Dienstag, 17. Februar 2026

Spielbericht Turnier in Hamburg: Spiel 3 W’adrhŭn gegen Old Dominion (Ruf des Kraken II)

Übersicht:
Spiel 1
Spiel 2
Spiel 3

Moin,

im Finale erwartete mich das Old Dominion im Szenario Melee und als ich Davids Liste sah, wollte ich im Strahl kotzen. Aber der Reihe nach: Zuerst meine Armeeliste und ein cooles Bild was eine Freundin mit einer Handy App erstellt hat.

Birds of Prey [2000/2000]

== (Warlord) Thunder Chieftain [150]: Conquest
 * Thunder Riders (3) [220]: 
 * Thunder Riders (3) [220]: 
 * Quatl (1) [180]: 
 * Quatl (1) [180]: 

== Winglord Predator [220]: War
 * Hunting Pack (3) [120]: 
 * Apex Predator (1) [190]: aka Skullgreymon

== Winglord Predator [220]: War
 * Hunting Pack (3) [120]: 
 * Raptor Riders (3) [180]: 

Spiel 3: Sipherion mit dem Old Dominion auf Melee

David hatte ich nun schon mehrfach als Mitspieler erlebt, und beim letzten Lübecker Turnier lief es für mich alles andere als gut. Er traf mit voller Wucht auf meine Sorcerer Kings und teilte ordentlich aus. Als die Partie bereits entschieden schien und ich mich innerlich schon mit der Niederlage abgefunden hatte, geschah jedoch etwas, womit wohl niemand gerechnet hätte.

Das Mahut, das sich bis dahin eher wie Benjamin Blümchen gegeben hatte, freundlich, beinahe behäbig und absolut harmlos wirkend, griff endlich in den Schlamm. Es legte seine Kriegsbemalung an und verwandelte sich schlagartig. Ein Brüllen erschütterte das Schlachtfeld so sehr, dass selbst der gerade angreifende Apex ins Straucheln geriet. Mit brachialer Gewalt riss das Mahut ihm die Beine unter dem Leib weg, schleuderte ihn zu Boden und hinterließ ein Bild des Schreckens, als es den Apex mit seinen eigenen Gedärmen erwürgte.

Zum Entsetzen meiner Rajakur, die oberhalb auf dem Mahut standen, wurde der Leichnam schließlich quer über das Feld geschleudert und begrub ein paar Blooded und ein Hunting Pack. Selbst einige unbeteiligte Thunder Rider wurden Zeugen dieser entfesselten Raserei. Doch das Mahut, blind vor Blut und Zorn, setzte bereits nach. Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen erspare ich euch an dieser Stelle weitere Details. Am Ende gewann ich das Spiel. Nach dieser Machtdemonstration stellte ich meiner Armee das Mahut feierlich als neuen „Mitarbeiter für Disziplinarmaßnahmen“ vor. In der Folge würfelten alle Regimenter überdurchschnittlich, und ich sicherte mir den Turniersieg.

Berichte zum Versagen des Mahut finden sich unter Niederlage unter dem königlichen Banner. Einen ausführlichen Bericht zum Turniersieg einige Monate später habe ich leider nicht verfasst. Die kleine Anekdote oben fasst das Event jedoch gut zusammen.

The Old Dominion [1995/2000]

== Archimandrite [140]: Unholy Sacrament
 * Legionnaires (3) [115]: Optio
 * Moroi (3) [180]: 
 * Moroi (3) [180]: 
 * Cultists (3) [90]: 

== (Warlord) Xhiliarch [120]: Sanctified Labaron
 * Centaur Prodromoi (3) [150]: 
 * Athanatoi (3) [170]: 
 * Athanatoi (3) [170]:
 * Varangian Guard (4) [255]: 

== Theokrator [310]: Eternal Discipline
 * Legionnaires (3) [115]: Optio

David spielte denselben Schmock wie die anderen auch, aber im Gegensatz zu Ninos Liste hatte er das Unholy Sacrament auf dem Archimandrite und Eternal Discipline auf dem Theokrator. Letzteres ließ Nino aus Prinzip weg, weil er es für einen Fehler im Buch hielt. David hatte die Kombination jedoch bei Nicki gesehen, und diese Chios-Turnierspieler nutzen jede Gelegenheit gnadenlos aus. Mir persönlich wäre das zu teuer gewesen, aber für Turnierlisten bin ich ohnehin eher sparsam, was Ausrüstungsgegenstände angeht.


In Runde eins hatte ich eine Einheit Raptoren auf dem Feld, während David die Cultisten zusammen mit dem Archimandrite und beiden Moroi aufstellte. Der Beginn sah zunächst bescheiden aus, deshalb entschied ich mich, ein Stück zurückzuweichen. Ich platzierte die Raptoren in meiner kleinen Zone, weil dort Wasser lag, das sie im Zweifelsfall etwas vor den Moroi schützen würde. Eine Einheit Moroi stellte ich auf jede Seite, und auf der rechten flankierten zusätzlich die Cultisten.


In Runde zwei erhielt jeder von uns eine ganze Reihe neuer Einheiten. Ich bekam beide Hunting Packs, zwei Winglords und eine Quatl, während David beide Athanatoi, die Prodmoroi und die Legionäre aufstellte. Das bedeutete, dass ich sechs Karten hatte, David jedoch zehn. Das war unangenehm, und wie Nicki fand ich es schöner, den Gegner auszuaktivieren, aber bei dieser Liste war das im Early Game selten möglich.

Wer genau nachzählt, merkt, dass die Old Dominion Liste insgesamt zwölf Karten enthält, darunter zwei schwere Regimenter. Deshalb lag die Vermutung nahe, dass der Xhiliarch bei den Athanatoi war. Auch mir fiel das auf, und David bestätigte es. Alle drei meiner Flugsaurier wanderten daher ganz nach unten ins Deck. Um das Spiel zu gewinnen, musste ich den Warlord jagen und töten, bevor die Supremacy mir die gesamte Armee zerstörte.

Zu meinem Glück bewegten sich die Athanatoi aufs Schlachtfeld, allein auf der linken Seite, ebenfalls das Wasser als Deckung nutzend, bevor auch nur ein Flap Flap auf das Feld gehen mußte. Ich platzierte also meine gesamten Armee auf der Flanke, schickte einen Quatl in die Zone, während David die anderen drei Zonen mit den Prodmoroi und Legionären sowie ein Legionärsregiment in der kleinen Zone sicherte. Das verschaffte dem Old Dominion acht Punkte Vorsprung.

Ein wahrer Anführer führt von der Front:



In Runde drei erschienen meine restlichen Einheiten, während bei David alle Einheiten außer den Varangians aufs Feld kamen. Das war ein Unterschied zu Nino, der fast immer zuerst die Varangians aktivierte. Mir passte das, und meine Flugsaurier begannen, auf die Athanatoi zu schießen. Zwei Stands wurden vernichtet, doch der Archmandrite heilte sie wieder, nachdem die Athanatoi sich zurückgezogen hatten.

David überlegte, meine Winglords mit den Moroi zu chargen, doch ohne Teleport war das nicht möglich. Er war nur Tier 1, was bedeutete, dass er nicht mehr zuschlagen konnte, ohne den Archi-Zauber, der die Tierstufe erhöhte. Diese Option fiel also weg, und die Winglords plantschten alleine im Wasser. Nachdem David kurz in den Nebenraum verschwunden war, um Tipps von Nino einzuholen, stellte er den Theokrator vor die Athanatoi. Da Monster auch auf die Ecke anderer Monster chargen konnten, wollte David dies ausnutzen, übersah jedoch, dass der andere Winglord den Xhiliarch erreichen würde, egal wie er es machte.

Auf der Flanke lief alles nach Plan. Meine Hunting Packs verhinderten, dass David die Zone kontrollierte, und auch der vierte Flap Flap unterstützte die Position. Auf der rechten Seite rückte David langsam aggressiver vor, sodass ich einen Apex und die Thunder Rider abstellen musste. Ich hatte Respekt vor den Moroi und ließ sie kommen, weil er sie gerne einzeln vorrücken ließ und ich hoffte das er sich überstreckte. Das Old Dominion hatte einen bequemen Vorsprung von 15 Punkten.



In der vierten Runde lagen die Winglords oben. Ich begann und führte mit dem ersten Winglord einen Move Volley Charge in die Flanke der Athanatoi aus. Sie platzten sofort, und der Theokrator griff den anderen Winglord an, der ebenfalls starb. Damit schrumpfte mein Rückstand auf 13 Punkte, aber die Runde war noch nicht vorbei. Da wir Melee spielten und David keine Supremacy mehr hatte, war das Ziel klar: Ich musste seine Armee zerstören und ab Runde sechs alle Zonen sichern.

David ahnte von diesem Plan nichts, was jedoch wenig ausmachte, da er wahrscheinlich ohnehin nicht einverstanden gewesen wäre. Auf der rechten Flanke schickte er die Moroi gegen die noch nicht aktivierten Thunder Rider, die zwei Moroi im Gegenschlag töteten. Gleichzeitig stellte er die zweiten Athanatoi und die Prodmoroi auf Move Charge Distanz auf. Ich hatte erwartet, dass er weiter nach vorne kommen würde, aber so fand ich es besser. Daher konnte ich mir auch einen gierigen Charge mit den Apex auf die 6 gegen die Legionäre leisten. Der funktionierte natürlich nicht.

Auf der linken Flanke verursachten die Raptoren 11 Schaden an den Moroi, und ein Quatl machte den letzten Schaden. Die Legionäre in der Zone verloren einen Stand an das Hunting Pack und wurden im Gegenschlag fast vollständig vernichtet. Mein letzter Quatl, der direkt vor dem Theokrator stand, verließ seine Zone und flog über ihn, was David sich erst aus dem Nebenraum bestätigen ließ. Fliegen ist eine fiese Regel, aber so konnte ich in der nächsten Runde sein Backfield auf der rechten Flanke bedrohen.

Damit das nicht schiefging, bewegten sich die Varangians so, dass sie automatisch einen der beiden Flugsaurier auf seiner Seite chargen konnten. Um die Position abzusichern, schickte ich das zweite Hunting Pack ins Wasser. Dort standen sie gut, um bei Bedarf überall helfen zu können.

Am Ende dieser Runde hatte eine große Zone, doch David kontrollierte wieder zwei Zonen und lag mit 18 Punkten in Führung.


In Runde fünf legte ich den Quatl nach oben, um keinen Vorteil zu verschenken. Ich schmiedete einen Plan, der im Nachhinein unnötig war, da David ganz andere Züge machte, als ich erwartet hatte. Ich hatte zu oft gegen die Old Dominion Spieler aus Bremerhaven gespielt, die sich ihre Taktiken bei Nino abschauten, und wurde daher überrascht.

David begann und tötete mit den Varangians den Quatl auf seiner Seite. Mein zweiter Quatl tötete die Legionäre in der großen Zone links, und der Punktevorsprung von David wuchs auf 22 Punkte, als der Theokrator einen Charge Clash gegen meinen Apex ausführte und dieser punktgenau starb. David fluchte, und ich war erleichtert, dass der Apex zuvor nicht stehen gelassen worden war. Er hatte schon sechs Schaden und ich konnte nun einen Charge Clash mit den Raptoren und Thunder Rider, beide mit Chant, ausfühen. Zwar erst gegen Ende der Runde, aber da starb der Theokrator.

Auf der rechten Flanke erledigten die kleinen Thunder Rider die Moroi vor ihnen und griffen danach die Prodmoroi an. Diese wurden auf einen Stand reduziert. Der fehlende Resolve des Old Dominions war wieder ein Ärgernis, alle vergleichbaren Truppen in dem Preissegment währen gestorben. Nun, sei´s drum. Die Athanatoi chargten in die Flanke, und meine Thunder Rider starben, aber dadurch konnten die Athanatoi mich eine Runde lang nicht sehen.

Im Rücken erschlug mein Hunting Pack gemeinsam mit dem Winglord die Varangians. Sie lernten, warum man lieber eine ungerade Anzahl an Stands pro Regiment spielt. Damit war die linke Flanke endgültig gesichert. David punktete erneut zwei Zonen, ich nur eine, und er behielt einen Vorsprung von 20 Punkten.


In der sechsten Runde hatte David noch fünf Karten, ich sechs. Er wollte nicht aus den Zonen heraus, und ich hatte keinen Zeitdruck. Zuerst kamen die Alibi-Aktivierungen, danach griff mein Hunting Pack die Legionäre an, ließ sie jedoch auf zwei Leben stehen. Lästig, aber der Winglord erledigte mit dem Volley und ging mit Move Charge nschließend in die Cultisten. Er selbst stand noch mit einer Flügelspitze in der Zone. 

Der einzelne Prodmoroi bewegte sich, um den Winglord in der nächsten Runde chargen zu können, und die Athanatoi zogen sich etwas zurück. Ich entschied, dass zwei Zonen ausreichen würden, und schob die Thunder Rider und Raptoren auf der rechten Flanke nach vorne. Damit verringerte sich der Vorsprung von David auf nur noch 14 Punkte.


In der siebten Runde stand mein Winglord kurz davor, am Zauber des Archi und Clash der Cultisten zu sterben, was mich kurz zusammenzucken ließ. Er erledigte die jedoch und das Hunting Pack fraß den Prodmoroi. Die Athanatoi zogen sich etwas zurück und machten eine unangenehme Bekanntschaft mit den Raptoren, die beim Charge durch das Feld einen Stand verloren. Anschließend führten die Thunder Rider einen Move Charge gegen die verbleibenden Athanatoi aus. Damit war die Streitmacht des Old Dominion ausgelöscht und ich konnte die restlichen Runden drei Zonen halten und das Spiel gewinnen.


Nicki verlor knapp mit seinem Spire gegen Nino, und Morten gewann mit den Nords ebenfalls sein Spiel. So endete das Turnier mit drei ungeschlagenen Spielern, und der Sieger wurde per Tiebreaker entschieden. Meine Erwartungen waren gering, aber Sven aus dem ersten Spiel hatte mit den City States zwei Siege errungen. Dadurch hatte ich einen brauchbaren SoS und 205 VP, was mir am Ende den ersten Platz sicherte, zusammen mit den treuen Flugsauriern von nebenan.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen