästigen Stand in ihrer Flanke töteten und die Incarnates sich so positionierten, dass ich sie nicht chargen konnte. Das war mir ganz Recht, da ich so die Zone für noch mindestens zwei Runden halten würde.


In der Mitte erschlug mein Winglord die Marksman trotz Wasser und die Desolation Drones, die ich irgendwie verdrängt hatte, machten ein knappes dutzend Wunden an meinen viert liebsten Flap Flap. 

Auf der linken Flanke lief es ebenfalls chaotisch. Der Terry starb brav durch den Quatl und neben dem zweiten Winglord positionierten sich die Centaur. Zwar konnte ich die nicht sehen, aber Movement 9 ist sehr viel. Nach kurzem Rumprobieren konnte ich ihn mit einem Move + Volley + Charge in die Seite manövrieren und ein Pony erledigen. Die Thunder Riders marschierten vor und auf der Flanke marschierten auch seine Bound Clones auf.


Runde Fünf: In einem Epos hätten die Centaur jetzt meinen Winglord in der Flanke erschlagen und den Quatl mit den Impacts getötet. Stattdessen begann ich und tötete die Centaur. Die Bound Clones rächten ihre Kameraden, doch meine Thunder Riders ließen sie später explodieren.

Auf der anderen Seite lief es nicht besser. Der Quatl führte einen Volley Charge gegen die Onslaught Drones aus. Das Regiment überlebte zwar, war aber praktisch kampfunfähig.

Hendrik schaute sich den Tisch an, überlegte kurz und entschied sich dann, dem wohligen Geruch des Grills nachzugeben. Das Spiel war vorbei und Hanna hatte vergessen Fotos vom Wuetty am Grill und dem Essen zu machen. Aber wie in Bremerhaven auch, war in Hamburg das Essen im Startpreis enthalten und es war köstlich. 

Nach dem Spiel standen fünf ungeschlagene Spieler fest: zwei Old Dominion, je einmal Nords, Spire und W’adrhŭn. Ich hatte damit gerechnet, für die nächste Runde runtergepaart zu werden oder Nicki die Freunde der Flap Flaps schenken zu dürfen, doch stattdessen ging es direkt Davids Old Dominion Armee mit Xhiliarch und Theokrator. Da das nicht schlimm genug war wurde auch noch das Szenario Melee gespielt. 

Den dritten Spielbericht zu Hamburg findet ihr hier: Wadrhun vs Old Dominion

Mittwoch, 11. Februar 2026

Spielbericht Turnier in Hamburg: Spiel 1 W’adrhŭn gegen City States (Ruf des Kraken II)

Übersicht:
Spiel 1
Spiel 2
Spiel 3

Moin,

am ersten Februarwochenende haben sich 18 tapfere Kommandanten in Hamburg zum ersten deutschen Conquest-Turnier 2026 versammelt. Die Halle war kalt, die Stimmung heiß, und ich war mehr als bereit, meine Listen auf die Probe zu stellen. Da zwei Wochen später die ITC ansteht, war dieses Turnier für uns eigentlich als Testlauf für die Listen gedacht.

Meine ganz persönliche Zwickmühle begleitet mich seit Wochen: W’adrhŭn oder Sorcerer Kings? Die Entscheidung ist mir alles andere als leicht gefallen. Da aber kein W’adrhŭn Spieler angemeldet war, entschied ich mich für die freundliche Dino Luftwaffe. Schließlich sollen auf dem Feld der Ehre alle Armeen vertreten sein und für die Sorcerer Kings müßte ich noch ein Modell umbauen..

Also packte ich die bewährte Liste ein die schon in Bremerhaven antreten durfte. Die epischen Spielberichte dazu kennt ihr bereits oder könnt ihr unter "Flügel über Bremerhaven" nachlesen.

Gleiche Schwächen, die gleichen Baustellen, aber vor allem: coole Dinos auf dem Tisch. Und ehrlich gesagt: Mit Blick auf die Szenarien grinsten mich die W’adrhŭn deutlich freundlicher an als die Sorcerer Kings.

Birds of Prey [2000/2000]

== (Warlord) Thunder Chieftain [150]: Conquest
 * Thunder Riders (3) [220]: 
 * Thunder Riders (3) [220]: 
 * Quatl (1) [180]: 
 * Quatl (1) [180]: 

== Winglord Predator [220]: War
 * Hunting Pack (3) [120]: 
 * Apex Predator (1) [190]: aka Skullgreymon

== Winglord Predator [220]: War
 * Hunting Pack (3) [120]: 
 * Raptor Riders (3) [180]: 

Die Liste ist extrem mobil und praktisch schon ab Runde 3 vollständig auf dem Feld. Zehn von elf Karten sind Regmenter,  zwar kann man den Gegner nur selten ausaktivieren, aber die meisten 12 Karten Listen haben nur neun aktive Regimenter. So hat man häufig den Startvorteil und trotzdem genug Regimenter zum Arbeiten. Dank War sind auch schwer gepanzerte Gegner kein Problem. Was hingegen Probleme macht ist der Dweghom Sorcerer Warlord oder das Old Dominion mit Xhiliarch, aber mein Plan dagegen einfach nicht gepaart zu werden.

Spiel 1: Deathwingritter mit City States auf Echolon

Die Armeeliste aus dem Kopf. Irgendein Regimet habe ich vergessen, aber ich weiß nicht welches:

The City States [1815/2000]

== (Warlord) Polemarch [130]: Blades of Eakides
 * Hoplites (4) [195]: Dorilates, Minotaur Haspist Auxiliary
 * Phalangites (4) [205]: Dorilates
 * Minotaur Thyreans (4) [250]: 
 * Minotaur Thyreans (4) [250]: 

== Ipparchos [100]: 
 * Companion Cavalry (3) [140]: 
 * War Chariots [260]: Skorpios (2)

== Polemarch [90]: 
 * Hoplites (4) [195]: Dorilates, Minotaur Haspist Auxiliary

Schon beim ersten Blick fiel auf: Das war ziemlich anders als alles, was ich sonst kannte. Besonders die geraden 4er Regimenter wirkten merkwürdig und leicht zu shattern. Andererseits musste man erst einmal 21 Schaden an die Kühe bringen um das auch zu schaffen.


Runde 1 spielte ich alleine, da Sven keine Lights hatte. Ein Hunting Pack kam bei mir nicht und ich überlegte kurz, das Objektiv auf seiner Seite unter Druck zu setzen, aber ich wollte auch nur ungerne ein Regiment früh an die Streitwägen verlieren. Vor allem, weil meine Liste in Runde 2 nicht zuverlässig mit den Reinforcements arbeitet und ich den Druck dann vielleicht nicht aufrecht halten konnte. Also langweilig und konservativ ein Regiment je Seite. 


In Runde zwei erhielt ich den Pflichtvogel in Form eines Quatl und einen Winglord, mein zweites Hunting Pack wollte hingegen nicht. Bei Sven sah es bei den Reinforcements ähnlich mau aus. Ein Regiment Hopliten mit Warlord und die Reiterei. Er zog mit seinen Ponys in eine Zone und ich setzte einen Vogel in meine. Dann verursachte die Raptoren und der Winglord auf der linken Flanke etwas Schaden am Objektiv und wir gingen in Runde 3.


In Runde drei erhielten wir beide fast alle Karten: ich hatte alles außer einem Qualt, Sven alles außer einem Auto und einmal Kühe.

Sven begann und statt mit den Hopliten in den Objektivmarker zu chargen und meinem Hunting Pack die Flanke zu zeigen, zog er mit Move + Charge in das Hunting Pack in den Wald. Klug und lästig zugleich. Ich hatte nicht gemessen und das auf Verdacht hingstellt was sich jetzt rächte. Viele Aktiverungen später machte mein Hunting Pack zwei Schaden an dem Regiment Hopliten mit Warlord, was mich dazu brachte auch meinen Warlord mit Thunder Ridern auf die gleiche Flanke zu stellen. Sobald das Huntig Pack tot war und der Block aus dem Wald kam sollte er in eine schöne Blutfontäne verwandelt werden.


Der Apex bewegte sich in meine Zone, während auf der gleichen Flanke das erste Auto, die Phalangites und der Titan auftauchten. Rechnerisch könnte ich mir jetzt einfach den Objektiv Marker nächste Runde holen, daher ging der Quatl nach vorne und schoss auf den Marker. Bereit nächste Runde anzufangen und den Marker zu holen oder ein Auto zu chargen. Beides wäre mir wilkommen.

Auf der linken Flanke passierte dafür deutlich mehr. Zunächst war es noch ruhig: Ich zerstörte den Marker mit meinem zweiten Winglord, Sven stellte seine ersten Kühe weit rechts auf, und ich schickte meinen zweiten Winglord nach vorne, um auf die Ponys zu feuern. Eigentlich wollte ich mich danach zurückziehen, aber nachdem ich sieben Schaden verursacht hatte, entschied ich mich, direkt in die noch nicht aktivierten Ponys zu gehen. Die Impacts reichten aus, um das Regiment komplett zu zerstören und mir beide Zonen zu sichern. Auf Echolon ist das ein echtes Desaster für den Gegner, weil es extrem schwer ist, die Zone auf der anderen Seite zu halten.


Die vierte Runde und die letzten Reinforcements kamen ins Spiel. Mein Winglord war relativ sicher, nur ein Move + Charge der Kühe hätte ihn bedroht. Könnte reichen um ihn zu töten, war aber nicht realistisch. Außerdem könnten dann auch die Raptoren in die Kühe gehen können und der zweite Winglord. Daher machte ich mir da keine Sorgen und legte meinen Fokus zunächst auf die andere Flanke.

Sven erkannte das auch und begann mit einem Streitwagen. Das Auto versuchte keinen Volley Charge gegen das Objektiv und schoss direkt auf den Quatl. Der Schaden war moderat und nach kurzen Prüfen wie weit die Phalangites kommen holte ich mir den Marker.


Svens Hopliten erschlugen mein Hunting Pack, schob seine Truppen minimal nach vorne und nutzte den Wald als Schutz vor meinen Thunder Riders. Ich stellte meinen Apex in Reichweite zu den Phalangites, anstatt ihn in Richtung des Titanen zu schicken, ein Fehler, der sich später rächen sollte. Den das Vieh rannte in Autocharge Reichweite zum Quatl keines meiner Regimenter sah ihn.

Auf der anderen Seite stellte Sven die zweiten Kühe direkt vor dem Winglord und ich flog über diese in Richtung Freiheit. Oder wenigstens außer Gefahrt. jetzt wo die Zone wieder frei war und nichts in Reichweite für Sven, ging er mit dem zweiten Streitwagen und den ersten Kühen in die Zone. Leider waren das nur zwei Stands und das brachte mich in ein Dilemm. Sollte ich noch einen Winglord in die Zone schicken? Eigentlich zu gierig aber die Punkte lächelten mich an. Also flog der zweite Winglord hinein, während die Raptoren einen Charge Clash gegen den Streitwagen durchführten. Nur zwei kamen an, aber dank Deadly war das Auto erledigt. Gleichzeitig schob ich den zweiten Quatl und das Hunting Pack über die Flanke. Selbst als der zweite Polemarch einen Move + Charge gegen den weggelaufenen Winglord machte, blieb mein Triumph ungetrübt.


Runde fünf: Wenn ich einen Fehler mache, verliere ich zwei Vögel ohne Gegenwert. Die rechte Flanke musste gesichert werden, und ich war mir sicher, dass er mit dem Titanen beginnt aber was, wenn er es nicht tut? Letztendlich belohnte mich die Doppelkarten-Planung, da auf jeder Seite ein Quatl stand, der aktiv arbeiten konnte. Daher legte ich einen Quatl nach oben und danach einen Winglord.

Sven fing an, und der Quatl überlebte den Zusammenstoß mit dem Phalangites. Da ich mir sicher war, dass als Nächstes bei ihm die Kühe kommen würden, aktivierte ich den Quatl auf der anderen Seite und ging in die Kühe. Mit Volley Charge Clash erledigte ich überraschend zwei Kühe. Doch dann kamen gar nicht die Kühe, und der  Titan räumten den anderen Quatl endlich vom Tisch. Nun, damit konnte ich leben. Vor allem, weil der Winglord jetzt auch in die Kühe ging und ich nur noch 7 Schaden machen musste, um das Regiment zu shattern. Er versagte und starb fast am Gegenschlag der beiden Kühe. Später erschlugen die zweiten Kühe auch die Raptoren auf der Flanke und die Hopliten und der zweite Winglord führten einen ewigen Kampf. Meine zweiten Thunder Rider gingen nicht in die Kühe sondern stellten sich auf 11" für Spaß mit Juggernauth in der Folgerunde.

Auf der rechten Seite war es interessanter. Zwar fraß der Apex trotz Pike Formation die Phalangites, aber der Streitwagen raubte ihm die Hälfte seines Lebens. Nur für meine zweiten Thunder Riders mussten die Hopliten des Warlords aktivieren, wodurch ich ungestraft in den Titanen gehen und ihn töten konnte. Nächste Runde also nur noch anfangen und durchhalten dann hätte ich gewonnen, da der Punktestand nicht mehr einzuholen wäre.


In der sechsten Runde haderte ich mit mir: Versuche ich, auf Initiative zu spielen und lege die Thunder Riders nach oben? Sven hatte bisher immer begonnen, irgendwann würde ich sicher auch mal anfangen dürfen. In meiner Überlegung verdrängte ich gekonnt die Supremacy des Polemarchen. Alle meine Monster waren angeschlagen, und ich fühlte mich ein wenig im Zugzwang. Dann fielen mir die zweiten Thunder Riders ein und die Entscheidung war klar: Kühe töten und die linke Flanke halten, mein Warlord war egal. Rechts konnte Sven in dieser Runde ohnehin keine Punkte machen, weil er zuerst die Thunder Riders mit meinem Warlord ausschalten müsste.

Sven zündete die Supremacy und begann seinen Zug. Die Thunder Riders überlebten tatsächlich mit ein paar Leben, und die zweiten Thunder Riders verwandelten die Kühe in eine rote Wolke. Die anderen Kühen an den beiden Flugsauriern waren nicht seine nächste Karte und starben daher brav.Die linke Zone war damit für den Rest des Spiels gesichert. Trotzdem spielten wir bis Runde 10, da Sven noch moralische Siege einzufahren hatte. Erst erschlug der Polemarch meinen Warlord und dann als Skullgreymon sich auf ihn stürzte fiel auch dieser. Wenn er auch vorher noch lässig für ein Foto posierte. 

Spiel eins war damit vorbei  und das direkt gegen eine vollbemalte Armee in Lila und Gold, die sofort Nostalgie an meine Hundred Kingdoms weckte.

Beim Abstieg die Treppen runter freute ich mich schon aufs Essen als ich die Teller auf dem Tresen sah. Nur hatte der Wuetty sie nur hingestellt und erklärte mir, dass er in ein paar Minuten den Grill anmacht. Mit ein paar Würstchen war frühestens in einer Stunde zu rechnen. Nun gut, dann stand das Zeitfester für Spiel 2 damit fest. Doch dann kamen die Paarungen: Spire. Das konnte mein pünktliches Mittagessen durchaus gefährden.

Den zweiten Spielbericht zu Hamburg findet ihr hier: W’adrhŭn gegen Spire