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Dienstag, 17. Februar 2026

Spielbericht Turnier in Hamburg: Spiel 3 W’adrhŭn gegen Old Dominion (Ruf des Kraken II)

Übersicht:
Spiel 1
Spiel 2
Spiel 3

Moin,

im Finale erwartete mich das Old Dominion im Szenario Melee und als ich Davids Liste sah, wollte ich im Strahl kotzen. Aber der Reihe nach: Zuerst meine Armeeliste und ein cooles Bild was eine Freundin mit einer Handy App erstellt hat.

Birds of Prey [2000/2000]

== (Warlord) Thunder Chieftain [150]: Conquest
 * Thunder Riders (3) [220]: 
 * Thunder Riders (3) [220]: 
 * Quatl (1) [180]: 
 * Quatl (1) [180]: 

== Winglord Predator [220]: War
 * Hunting Pack (3) [120]: 
 * Apex Predator (1) [190]: aka Skullgreymon

== Winglord Predator [220]: War
 * Hunting Pack (3) [120]: 
 * Raptor Riders (3) [180]: 

Spiel 3: Sipherion mit dem Old Dominion auf Melee

David hatte ich nun schon mehrfach als Mitspieler erlebt, und beim letzten Lübecker Turnier lief es für mich alles andere als gut. Er traf mit voller Wucht auf meine Sorcerer Kings und teilte ordentlich aus. Als die Partie bereits entschieden schien und ich mich innerlich schon mit der Niederlage abgefunden hatte, geschah jedoch etwas, womit wohl niemand gerechnet hätte.

Das Mahut, das sich bis dahin eher wie Benjamin Blümchen gegeben hatte, freundlich, beinahe behäbig und absolut harmlos wirkend, griff endlich in den Schlamm. Es legte seine Kriegsbemalung an und verwandelte sich schlagartig. Ein Brüllen erschütterte das Schlachtfeld so sehr, dass selbst der gerade angreifende Apex ins Straucheln geriet. Mit brachialer Gewalt riss das Mahut ihm die Beine unter dem Leib weg, schleuderte ihn zu Boden und hinterließ ein Bild des Schreckens, als es den Apex mit seinen eigenen Gedärmen erwürgte.

Zum Entsetzen meiner Rajakur, die oberhalb auf dem Mahut standen, wurde der Leichnam schließlich quer über das Feld geschleudert und begrub ein paar Blooded und ein Hunting Pack. Selbst einige unbeteiligte Thunder Rider wurden Zeugen dieser entfesselten Raserei. Doch das Mahut, blind vor Blut und Zorn, setzte bereits nach. Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen erspare ich euch an dieser Stelle weitere Details. Am Ende gewann ich das Spiel. Nach dieser Machtdemonstration stellte ich meiner Armee das Mahut feierlich als neuen „Mitarbeiter für Disziplinarmaßnahmen“ vor. In der Folge würfelten alle Regimenter überdurchschnittlich, und ich sicherte mir den Turniersieg.

Berichte zum Versagen des Mahut finden sich unter Niederlage unter dem königlichen Banner. Einen ausführlichen Bericht zum Turniersieg einige Monate später habe ich leider nicht verfasst. Die kleine Anekdote oben fasst das Event jedoch gut zusammen.

The Old Dominion [1995/2000]

== Archimandrite [140]: Unholy Sacrament
 * Legionnaires (3) [115]: Optio
 * Moroi (3) [180]: 
 * Moroi (3) [180]: 
 * Cultists (3) [90]: 

== (Warlord) Xhiliarch [120]: Sanctified Labaron
 * Centaur Prodromoi (3) [150]: 
 * Athanatoi (3) [170]: 
 * Athanatoi (3) [170]:
 * Varangian Guard (4) [255]: 

== Theokrator [310]: Eternal Discipline
 * Legionnaires (3) [115]: Optio

David spielte denselben Schmock wie die anderen auch, aber im Gegensatz zu Ninos Liste hatte er das Unholy Sacrament auf dem Archimandrite und Eternal Discipline auf dem Theokrator. Letzteres ließ Nino aus Prinzip weg, weil er es für einen Fehler im Buch hielt. David hatte die Kombination jedoch bei Nicki gesehen, und diese Chios-Turnierspieler nutzen jede Gelegenheit gnadenlos aus. Mir persönlich wäre das zu teuer gewesen, aber für Turnierlisten bin ich ohnehin eher sparsam, was Ausrüstungsgegenstände angeht.


In Runde eins hatte ich eine Einheit Raptoren auf dem Feld, während David die Cultisten zusammen mit dem Archimandrite und beiden Moroi aufstellte. Der Beginn sah zunächst bescheiden aus, deshalb entschied ich mich, ein Stück zurückzuweichen. Ich platzierte die Raptoren in meiner kleinen Zone, weil dort Wasser lag, das sie im Zweifelsfall etwas vor den Moroi schützen würde. Eine Einheit Moroi stellte ich auf jede Seite, und auf der rechten flankierten zusätzlich die Cultisten.


In Runde zwei erhielt jeder von uns eine ganze Reihe neuer Einheiten. Ich bekam beide Hunting Packs, zwei Winglords und eine Quatl, während David beide Athanatoi, die Prodmoroi und die Legionäre aufstellte. Das bedeutete, dass ich sechs Karten hatte, David jedoch zehn. Das war unangenehm, und wie Nicki fand ich es schöner, den Gegner auszuaktivieren, aber bei dieser Liste war das im Early Game selten möglich.

Wer genau nachzählt, merkt, dass die Old Dominion Liste insgesamt zwölf Karten enthält, darunter zwei schwere Regimenter. Deshalb lag die Vermutung nahe, dass der Xhiliarch bei den Athanatoi war. Auch mir fiel das auf, und David bestätigte es. Alle drei meiner Flugsaurier wanderten daher ganz nach unten ins Deck. Um das Spiel zu gewinnen, musste ich den Warlord jagen und töten, bevor die Supremacy mir die gesamte Armee zerstörte.

Zu meinem Glück bewegten sich die Athanatoi aufs Schlachtfeld, allein auf der linken Seite, ebenfalls das Wasser als Deckung nutzend, bevor auch nur ein Flap Flap auf das Feld gehen mußte. Ich platzierte also meine gesamten Armee auf der Flanke, schickte einen Quatl in die Zone, während David die anderen drei Zonen mit den Prodmoroi und Legionären sowie ein Legionärsregiment in der kleinen Zone sicherte. Das verschaffte dem Old Dominion acht Punkte Vorsprung.

Ein wahrer Anführer führt von der Front:



In Runde drei erschienen meine restlichen Einheiten, während bei David alle Einheiten außer den Varangians aufs Feld kamen. Das war ein Unterschied zu Nino, der fast immer zuerst die Varangians aktivierte. Mir passte das, und meine Flugsaurier begannen, auf die Athanatoi zu schießen. Zwei Stands wurden vernichtet, doch der Archmandrite heilte sie wieder, nachdem die Athanatoi sich zurückgezogen hatten.

David überlegte, meine Winglords mit den Moroi zu chargen, doch ohne Teleport war das nicht möglich. Er war nur Tier 1, was bedeutete, dass er nicht mehr zuschlagen konnte, ohne den Archi-Zauber, der die Tierstufe erhöhte. Diese Option fiel also weg, und die Winglords plantschten alleine im Wasser. Nachdem David kurz in den Nebenraum verschwunden war, um Tipps von Nino einzuholen, stellte er den Theokrator vor die Athanatoi. Da Monster auch auf die Ecke anderer Monster chargen konnten, wollte David dies ausnutzen, übersah jedoch, dass der andere Winglord den Xhiliarch erreichen würde, egal wie er es machte.

Auf der Flanke lief alles nach Plan. Meine Hunting Packs verhinderten, dass David die Zone kontrollierte, und auch der vierte Flap Flap unterstützte die Position. Auf der rechten Seite rückte David langsam aggressiver vor, sodass ich einen Apex und die Thunder Rider abstellen musste. Ich hatte Respekt vor den Moroi und ließ sie kommen, weil er sie gerne einzeln vorrücken ließ und ich hoffte das er sich überstreckte. Das Old Dominion hatte einen bequemen Vorsprung von 15 Punkten.



In der vierten Runde lagen die Winglords oben. Ich begann und führte mit dem ersten Winglord einen Move Volley Charge in die Flanke der Athanatoi aus. Sie platzten sofort, und der Theokrator griff den anderen Winglord an, der ebenfalls starb. Damit schrumpfte mein Rückstand auf 13 Punkte, aber die Runde war noch nicht vorbei. Da wir Melee spielten und David keine Supremacy mehr hatte, war das Ziel klar: Ich musste seine Armee zerstören und ab Runde sechs alle Zonen sichern.

David ahnte von diesem Plan nichts, was jedoch wenig ausmachte, da er wahrscheinlich ohnehin nicht einverstanden gewesen wäre. Auf der rechten Flanke schickte er die Moroi gegen die noch nicht aktivierten Thunder Rider, die zwei Moroi im Gegenschlag töteten. Gleichzeitig stellte er die zweiten Athanatoi und die Prodmoroi auf Move Charge Distanz auf. Ich hatte erwartet, dass er weiter nach vorne kommen würde, aber so fand ich es besser. Daher konnte ich mir auch einen gierigen Charge mit den Apex auf die 6 gegen die Legionäre leisten. Der funktionierte natürlich nicht.

Auf der linken Flanke verursachten die Raptoren 11 Schaden an den Moroi, und ein Quatl machte den letzten Schaden. Die Legionäre in der Zone verloren einen Stand an das Hunting Pack und wurden im Gegenschlag fast vollständig vernichtet. Mein letzter Quatl, der direkt vor dem Theokrator stand, verließ seine Zone und flog über ihn, was David sich erst aus dem Nebenraum bestätigen ließ. Fliegen ist eine fiese Regel, aber so konnte ich in der nächsten Runde sein Backfield auf der rechten Flanke bedrohen.

Damit das nicht schiefging, bewegten sich die Varangians so, dass sie automatisch einen der beiden Flugsaurier auf seiner Seite chargen konnten. Um die Position abzusichern, schickte ich das zweite Hunting Pack ins Wasser. Dort standen sie gut, um bei Bedarf überall helfen zu können.

Am Ende dieser Runde hatte eine große Zone, doch David kontrollierte wieder zwei Zonen und lag mit 18 Punkten in Führung.


In Runde fünf legte ich den Quatl nach oben, um keinen Vorteil zu verschenken. Ich schmiedete einen Plan, der im Nachhinein unnötig war, da David ganz andere Züge machte, als ich erwartet hatte. Ich hatte zu oft gegen die Old Dominion Spieler aus Bremerhaven gespielt, die sich ihre Taktiken bei Nino abschauten, und wurde daher überrascht.

David begann und tötete mit den Varangians den Quatl auf seiner Seite. Mein zweiter Quatl tötete die Legionäre in der großen Zone links, und der Punktevorsprung von David wuchs auf 22 Punkte, als der Theokrator einen Charge Clash gegen meinen Apex ausführte und dieser punktgenau starb. David fluchte, und ich war erleichtert, dass der Apex zuvor nicht stehen gelassen worden war. Er hatte schon sechs Schaden und ich konnte nun einen Charge Clash mit den Raptoren und Thunder Rider, beide mit Chant, ausfühen. Zwar erst gegen Ende der Runde, aber da starb der Theokrator.

Auf der rechten Flanke erledigten die kleinen Thunder Rider die Moroi vor ihnen und griffen danach die Prodmoroi an. Diese wurden auf einen Stand reduziert. Der fehlende Resolve des Old Dominions war wieder ein Ärgernis, alle vergleichbaren Truppen in dem Preissegment währen gestorben. Nun, sei´s drum. Die Athanatoi chargten in die Flanke, und meine Thunder Rider starben, aber dadurch konnten die Athanatoi mich eine Runde lang nicht sehen.

Im Rücken erschlug mein Hunting Pack gemeinsam mit dem Winglord die Varangians. Sie lernten, warum man lieber eine ungerade Anzahl an Stands pro Regiment spielt. Damit war die linke Flanke endgültig gesichert. David punktete erneut zwei Zonen, ich nur eine, und er behielt einen Vorsprung von 20 Punkten.


In der sechsten Runde hatte David noch fünf Karten, ich sechs. Er wollte nicht aus den Zonen heraus, und ich hatte keinen Zeitdruck. Zuerst kamen die Alibi-Aktivierungen, danach griff mein Hunting Pack die Legionäre an, ließ sie jedoch auf zwei Leben stehen. Lästig, aber der Winglord erledigte mit dem Volley und ging mit Move Charge nschließend in die Cultisten. Er selbst stand noch mit einer Flügelspitze in der Zone. 

Der einzelne Prodmoroi bewegte sich, um den Winglord in der nächsten Runde chargen zu können, und die Athanatoi zogen sich etwas zurück. Ich entschied, dass zwei Zonen ausreichen würden, und schob die Thunder Rider und Raptoren auf der rechten Flanke nach vorne. Damit verringerte sich der Vorsprung von David auf nur noch 14 Punkte.


In der siebten Runde stand mein Winglord kurz davor, am Zauber des Archi und Clash der Cultisten zu sterben, was mich kurz zusammenzucken ließ. Er erledigte die jedoch und das Hunting Pack fraß den Prodmoroi. Die Athanatoi zogen sich etwas zurück und machten eine unangenehme Bekanntschaft mit den Raptoren, die beim Charge durch das Feld einen Stand verloren. Anschließend führten die Thunder Rider einen Move Charge gegen die verbleibenden Athanatoi aus. Damit war die Streitmacht des Old Dominion ausgelöscht und ich konnte die restlichen Runden drei Zonen halten und das Spiel gewinnen.


Nicki verlor knapp mit seinem Spire gegen Nino, und Morten gewann mit den Nords ebenfalls sein Spiel. So endete das Turnier mit drei ungeschlagenen Spielern, und der Sieger wurde per Tiebreaker entschieden. Meine Erwartungen waren gering, aber Sven aus dem ersten Spiel hatte mit den City States zwei Siege errungen. Dadurch hatte ich einen brauchbaren SoS und 205 VP, was mir am Ende den ersten Platz sicherte, zusammen mit den treuen Flugsauriern von nebenan.

Donnerstag, 2. Oktober 2025

Spielberichte vom Battle for Zeist Tag 1 (Sorcerer Kings vs OD & 100k)

Übersicht:
Tag 1
Tag 2

Moin,

am letzten Septemberwochenende hatte Nino geplant, nach Zeist in den Niederlanden zu fahren, und ich entschied mich spontan mitzumachen. Es war eine gute Gelegenheit, vier Spiele mit dem neuen Update zu spielen. Damit setzten wir unsere Reihe fort und werden in den nächsten zwölf Wochen voraussichtlich auf neun Turnieren spielen. Da wir am letzten Wochenende und auch schon das davor auf einem Event waren, hänge ich mit meinen Spielberichten etwas hinterher, aber die Berichte vor dem Update sind vermutlich sowieso nicht mehr so interessant, wie zum Beispiel dieser hier aus dem beschaulichen Zeist. Also vier Stunden Fahrt nach Zeist, zwei Übernachtungen und mal schauen, was unsere Nachbarn so spielen.


Ich selbst war mir lange unschlüssig, was ich spielen wollte, vor allem weil meine vier großen Windvögel noch nicht bemalt sind. Nach längerem Hin und Her entschied ich mich schließlich, noch einmal Mono Feuer Sorcerer Kings zu spielen. Ich liebe die Optik der Modelle, und das Update war für meine Wadrhun-Listen ein ziemlicher Genickschuss.

Glutherz [2040/2000]
Sorcerer Kings

== (Warlord) Maharajah [165]: Shu'laat, Court of Fire, Court of Water, Recorder of all Deeds
 * Efreet Sword Dancers (3) [170]: 
 * Efreet Sword Dancers (3) [170]: 
 * Ghols (3) [110]: Court of Fire
 * Ghols (3) [110]: Court of Fire

== Raj [120]: Court of Fire
 * Ghols (3) [110]: Court of Fire
 * Efreet Flamecasters (3) [170]: 
 * Mahabharati Initiates (3) [160]: 

== Raj [135]: Court of Fire, Bound to the Elements
 * Efreet Flamecasters (3) [170]: 
 * Efreet Sword Dancers (3) [170]: 
 * Efreet Sword Dancers (3) [170]: 
 * Ghols (3) [110]: Court of Fire

Wie man sieht, gab es nur wenige Änderungen gegenüber der Liste vor dem Update. Ich hatte Feuer und Wind probiert, war damit aber nicht zufrieden und entschied mich spontan für diese Version. Ich hatte Bedenken, falls der Gegner viel Beschuss dabei hat oder in Runde zwei in den meisten Zonen steht. Gegen das erste half das Fiery Dominion, gegen das zweite hatte ich Recorder of All Deeds und Mahabharati eingepackt. Die Modelle gefielen mir, und mehr als versagen konnten sie nicht. Und bevor jemand fragt, ja, ich habe mit so vielen Karten im gesamten Turnier nahezu keine Supremacy gewonnen und durfte meistens nur anfangen, wenn mein Mitspieler mir das freundlicherweise in den ersten zwei Runden gegeben hat, also da, wo es ein Nachteil für mich war.


Spiel 1 – Head to Head gegen Sam mit Old Dominion

Im ersten Spiel traf ich auf Sam, der schon ein paar Mal nach Deutschland zum Spielen gekommen war. Ich habe bisher nur gegen seinen Bruder Fin gespielt. Als ich dann sah, dass wir auf einer Wüstenplatte mit Palmen spielen würden, war ich gleich doppelt begeistert.

Grob Sams Liste aus dem Kopf:

The Old Dominion [1995/2000]

== (Warlord) Mounted Strategos [185]: Aventine Armor, Skofnung, Eternal Discipline
 * Kataphraktoi (4) [255]: Hetairos
 * Kataphraktoi (5) [320]: Hetairos
 * Centaur Prodromoi (3) [150]: 
 * Athanatoi (3) [170]: 

== Xhiliarch [100]: 
 * Legionnaires (3) [100]: 
 * Varangian Guard (5) [310]: 

== Hierodeacon [105]: Devoted to Hazlia
 * Legionnaires (3) [100]: 
 * Legionnaires (3) [100]: 
 * Legionnaires (3) [100]: 

Das war viel Kavallerie, und das Hindering Terrain war nicht an den Stellen, wo ich es gerne gegen eine solche Armee gehabt hätte. So zahlten sich mal wieder die vielen Testspiele gegen den Pommesmann aus, der mir regelmäßig große Kavallerieblöcke entgegenstellte.

Runde 1, Sam hatte keine lights und ich stellte drei Mal Ghols mit einem Maharajah und einem Raj auf die Platte. Dazu startete ich ein Fiery Dominion und legte sechs Token darauf.

In der zweiten Runde bekamen wir beide drei Medium-Karten. Sam wählte alle Legionäre, ich entschied mich für Mahabharati, Sword Dancer mit Raj und einmal Flamecaster. Der Deckbau war mehr oder weniger irrelevant. Ich musste nur sicherstellen, dass meine neun Karten mir auch 9 bis 10 Token brachten. 

Unsere Truppen marschierten auf das Spielfeld. Sams drei Legionäre bildeten eine schöne Linie von der Mitte zur linken Flanke. Ich entschied mich, die große Zone rechts mit Mahabharati und Sword Dancern zu bedrohen und das Zentrum mit Ghols und Flamecastern zu halten.Am Ende der Runde hatte ich ein Fiery Dominion und ein Call forth the Deep im Deck und ein Fiery Dominion mit ein paar Token. 

Viel spannender wurde es auch in Runde 3 nicht. Unsere Reichweiten waren beschränktund wir damit zufrieden einfach Truppen auf das Schlachtfeld zu brinen. Ich bekam alles außer einmal Sword Dancer, Sam alles außer einmal Kataphraktoi. Er entschied sich, die mit Warlord nicht zu wählen, um sie später über eine Flanke einzubringen. Mit fünf Karten mehr als Sam konnte ich meine rechte Flanke weit hinten ins Deck legen. Zwei Ghols und ein Flamecaster gingen aus Reflex ebenfalls weit nach unten.

Recht früh erschienen mittig eine breite Linie Kataphraktoi, daneben Athanatoi und Prodromoi  und ganz links die Varangians, die offensichtlich meine kleine Zone angreifen wollten. Da der Weg dahin recht lang war, entschied ich mich auf der Seite wenig Resourcen zu investieren. Wenn ich die Pferde im Zentrum töten würde, könnte ich rüberziehen und die Varangians verlangsamen oder vielleicht auch aufhalten. Außerdem wollte ich weder Ponys noch Athanatoi in meiner Flanke. 
Die meisten Legionäre gingen zaghaft nach vorne, und mit dem letzten Regiment sprang er mir Mitte mit Move Charge ins Gesicht. Ich war überrascht, aber Ghols und Flamecaster noch nicht dran erschlugen zwei Stands davon.

 Auf der rechten Flanke gingen die Legionäre wieder einen Schritt zurück als ich meine Mahabharati in die Zone stellte und daraufhin gingen Sword Dancer und Flamecaster dort nur in position für nächste Runde.

Die letzten Karten wanderten in Runde vier ins Deck und ich stellte mich emotional auf etwas Aktion ein. Daher entschied ich mich, meine Magier nach oben ins Deck zu legen und danach die Rituale. Ich wollte möglichst lange warten, bis ich wirklich etwas machen musste, und das passte gut, denn dadurch traute Sam sich nicht vor. Mit den Ghols tötete ich recht früh den letzten Stand, ansonsten schauten sich unsere Armeen eher grimmig an.

Als er durch war und auf der rechten Seite hinter den Legionären seine Warlord-Einheit erschien, gingen meine Mahabharati in die aktivierten Legionäre mit einem Move Charge. Meine Flamecaster machten zwei bis drei Schaden auf die Legionäre, und meine Sword Dancer mit Raj stellten sich auf elf Zoll zu den aktuell noch blockierten Kataphraktoi mit Warlord. Der Plan für die nächste Runde war also offensichtlich. Um ein lästiges vorpreschen der zweiten Kataphraktoi nächste Runde zu versuchen schickte ich noch eine Ghol-Einheit mit Charge auf eine Einheit Legionäre, und mit Molten Blades erschlugen sie zwei Stands. So punktete ich wieder alleine in der großen Zone, hatte drei Rituale im Deck und fühlte mich mit 8 Punkten vorsprung aber alles andere als sicher.

Für Runde war mein Deckbau gierig auf die rechte Flanke ausgerichtet, Sam entschied sich dagegen für die Mitte. Er fing an, tötete die Ghols an seinen Legionären und räumte in der Mitte etwas auf. Ich hätte dort eingreifen können, aber ich wollte lieber die Legionäre und den Warlord auf der rechten Seite ausschalten. Das gelang mir fast schon im ersten Anlauf, und zusätzlich verlegte ich meinen Wassermarker auf die Reste der Kataphraktoi mit Warlord. Mit nur Clash 1 stellten die keine Gefahr mehr dar.


In der Mitte schoss und schlug ich mich frei und schickte nach einem nicht inspirierten Clash direkt eine Sword-Dancer-Einheit in den Rücken der Athanatoi. Eine andere Sword-Dancer-Einheit ging mit Move Charge in die zweiten Kataphraktoi, und meine Flamecaster erschossen noch ein Pony in der Flanke. Insgesamt lief es gut, und als Sam dann den Move Charge mit den Varangians in den Sand setzte, war die Sache im Grunde entschieden. Ich ging ein Stück zurück, sodass sie auch in der nächsten Runde keinen Charge Clash auf irgendetwas mehr machen konnten.


So hielt ich für den Rest des Spiels die rechte Zone und warf nach und nach Truppen auf die Varangians, bis diese nach drei Runden schließlich auch gefallen waren.

Damit hatte ich einen guten Start ins Turnier. Als nächstes durfte ich gegen Jaime mit seinen Hundred Kingdoms auf Off Balance ran. Nicht unbedingt mein Wunschmatchup auf diesem Szenario, aber alles ist besser als Spire.


Spiel 2 – Off Balance gegen Jaime mit Hundred Kingdoms

Statt in der Wüste spielten wir dieses Mal auf satten Wiesen mit hübschen Wäldern und Feldern. Auch hier wieder mit schickem 3D-Gelände, was ich sehr angenehm fand. Zu Jaimes Liste konnte ich das allerdings nicht unbedingt sagen.

Insgesamt 15 Karten, Order Imperial. Könnte glatt von mir sein, wenn da nicht fünf Charaktere drin wären. Bei vier bekomme ich schon Bauchschmerzen, aber vom Grundgedanken her finde ich die Liste interessant. Bei den Reinforcements würfelt er nur für die Lights, der Rest kommt automatisch. Das bedeutet, dass er in Runde zwei ziemlich sicher in beiden Zonen steht und diese auch in Runde drei noch halten kann, wenn ich mich nicht stark strecke oder meine Reinforcements richtig gut kommen. Sehr lästig.

The Hundred Kingdoms [2000/2000]

== Imperial Officer [90]: 
 * Steel Legion (3) [160]: 
 * Hunter Cadre (3) [160]: 
 * Militia Bowmen (3) [80]: 
 * Hunter Cadre (3) [160]: 

== Imperial Officer [120]: Armor of Dominion
 * Gilded Legion (5) [240]: 
 * Militia Bowmen (3) [80]: 

== (Warlord) Priory Commander (Crimson Tower) [120]: 
 * Order of the Crimson Tower (3) [210]: 
 * Order of the Sealed Temple (3) [200]: 

== Chapter Mage [80]: School of Water
 * Mercenary Crossbowmen (3) [110]: 

== Chapter Mage [80]: School of Fire
 * Mercenary Crossbowmen (3) [110]: 

In der ersten Runde würfeln wir beide für die Reinforcements, bei mir kommt eine Einheit Ghols nicht. Großzügigerweise lässt er mich anfangen, obwohl er den Initiativewurf gewonnen hatte. Ich stelle die ersten Ghols links in den Wald. Danach folgen seine beiden Charaktere, und ich stelle die Maharajah-Ghols hinter die ersten sowie die Ghols mit Raj außerhalb von Doppel-Move-Fire-Dart-Reichweite. Vielleicht etwas paranoid, aber ich habe mit genau diesem Move schon so viele Einheiten getötet, dass ich lieber auf Nummer sicher ging. Ich war ohnehin darauf eingestellt, dass ich vor Runde vier oder fünf nicht wirklich aktiv mitspielen würde. als Ritual startete ich wieder ein Fiery Dominion und brachte es auf 5 Token. 

Runde 2, es kommen die letzten Ghols, der Raj mit Sword Dancer, einmal Sword Dancer normal und eine Einheit Flamecaster. Ein Charakter kommt bei nach oben, dann folgen Regimenter damit das Wasser Ritual seine 6 Token kriegt und weitere Charaktere. Ich wollte wenigstens Ritualtoken sammeln, wenn ich schon sonst nichts machen konnte.

Bei ihm aktivieren zuerst die Bowmen, dann kommen die Ritter ganz rechts auf der Flanke und das Hunting Cadre. Nichts davon geht in eine Zone. Später meinte Jaime, dass er Angst hatte, ich könnte versuchen, seine Truppen früh rauszunehmen. Hätte ich das versucht? Vielleicht, wenn ich rangekommen wäre, aber das war schlicht zu weit entfernt.

Ich stellte meine Sword Dancer mit Raj ganz links auf, gegenüber von einem Hunter Cadre, und die Flamecaster hinter die Ghols. Die linke Flanke mit Heilmagier und Hunter Cadre sah ich als meine beste Chance, durchzubrechen. Dort erwartete ich die Gilded Legion, und ich war zuversichtlich, dass der Sword-Dancer-Block diese mit Intrusive Thoughts und Deadly trotz Pike Formation knacken könnte. Oder ich hoffte es zumindest, wenn die Gilded Legion noch nicht aktiviert hatte. Soweit war es aber noch nicht, und am Ende freute ich mich, dass wir beide in dieser Runde nicht punkteten

Langsam ging es dann in Runde 3. Bei mir kam alles außer einmal Sword Dancer. Ich überlegte, wie ich mein Deck baue. Rituale nach oben, dann Charaktere und ein paar Regimenter, die auf die Platte laufen sollten. Er hielt weiterhin Abstand, was mir gefiel. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich die Mahabharati in Runde 2 gewählt, aber so war es auch in Ordnung.

Auf der rechten Flanke gingen seine Bowmen und Crossbows nach vorne, dahinter erschienen die Crimson Tower. Genau dazwischen legte ich meinen Wassermarker, eigentlich nur, um die Crossbows langsam mit dem Geysir zu töten.

Auf der linken Flanke kamen beide Legionen, und irgendwann waren seine Hunter Cadre durch. Ich entschied mich, meine Sword Dancer mit Raj in die linke Zone zu schieben. Danach machten die Ghols mit dem Maharajah einen kleinen Reform, und der alte Mann tötete einen Stand Hunter Cadre mit einem netten Burn to Cinders. Auf der rechten Zone hatte Jaime nichts, und ich ging zwei Punkte in Führung. Dazu gab es drei schicke Rituale in mein Deck.

Runde 4. Es stand 17 zu 15 Karten, und vielleicht würde ich gleich ein Hunter Cadre bekommen. Ich überlegte, gierig zu spielen, verwarf den Gedanken aber wieder. Konservativ runterspielen war besser, als auf Startwürfe zu hoffen. Daher baute ich mein Deck eher in Richtung Abwarten, rechnete aber damit, dass er auf der rechten Seite eventuell in mich hineingeht. Deshalb legte ich ein paar Sword Dancer ganz nach unten zum Kontern.

Neben den üblichen Alibiaktivierungen machte der Geysir sechs Schaden an den Crossbows und Burn to Cinders vom Maharajah tötete die angeschlagenden Hunter Cadre. Die machten vorher noch einen Schaden am Objektiv, aber das war okay. 

Dann passierte das, was ich später als Hebel nutzen konnte. Jaime schickte seine Bowmen an den Rand der rechten Zone, aber so, dass das Regiment, wass chargen würde, in der Zone stehe würde. Das sollte später relevant werden.

Vorher war aber die linke Seite relevant. Hier ging seine Gilded Legion mit Move Charge in die Ghols und somit auch in die linke Zone. Ich verursachte mit den Schlägen und den Flamecastern etwas Schaden, aber die meisten Modelle wurden wieder hochgeheilt. 


Auf dem Bild stehen die weiter weg, aber das lag daran, dass die Stands und die Ghols nicht gut aneinander paßten, so dass wir nen kleinen Abstand gelassen hatten. Der wurde dann obsolet als der Raj mit Sword Dancer als letzte Aktivierung in der Runde in die Flanke einschlug und so Pikeformation umging. Solide 20 Hits später war Jaime war so freundlich, genug Sechser zu würfeln, dass das Regiment nach Moral exakt tot war. 

Aber wieder zurück auf die rechte Flanke, dort passierte ein paar Aktivierungen davor noch wichtiges. Da bei ihm kaum noch Karten übrig waren, theoretisch waren nur noch die beiden Ritter relevant, entschied ich mich für einen kleinen Gamble. Aufgrund des doppelten Fiery Dominions hatten die Mahabharati Juggernaut und konnten die Bowmen chargen. Seine Crossbows waren bereits dran, und theoretisch konnten nur die Crimson Tower oder die Sealed Temple die Mahabharati chargen. Wenn das passiert wäre, hätten meine Sword Dancer mit Molten Blades eingreifen und die Flamecaster den Rest erledigen können.

Da er nur noch wenige Karten hatte und ich bald zwei Sword Dancer bekam, hoffte ich, dass die Crimson Tower vor den Sealed Temple lagen. Sollte das nicht der Fall sein, wäre es ein teurer Tausch gewesen, aber ich hatte noch zwei Sword Dancer und ein Regiment Ghols mit Raj, weshalb ich es akzeptabel fand. Tatsächlich erschienen die Crimson Tower und entschieden sich, die in der Zone befindlichen Mahabharati nicht zu chargen und stellten sich nur vor die Crossbows. Perfekt, so konnten meine nächsten Sword Dancer genau eine Aktivierung vor den Sealed Temple mit Move Charge durchführen. Der Schaden war überschaubar, aber ich verweigerte die Zone, und die Sealed Temple standen hilflos daneben.

Damit hatte ich quasi sicher die linke Flanke. Rechts waren die Sealed Temple blockiert, und das schlimmste, was in der nächsten Runde passieren konnte, wäre gewesen, dass die Crimson Tower uninspiriert die Sword Dancer töten und anschließend in die Mahabharati gehen.

Die sechste Runde. Ich legte einmal Raj und Sword Dancer nach oben, danach wollte ich einen Wassermarker legen und direkt danach die Mahabharati. Der Rest war wieder passiv auf abwarten und Gegenschlag gebaut. Jaime durfte anfangen und zündete die Supremacy seines Commanders und entschied sich für den nicht inspirierten Clash. ein kurzes zittern, aber die Sword Dancer überleben das mit ein paar Leben bzw einen Stand. Dadurch hatte ich keine Eile mehr. Ich aktivierte die Sword Dancer mit Raj, nahm einen Charge in die Crossbows mit Wassermagier, tötete diese und entging so dem Charge des Hunter Cadre.

Danach passierte lange nichts. Seine Steel Legion durfte Ghoule hauen und verlor Modelle und die Flamecaster mit Ghols löschten die Steel Legion aus. Die Crossbows hinter den Crimson Tower gingen im zweiten Geysir nach Hause und dann wartete ich ab. Irgendwann aktivierte dann der einsame Sword Dancer, wurde danach vom Fiery Dominion geheilt, und zusammen mit den Flamecaster verursachte er fast den Tod eines Ritters. Ich legte hinter die Ritter einen Wassermarker, damit sie nicht mehr so hart zuschlugen und schob Ghols vor die Mahabharati.

Auf der rechten Flanke gingen Sword Dancer in die letzten Bowmen und bereiteten sich vor, in der nächsten Runde die Sealed Temple in den Rücken zu chargen. Ich punktete wieder alleine.

Das Spiel neigte sich dem Ende und ich legte ein Fiery Dominion und Sword Dancer nach oben ins Deck. Die Wahrscheinlichkeit anzufangen war gering, aber ich hatte noch andere Optopnen. Jaime fing wieder an und die Sealed Temple drehten sich um und töteten fast die Sword Dancer. Soweit so schlecht, aber ich hatte ja noch mehr davon. Meine Sword Dancer an den Crimson Tower wurden geheilt, und die beiden Modelle verursachten sechs Schaden, was ausreichte, um das Regiment zu brechen. Jaime sammelte sich und erschlug die beiden trotz Wasser und später von den gloriosen Charge der Raj Ghols getötet.

Auf der anderen Seite verlor ich meinen Raj mit Sword Dancer an das Hunter Cadre, das anschließend von den Ghols gefressen wurde. Ich hielt alle Zonen, und wir brachen ab, da Jaime außer den Sealed Temple nichts mehr hatte. 

Damit war Tag 1 geschafft. Ein Teil der Turnierteilnehmer schloss sich uns an und wir gingen gemeinsam zu einem Koreaner. Dort erfuhren wir, dass die südafrikanische Sprache der niederländischen sehr ähnlich ist, und ließen den Abend mit Bier und Conquest Gespräch ausklingen. Weiter geht es mit den Berichten an Tag 2

Freitag, 18. April 2025

Niederlage unter dem königlichen Banner – Sorcerer Kings entzaubert. Turnierbericht aus Victorum Liubice VI

Moin zusammen,

wieder Mal Lübeck. Beschaulich mit 12 Spielern und gewohnt gut organisiert. In den letzten Wochen gab es immer wieder gut gemeinte Versuche, mir ein schlechtes Gewissen wegen meiner Wadrhun zu machen. Und weil ich ja ein netter Mensch bin, habe ich beschlossen, sie fürs Erste im Schrank stehen zu lassen Eigentlich hatte ich daher geplant, meine Kirche aufs Feld zu führen, aber in letzter Minute kam die große Planänderung. Hauptgrund: Mein umgebauter Elefant, der es bislang auf kein einziges Turnier geschafft hatte. Das Modell liegt mir echt am Herzen, da steckt viel Bastelarbeit, Umbauten und Liebe drin. Wer meinen Blog liest oder mir im Discord folgt, weiß allerdings: Meine Meinung zum Mahut ist eher… na ja, sagen wir, reserviert. Ich finde ihn schlichtweg zu teuer für das, was er auf dem Spielfeld tatsächlich leistet.

Sorcerer Kings [1995/2000]

== (Warlord) Maharajah [160]: Shu'laat, Niyantran, Court of Air
 * Dhanur Disciples (3) [140]:

== Maharajah [165]: Eye of the Blazing Tempest, Court of Fire, Favored of Hormus
 * Ghols (3) [110]: Born of Flame
 * Mahut (1) [240]:
 * Efreet Flamecasters (3) [170]:
 * Efreet Flamecasters (3) [170]:

== Sorcerer [130]: Jadoo Kavach, Court of Fire
 * Rajakur (3) [120]:
 * Mahabharati Initiates (3) [160]: Born of Flame
 * Efreet Sword Dancers (3) [170]:
 * Rakshasa Bakasura (1) [260]: 


Einfaches Feuer-Theme, weitgehend Standard, weil es an Alternativen mangelt. Die Ghols sind ehrlich gesagt nur dabei, weil mir die Punkte für eine vernünftige Einheit fehlten. Der Plan war simpel: Szenariopunkte nicht überbewerten, hoffen, dass der Gegner nicht zu früh Druck aufbaut oder punktet  und dann mit genügend Ritualen gezielt Kämpfe forcieren, punkten und das Spiel drehen.

Spiel 1 – Frank "lemartes" Langeloh (Dweghom)

Mein erstes Match ging gegen Frank aus Hamburg mit seinen Dweghom. Die Liste hatte doppel Steelshaper, was man auch nicht alle Tage sieht, dazu ein Ardent und ein Feuermagier-Warlord auf Kröte. Meist kenne ich das mit doppel Sorcerer, aber der Lichtblick daran: Die Liste war genauso gemütlich unterwegs wie meine. Wir konnten es also erstmal langsam angehen lassen. Die genaue Liste von Frank habe ich nicht mehr komplett im Kopf, aber grob sah sie so aus:

Dweghom [1995/2000]

== (Warlord) Tempered Sorcerer [165]: Cthonic Flame, Fire School, Hellbringer Sorcerer
 * Fireforged (3) [180]:
 * Hellbringer Drake (1) [200]:
 * Fireforged (3) [180]:

== Ardent Kerawegh [130]: Draegbhrud
 * Initiates (4) [190]:

== Tempered Steelshaper [130]: Lava Shots
 * Hold Ballistae (3) [140]:
 * Steelforged (3) [210]:

== Tempered Steelshaper [120]:
 * Hold Ballistae (3) [140]:
 * Steelforged (3) [210]:


Gespielt wurde „Forlorn Hope“, und in Runde eins hatten wir beide nur jeweils eine Light auf dem Feld. In Runde zwei kamen dann beiderseits solide Reinforcements rein. Leider schaffte ich es nicht, Ignite auf meine Ghols zu bringen, also blieb die Punkteausbeute meinerseits bei null. Frank ließ sich davon inspirieren und punktete ebenfalls nicht. Magier auf beiden Seiten.


Dann kamen ziemlich vieleTruppen auf’s Feld. Wir positionierten uns artig in unseren Zonen. Ich breitete mich gut aus, stellte Zauberin und Initiates in eine Zone, während der Wind Maharajah weit hinten blieb,  zu Recht, denn mittig lauerte die Kröte, und ich wollte ihm keine Gelegenheit für einen doppelten Move + doppelten Spell geben. Auch wenn der Mahut direkt neben den Bogenschützen das Ganze eher unattraktiv machte. Frank schickte ein paar Schüsse in Richtung meiner Ghols, während ich in aller Ruhe Ritualtoken sammelte und ein Ritual für Runde 4 ins Deck packte. Immerhin konnte Frank nur eine Zone scoren, da sein Ardent einfach nicht mitspielen wollte. Dafür sicherte er sich ein Objective und ich kniffelte meins auch raus.

In der vierten Runde überlegte ich, wie ich das Deck baue und ob ich mit dem Bakasura frontal reingehen sollte. Die Fireforged auf beiden Flanken, der Hellbringer... das war mir dann doch zu heikel. Ich entschied mich, das Ritual als vorletzte Karte zu legen und direkt darunter den Mahut. Der Plan war, erstmal noch etwas abzuwarten, weiter Rituale zu sammeln und dann gezielt zuzuschlagen. Also positionierten wir uns weiter. Frank stellte seine Steelforged vor den Rest der Armee, ich meinen Bakasura in Charge-Reichweite zu eben diesen. Damit war eigentlich klar: Gekämpft wird auf der linken Flanke  es sei denn, seine Initiates würden rechts plötzlich einen Vorstoß wagen, was ich aber bezweifelte. Als der Hellbringer durch war, schob ich die Flamecaster nach vorn. Dann kam der Mahut: Mit Ritual machte er einen großen Sprung in die Flanke der linken Steelforged, leider durch einen Wald, aber das Trample verursachte trotzdem ordentlichen Schaden. Viel wichtiger: Ich hatte plötzlich drei Zonen unter Kontrolle und baute meine Führung deutlich aus. Außerdem gab es sechs Gratis-Token für die Rituale. Und so wanderten drei davon ins Deck.


Um dem Mahut das Überleben zu sichern und dem Hellbringer ein bisschen Stress zu machen, wurden die Flamecaster als Erstes durch ein Ritual aktiviert. Mit Torrential Fire und Homing Winds kam eine absurde Anzahl Treffer zustande. Nur wegen seiner Token überlebte der Hellbringer überhaupt, was deutlich mehr Schaden war als ich gehofft hatte. Er schaffte es noch, zwei Flamecaster rauszunehmen, bevor meine Dhanur ihn endgültig ins Jenseits beförderten. Auf der linken Flanke taten die beiden Ballistas taten dem Mahut wenig und der zeigte endlich mal, was er kann, und erledigte sowohl einen angeschlagenen Stand der Steelforged als auch einen frischen. Mit Trample und einem späteren Burn to Cinders war der Weg frei für den Bakasura, der sich dann um die Ballistas kümmerte und sie einfach niedermähte.


Ab da war der Rest fast schon Formsache. Ich punktete weiter drei Zonen, zog mit dem Mahut und dem Rest rüber und holte mir zwei Runden später auch die letzte Zone. Auf der rechten Flanke gab es noch ein kleines Intermezzo, als die zweiten Steelforged meinen Sword Dancern wehtaten, aber meine Flamecaster mit Torrential Fire klärten das dann relativ souverän. 88:9 für die Sorcerer Kings


Spiel 2  – Benny "Culexuss" Schneider (City States)

Im zweiten Spiel sollte es eigentlich gegen Nords gehen, und das auch noch auf Melee mit vier Zonen. Das war schon ein halber Albtraum. Da es aber bei den übrigen Matchups zu viel Friendly Fire gegeben hätte, wurden die Pairings noch einmal durchgemischt, und ich durfte gegen Benny antreten. City States mit punktenden Lights und Streitwagen war zwar ein neues Matchup, aber auch nicht unbedingt angenehmer. Auch Bennys Liste hab ich nur grob im Kopf:

The City States [1995/2000]

== (Warlord) Aristarch [170]: Blades of Eakides, Initiative
 * Phalangites (7) [335]: Dorilates, Sacred Band Veterans
 * War Chariots (Flogobollon//Skorpios) (2) [260]: Skorpios
 * Thorakites (4) [180]: Minotaur Thyrean Auxiliary

== Polemarch [150]: Atalanta's Spear, Combined Arms Drills
 * Hephaestian (1) [240]:
 * Talos (1) [260]:
 * Agema (4) [220]: Sacred Band Veterans
 * Thorakites (4) [180]: Minotaur Thyrean Auxiliary

In Runde eins hatten wir beide jeweils nur eine Light auf dem Feld. Bei Benny war’s eine Einheit Thorakites, die direkt gegenüber meiner Ghols aufgestellt wurden. In Runde zwei kamen dann bei uns beiden je drei Auswahlen. Ich überlegte kurz, ob ich kuscheln sollte, denn die Thorakites würden ziemlich sicher mit Initiative angreifen und ich wollte nicht dass die Autos anfangen Magier zu jagen. Also entschied ich mich für beide Magier und eine Auswahl Flamecaster. Benny schob von der Flanke einen Streitwagen in die rechte Zone. Auf der linken Seite kamen seine Phalangites und der zweite Streitwagen, genau da, wo meine Armee langsam aufzog. Dann sprangen die Thorakites in mein Gesicht, ließen meine Ghols mit einem Leben stehen und verloren selbst zwei Stands an den Flamecastern. Kurz flackerte so etwas wie Hoffnung auf.


In Runde drei kamen dann bei mir nur mein Mahut und der Bakasura, was den kurzen Hoffnungsschimmer gleich wieder zunichte machte. Benny hingegen bekam seine Thorakites zurück sowie beide Heavies. Damit war klar: Er würde mindestens eine Runde lang durchpunkten. Zwei, wenn ich mich nicht überstreckte und dumme Dinge versuchte. Das Problem war nur: Wenn ich ihn aufhielt, würde eines meiner Monster gegen eines seiner kämpfen müssen– und die Chancen dafür sah ich eher kritisch. Außerdem waren da noch die lästigen Autos und meine Magier, die leicht Punkte abgaben.

Zuerst tauschten wir Thorakites gegen Ghols, wobei auch seine Einheit wieder mit einem Leben überlebte und ich sie mit Burn to Cinders vom Mahutreiter aus dem Spiel nehmen musste. Da der Mahut also auf der linken Flanke war, stellte Benny dort beide Heavies auf. Ich platzierte meinen Bakasura zentral, damit er notfalls zur rechten Flanke rüberlaufen oder meine Magier decken konnte. Benny schob seine zweiten Thorakites in die kleine Zone auf seiner Seite, den anderen Streitwagen in die große. Ich stellte meine Sorcerer in eine Zone, einfach um zumindest ein paar Ritualmarker zu sammeln.

Runde vier: ein Ritual und der Rest meiner Armee kam wie erwartet auf der rechten Flanke im Wald. Benny stellte seine Agema gegenüber. Auf der linken Seite passierte derweil nicht viel. Sein Auto erschoss einen Flamecaster, ich schob meine Einheiten an das Fahrzeug ran, um die beiden Titanen auf Abstand zu halten.Ich erschoss ein paar Phalangites und schickte dann den Mahut in eben diese rein. Rückblickend wäre es vermutlich klüger gewesen, den Mahut in die Zone zu stellen und einfach zu hoffen, dass er da halbwegs überlebt, aber ich hatte Angst, dass der bereits aktivierte Phalangites Block in der nächsten Runde einen Move + Charge auf meinen Rajakur macht und ich ihn dann nicht mehr weg bekomme. Mit Zaubern und Trampel starb noch ein weiterer Stand Phalangites, aber Benny punktete erneut sieben Punkte.


Statt jetzt mit Mahut, Zaubern und Schützen auf Tabula Rasa zu spielen, entschied ich mich leider für eine eher dumme Entscheidung: Ich legte den Mahut ziemlich weit unten ins Deck. Die Folge: Fast erschlagen von den Phalangites, nochmal von den Sorcerern hochgeheilt, und dann, kurz vor seiner Aktivierung, vom Streitwagen erschossen machte Fanti gar nichts. Das brachte die linke Flanke komplett zum Einsturz. Dass die Dhanur mit der Sorcerer den Phalangites-Block dann fast noch komplett rausnahmen, war reine Kosmetik. Als dann auch noch der Bakasura bei den Agema patzte, wenn er auch im Tod immerhin noch den Rest der Phalangites mitnahm, wurde es eng. Ein Mahut und ein Bakasura in einer Runde zu verlieren, war heftig. Ich musste anfangen, verzweifelte Dinge zu tun, und begann, Charges zu würfeln. Etwas was ich normalerweise immer versuchte zu verhindern. Die Sword Dancer schafften den Charge auf den Streitwagen, ließen ihn aber stehen und kassierten im Gegenzug acht Wunden von dem komischen Auto. Die Initiates verpatzten ihren Charg, aber immerhin erschossen die Flamecaster noch das Auto. In der Runde drauf starben meine Sword Dancer an den Agema und die Agema an den Flamecastern. Ich bereute es etwas die eine Einheit so weggeworfen zu haben, da die zweite mir gerade fast schon Slinger Vibes gab.

Ab dann wurde es wild. „Intrusive Thoughts“ bei mir, zwei Titanen bei ihm auf Jagd nach meinen Magiern. Immerhin: Meine Zauberer machten den beiden noch beachtlichen Schaden. In einer Runde punktete Benny dank Intrusive Thoughts nur eine Zone, aber mir gingen schlicht die Modelle aus. Der Abstand vergrößerte sich wieder, als er in der Folgerunde drei Zonen hielt und auch noch meinen Warlord rausnahm. Rechts konnte ich noch die Agema und Thorakites beseitigen, aber zwei Zonen reichten nicht – ich musste also meine Position verlassen. Ich hoffte, die letzte Runde zu beginnen, um mit den Initiates den letzten Streitwagen zu chargen und noch in seine Zone zu kommen. Aber Benny begann, blockierte mit dem Talos, und begrub meine letzte, winzige und eher unrealistische Chance. Aber die Flamecaster drehten weiter auf und In jeder Schussphase schickten sie einen Titanen ohne Torrential Fire ins Jenseits. In Runde zehn hatten wir beide jeweils nur noch ein Regiment auf dem Feld. Der Abstand war mit 39 zu 65 aber zu groß.


Damit also die erste Turnierniederlage seit September. Der Spott meiner Freunde ließ natürlich nicht lange auf sich warten, aber darauf war ich innerlich vorbereitet. Und besser in Lübeck als in Winnenden.


Spiel 3  – Christian **** (Old Dominion)

Den H3m3 kenne ich noch aus meinen Warmachine-Zeiten, und als ich seine Liste sah, machte ich mir wenig Hoffnung. Drei Geister, die ich irgendwie kontrollieren musste, und eine Fallen Divinity. Ich hätte mir stattdessen lieber einen Prätorianerblock gewünscht, denn ich hatte keine Ahnung, wie ich dieses Ding auf Stufe 3 beseitigen sollte. Christians Liste habe ich nur noch grob im Kopf:

The Old Dominion [2000/2000]

== (Warlord) Fallen Divinity [330]: Eternal Discipline
 * Centaur Kerykes (3) [180]:

== Hierodeacon [100]: The Reaping Crook
 * Cultists (3) [90]:
 * Kanephors (3) [210]:
 * Kanephors (3) [210]:
 * Legionnaires (3) [100]:

== Archimandrite [110]:
 * Legionnaires (3) [100]:
 * Kheres (4) [210]:
 * Moroi (3) [180]:
 * Moroi (3) [180]:

Gespielt wurde Grind them Down und das war auch das Motto des Spiels, nur leider war ich auf der falschen Seite des Tisches. Jedenfalls fühlten blickten meine Ghols  schon deprimiert, als zwei Moroi, die FD und eine Handvoll Kultisten das Spielfeld betraten. Ich entschied mich für die linke Seite, da dort ein Hügel war und ich hoffte, der könnte helfen, die doppelten Moroi in Schach zu halten. Für Runde zwei bekam ich immerhin zwei zusätzliche Regimenter, aber richtig gut fühlte sich das Ganze trotzdem nicht an. Ich wurde gnadenlos ausaktiviert und versuchte, mir eine kleine Burg aufzubauen, während die Fallen Divinity gemütlich in eine Zone marschierte.


In Runde drei kam dann auf beiden Seiten fast alles aufs Feld. Die ersten Moroi wollten direkt in meine Linie springen, scheiterten aber mit ihrem Zauber und zogen sich zurück. Nervig. Die zweiten Moroi hatten mehr Erfolg, griffen an und töteten fast meine Rajakur, die kurz darauf von der Kavallerie den Rest bekam. Im Gegenzug nahm ich die Moroi raus und schob links die Ghols als Meatshield sowie einmal Flamecaster in die Zone. Damit kontrollierte ich eine Zone, Christian jedoch drei. Auf der rechten Seite stellte ich mein Mahut auf. Ich war überzeugt, dass "Oblivious" gegen den Spell der Kheres helfen würde. So spielten wir es auch, bis Nino mir später erklärte, dass das im Grunde als Defense-Roll zählt und daher nicht klappt.  In der Mitte schob ich den Bakasura nach vorne, um Druck auf die FD auszuüben, die sich allerdings hinter einer Steinsäule versteckte. Viel passierte dort nicht, immerhin bekam ich ein Ritual ins Deck. Dabei hatte ich nur noch zwei Magiern etwas Sorge um meine Ritualversorgung. Aber wenn ich es schaffe, Bakasura und Mahut in einer Zone zu halten, sollte wenigstens ein Ritual  pro Runde sicher sein.

In der vierten Runde gingen die letzten Moroi links in meine Ghols, wir tauschten ziemlich direkt, was für mich okay war. Der Bakasura ging in die Pferde, erreichte aber fast nichts. Von dem Modell war ich das ganze Turnier über eher enttäuscht. Die Untoten ignorierten Moralverluste komplett, und der Archimandrite heilte alles fleißig wieder hoch. So dümpelten wir durch das Midgame. Rechts stellte ich Sword Dancer und Mahut in die Zone, während sich die FD langsam um die Steinsäule bewegte. Dann sprangen die ersten Kanephors per Move-Charge in meine Sword Dancer. Ich schickte ihnen zur Begrüßung noch ein Burn to Cinder entgegen. Beide von uns punkteten.

Durch die zusätzlichen Ritualmarker lief meine Versorgung mit Conflagration ziemlich gut. Ich durfte die Runde starten, setzte Burn to Cinder auf die Statuen, und der erste Kanephor zerbröselte. Die Flamecaster rückten nach, machten aber kaum Schaden und gingen weiter vor. Während der Bakasura weiterhin an den Pferden scheiterte, erledigten die letzten Statuen mit Hilfe der Kheres meine Sword Dancer. Und dann sprang die Fallen Divinity vor. Ich hatte vergessen, dass sich das Ding heilt, wenn es eine Stufe aufsteigt. Normalerweise ist das Vieh bei mir mit Wadrun spätestens in Runde drei raus. Jetzt hatte ich zwei Optionen. Entweder ich töte den letzten Kanephor mit dem Mahut, der nur noch zwei Leben hatte und räume danach die rechte Seite auf. Das hätte mir solide Punkte eingebracht. Oder ich gehe mit voller Wucht auf die FD. Ich entschied mich für den zweiten Weg. Mein Mahut, hübsch, groß, teuer und vermeintlich gefährlich, stürzte sich rein.  Was folgte, war einfach nur peinlich. Die Fallen Divinity brauchte drei oder vier Runden, um das Mahut zu töten. In dieser Zeit machte mein stolzer Koloss genau zwei Schadenspunkte. Zwei. Ich hätte ihn und den Feuer Maharajah am liebsten in die Tischkante gerammt.

Immerhin konnte ich auf der anderen Flanke mit Bakasura und den Flamecastern etwas Kontrolle zurückgewinnen. Die zweiten Kanephors und Legionäre wurden eingebremst, und die Ritualmarker vom Mahut reichten zumindest, um meine Versorgung konstant zu halten. Dann drehte sich langsam das Blatt. Die Flamecaster übernahmen kurzerhand den Job als FD-Killer und legten zusammen mit den Dhanur um. Endlich kippte das Spiel zu meinen Gunsten. Die Attrition sah auf einmal solide aus, ich sammelte gut Punkte, doch bevor ich richtig aufholen konnte, war die Zeit vorbei. Zweiter Kratzer für den Tag, ärgerlich, aber verdient. Das schabte dann doch schon mehr an meinem Ego als ich am Sonntag zugeben wollte.


Rückblick

Fazit: Gelernt habe ich was. Beim nächsten Mal dann mit weniger Mahut und mehr Verstand. Das Vieh und mein Spielstil sind keine gute Kombination. Das war mein letztes Turnier vor dem Sorcerer Kings Update, und es zeigt mir deutlich, dass ich mir mehr Werkzeuge für wünsche, um dem frühen Druck anderer Fraktionen besser begegnen zu können. Auch mit meiner normalen Liste hätte ich ähnliche Probleme gehabt, wenn auch vielleicht andere Lösungen.

Ich habe Fehler gemacht, keine Frage. Manche Entscheidungen waren einfach schlecht, besonders die mit dem Mahut. Und ja, das Modell frustriert mich immer wieder. Für mich ist und bleibt es viel zu teuer für das, was es leistet. Ich brauche keinen Anker, erst recht keinen, der mir meine Flexibilität kostet. Ich würde jederzeit lieber Rajakur mit Feuer Maharajah spielen. Die agieren clever aus der zweiten Reihe und geben mir genau die Optionen, die mir mit dem Mahut fehlen. Aber ich will nicht nur jammern. Als sehr positiv habe ich empfunden, dass ich fünf Mal Arcane Conduit in der Liste hatte. Das hat  sich extrem komfortabel angefühlt. Die Ritualversorgung lief stabil und besser wie sonst, auch wenn ich damit weniger anfangen konnte. Rückblickend hätte ich statt der Initiates lieber eine zweite Sword Dancer Einheit gehabt, aber das lag eher an den Zielen dir mir gegenüberstanden als an Jungs.

Donnerstag, 10. April 2025

Spielberichte vom 2 Tages Turnier in Winnenden

Letztes Wochenende stand das zweite deutsche Zweitagesturnier in Winnenden an, und das Line-up hatte es in sich: 22 Spieler, darunter die französische Elite und die süddeutsche Szene in Bestform. Es war klar, das wird kein Spaziergang.

Spontan entschieden Nino und ich, die Fahne des Nordens hochzuhalten und uns trotz der 8-stündigen Anreise ins Getümmel zu stürzen. Uziel konnte leider aus beruflichen Gründen nicht mitkommen, also musste ich das Wochenende ohne meinen Schatzi-mon überstehen.

Ich blieb bei meiner bewährten Liste, mit der ich schon auf der ITC und anderen Turnieren gute Erfolge feiern konnte. Auf dem Feld macht sie ordentlich was her, ich bin gut eingespielt, und mein Ziel war klar: ein sauberes 5:0.

== (Warlord) Chieftain [130]: Conquest, Vision

  • Veterans (3) [170]
  • Veterans (3) [170]
  • Slingers (3) [150]

== Predator [100]: War

  • Braves (3) [130]
  • Hunting Pack (3) [120]
  • Apex Predator (1) [190]
  • Slingers (3) [150]

== Predator [100]: War

  • Braves (3) [130]
  • Hunting Pack (3) [120]
  • Apex Predator (1) [190]
  • Slingers (3) [150]

Keine Änderungen, dafür weiterhin grüne Gewalt, jedenfalls bei meiner Bemalung. Die Liste bringt in Runde 1 mindestens fünf Karten, in Runde 2 mindestens sieben. Dazu genügend Tokens, um drei Slinger dauerhaft zu versorgen und bei Bedarf auch mal ein paar Braves oder Veterans chanten zu lassen.

Was die Liste wirklich unangenehm macht, sind die Hunting Packs. Zusammen mit den Slingern bauen sie enormen Druck auf und funktionieren gleichzeitig als perfekter Screen und Schutz für die Schützen. Dass ich in manchen Szenarien in Runde 2 nicht punkten kann, nehme ich in Kauf. Theoretisch ließe sich das umgehen, wenn ich die beiden Apexe gegen einen Winglord und einen Quatl tauschen würde. Ist auch in Planung, aber unbemalte Modelle zu spielen ist keine Option.


Spiel 1 gegen Konrad „DrizztDarnok“ Zacharias (Nords, NTR 9 Deutschland)

Das Turnier in Winnenden startete direkt mit einem harten Gegner. In meinem ersten Spiel traf ich auf Konrad, der aktuell auf Rang 9 der deutschen NTR-Liste steht. Er ist nicht nur einer der besten und erfahrensten Nord-Turnierspieler, sondern auch bekannt als Mitgründer des Podcasts Feldherren von EA und Sieger des vorletzten Bedburg-Turniers.

Ich freute mich ehrlich auf das Match. Obwohl wir uns von Events gut kennen, stehen wir nur selten gemeinsam am Tisch. Unser letztes direktes Aufeinandertreffen war Anfang letzten Jahres in Frankfurt, und ich hatte Lust auf ein neues Duell.

Konrads Liste liegt mir leider nicht vor, daher grob aus dem Kopf:

Nords [2000/2000]

== Jarl [120]: Reyngeir, the God Spear
 * Raiders (3) [140]: Captain
 * Raiders (3) [140]: Captain
 * Bearsarks (3) [200]: Savage
 * Bearsarks (3) [200]: Savage

== (Warlord) Volva [115]: Ancestors' Blessing
 * Huskarls (5) [270]: Skald

== Vargyr Lord [175]: Massive Frame, Wild Beasts
 * Fenr Beastpack (3) [140]:
 * Goltr Beastpack (3) [160]:
 * Goltr Beastpack (3) [160]:
 * Goltr Beastpack (3) [160]:


Leider lief es anfangs nicht gut für ihn. In Runde 1 und 2 kamen seine Reinforcements sehr unglücklich. Ich dagegen hatte dank Flank früh viel Druck auf dem Feld. Da ich mit weniger Widerstand rechnen musste, zerstörte ich zwei Marker früh und konnte mich dann entspannt zurückziehen. Der Plan war, ihn langsam an meiner vordersten Reihe abprallen zu lassen, denn auf Echelon konnte er einen Rückstand nur aufholen, wenn er meine Zone kontrollierte oder mir zumindest den Zugriff darauf verweigerte.


Runde 3 kam seine Armee endlich fast vollständig aufs Feld. Doch meine Position war bereits stabil: Slinger auf jeder Flanke und in der Mitte, dazu jeweils beide Veterans und Braves auf einer Seite, unterstützt von je einem Apex. Eigentlich wollte ich symmetrisch spielen, aber während des Spiels verlagerte Konrad den Fokus zunehmend auf die rechte Flanke. Ich entschied, dass dort doppeltes Veteranen Bleigewicht konstruktiver wäre.


Konrad bewegte sich vorsichtig nach vorn und blockierte mich mit einem Move-Charge, damit ich nicht mit den Hunting Packs zwischen seine Truppen rutschen und seine Armee zerschlagen konnte.

In Runde 4 zeigte sich, dass seine Positionierung nicht optimal war. Viele seiner Truppen behinderten sich gegenseitig, und dazu kam weiteres Würfelpech, als ein paar Berserker nur eine Handvoll Schaden an einem Apex verursachten. Unter dem konstanten Druck meiner Liste fiel es ihm zunehmend schwer, sich so zu stellen, dass ich mir nicht regelmäßig zwei Karten für eine nehmen konnte.


Ich wurde dann etwas zu gierig und unvorsichtig, wodurch ich ein Veterans Regiment unnötig abschenkte, ich hatte übersehen, dass seine Volva sowie ein paar Gotrl noch nicht aktiviert waren. Das war lästig und als Konrad in Runde 5 dann einen Charge mit den Berserkern auf die 6 versuchte, ihn schaffte und meine Slinger nur zwei Schaden machten, sah ich ganz kurz die rechte Flanke brechen. Aber die bis dahin erlittenen Kartenverluste waren zu schwer, und am Ende war es ein klarer Sieg für mich.

Von außen wirkte es vielleicht einseitiger, als es tatsächlich war, aber das Momentum war früh auf meiner Seite. Ich hoffe auf ein baldiges Rematch, mit besserem Start, etwas mehr Glück und neuen Ideen auf beiden Seiten wird das bestimmt wieder spannend.


Spiel 2 gegen Kilian „Rawr“ Sieutat-Lacaze (100k, Frankreich NTR 1)

Das zweite Szenario war „Melee“, und wie die regelmäßigen Leser meines Blogs wissen, halte ich dieses Szenario für das beste für die Hundred Kingdoms. Dementsprechend war es nicht besonders erfreulich zu hören, dass ich in Runde 2 gegen Frankreichs Nummer 1 und einen der besten Hundred Kingdoms-Spieler der Welt spielen durfte. Ein Matchup, das ich eher für das Finale erwartet hätte. Auch Kilian hatte jedoch wenig Interesse daran, auf einer Killpoint-Mission gegen meine Liste zu spielen

Assault on Winnenden [2000/2000]
The Hundred Kingdoms

== Mounted Noble Lord [155]: Dynastic Ally, Tourney Champion, Eccentric Fighting Style
* Household Knights 5 [270]:
* Household Knights 3 [160]:

== Crusading Noble Lord [155]: Elysian Fragment, Get in Position
* Men at Arms 8 [270]: [Veteran]

== Warlord Imperial Officer [130]: Art of War
* Mercenary Crossbowmen 3 [110]:
* Mercenary Crossbowmen 3 [110]:
* Hunter Cadre 3 [160]:
* Hunter Cadre 3 [160]:

== Chapter Mage [100]: School of Water, School of Fire, Talented
* Mercenary Crossbowmen 3 [110]:
* Mercenary Crossbowmen 3 [110]:

Kilians Liste hat neben absurd viel Beschuss vor allem eine beeindruckende Reinforcement-Kurve, die besser war als meine. Abgesehen von zwei Regimentern konnte er mit fast allem punkten. Ich war mir unsicher, wie ich sinnvoll Karten tauschen sollte, vor allem, weil er mit den Rittern und der Supremacy des Imperial Officers einfach mehr Angriffsreichweite als ich hatte. Dafür hatte ich die Slinger, drei Regimenter und ihr theoretisches Potenzial waren ebenfalls furchteinflößend.

In Runde 1 kamen nur meine Reinforcements, während Kiki bereits alles auf dem Feld hatte. Das war ein Problem, also entschied ich mich, mein Hunting Pack etwas zurückhaltender einzusetzen und meine Slinger eher aggressiv. Ein Gebäude trennte eine der großen Zonen vom restlichen Spielfeld, und ich beschloss, diese Seite zunächst zu ignorieren. Es war klar, dass Kiki mit der Kavallerie in den Wald vor seiner kleinen Zone wollte, und meine Slinger hatten das Potenzial, eine Crossbow-Einheit mit einem einzigen Treffer auszuschalten. Das wusste er natürlich auch und stellte seine Crossbows zusammen mit Charakteren fast an den Rand des Spielfelds, um keine Punkte zu verlieren. Die anderen beiden Crossbows positionierte er etwas weiter vorne, aber so weit links, dass sie für mich uninteressant waren.

Runde 2 baute sich sein Kartenvorteil weiter aus. Ich hoffte, dass er mich in Ruhe ließ, bis der Rest meiner Armee kam, aber ich konnte auch nicht genau einschätzen, mit welchem Plan er mir ins Gesicht springen wollte, Ende Runde 2. Immerhin bekam ich ein weiteres Hunting Pack, beide Veterans und ein Mal Braves. Dank meiner vorne stehenden Slinger konnte ich theoretisch beide großen Zonen erreichen. Ich entschied mich, die linke Zone mit den Veterans zu holen, da sein Beschuss nicht weit genug reichte. Ansonsten achteten wir beide darauf, uns keine dummen Fehler zu erlauben. Meine Braves gingen in die Mitte, seine beiden Reitereinheiten ebenfalls. Dann tauchte ganz rechts plötzlich der Man-at-Arms-Block auf. Ich wusste, dass er den hatte, da wir online schon über seine Liste gesprochen hatten, aber irgendwie hatte ich ihn verdrängt. 8 Man-at-Arms mit Charakteren sind auf dem Feld schon ziemlich imposant.


Eigentlich sollte meine zweite Veterans-Einheit auf die Flanke gehen, aber ich entschied mich, sie doch links zu positionieren. Bei Kilian kam nur noch wenig in Runde 3 und 4, und ich sah die Möglichkeit, auf dieser Seite langfristig durchzubrechen. Immerhin ging ich mit einem Punkt Vorsprung in die nächste Runde.

In Runde 3 kamen meine letzten Slinger und ein Apex. Mit dem Conquest-Chant versuchte ich, ein paar Glückstreffer gegen die Ritter im Wald zu landen, aber D4, RR6 und Obscuring waren zu viel, und ich machte nur zwei Schaden. Wir positionierten uns weiter, holten beide kleine und große Zonen. Er konnte seinen Kartenvorteil nicht wirklich ausnutzen, da ich meine Slinger weit nach unten positionierte, um eventuelle Vorstöße noch bestrafen zu können. Die letzten Slinger marschierten auch auf der linken Seite auf, damit ich mit doppelten Veterans und Slinger die Crossbows und Hunter einfach überrennen konnte.

In Runde 4 kam endlich der Rest meiner Armee, und wir hatten bisher keine Verluste. Diese Runde war eher langwierig und drehte sich nur ums Positionieren. Wir unterhielten uns, aber keiner von uns wollte den ersten Schritt machen, vor allem, weil sich unsere Positionen nahezu vollständig abdeckten. Riskante Ini-Würfe und Charges waren keine Option, also spielten wir konservativ und ruhig.


Bis ich in Runde 5 endlich ein bisschen Glück hatte  bzw. Kiki unglücklicherweise Pech. Endlich versagten ein paar Schutzwürfe, und beide Ritter-Einheiten verloren je zwei Stände. Links starb eine Crossbow-Einheit, und die Hunter nahmen beträchtlichen Schaden. Kiki revanchierte sich, tötete ein Hunting Pack und fast hätte er wirklich etwas ins Rollen gebracht. Aber wir hatten als letzte Karten immer noch die wichtigsten, sodass wir keine Gelegenheit hatten, den anderen in die Zange zu nehmen. Bemerkenswert war, dass jeder, der die Initiative gewann, stets den Gegner anfangen ließ, weil es einfach keinen Grund gab, selbst anzufangen.

Dann brach ich den letzten Widerstand auf der linken Flanke. Ich machte konstant 6 Schaden an den Man-at-Arms durch den Wald und tötete die kleinen HHKs. Kilian entledigte sich meines Screens aus Hunting Packs, und seine HHKs gingen mit einem Move Charge auf den ersten Apex, während der zweite durch einen fehlgeschlagenen Charge gebrochen war. Das musste er machen, weil von der linken Seite eine Einheit Slinger und Veterans begann, sein Backfield aufzuräumen. Ich konnte ihn nun von beiden Seiten in die Zange nehmen. Der Apex blieb wie erwartet stehen und überlebte den Clash in der Folgerunde, was das Spiel schließlich entschied.

Alles in allem war es taktisch als auch mental eine echte Herausforderung der knappste Sieg den ich an diesem Wochenende errang.


Spiel 3 gegen Guillaume "BillyZeKid" Verdier (City States, Frankreich NTR 2)

Gilli ist der Organisator des ITC und hatte im Winter ein größeres Turnier mit Spire gewonnen. Zum Glück hatte er meine Hassfraktion nicht dabei und stattdessen City States. Die Liste finde ich an sich ziemlich solide: 12 Karten plus Strategic Deck, potenziell fünf Karten in Runde 1. Eine Kombination aus doppelter Agema, Sacred Band für Heilung und Chariots erzeugt viel Druck und ist recht schnell. Besonders die Loose Formation der Selinoi ist für mich als Hundred Kingdoms-Spielerin immer ein echtes Problem. Aber heute war ich nicht mit 100K unterwegs. Ich hatte Dinos  dabei. 14 Karten, fünf sichere Karten in Runde 1, und Slinger, denen Loose Formation herzlich egal ist. Mit Hundred Kingdoms hätte ich vermutlich ziemlich gelitten, aber mit meiner Liste fühlte ich mich klar im Vorteil. Ich hatte in den letzten Wochen viel gegen City States getestet und wusste: Wenn ich rankomme, platzt alles. Zugegeben, das galt auch für meine eigenen Truppen, aber wir spielten Divide and Conquer. Das bedeutet, alles muss in die Mitte. Und wer dort steht, wird vom Druck der Beschussregimenter zerflückt. Das die Wadrhun alle 5 oder 6 Leben hatten half da natürlich auch noch mal doppelt. 

The City States [2000/2000]

== (Warlord) Aristarch [140]: Standard of Last Oration, Expert Scouts
 * Selinoi (3) [130]:
 * Selinoi (3) [130]:
 * War Chariots (Flogobollon//Skorpios) (2) [260]: Skorpios

== Polemarch [160]: Aristia, Blades of Eakides, Disorienting Strikes
 * Agema (5) [295]: Andromachos, Sacred Band Veterans
 * Agema (4) [245]: Andromachos, Sacred Band Veterans
 * Minotaur Haspists (3) [180]:
 * Sacred Band (3) [190]:

== Mechanist [90]: Hephaestian Alloys
 * Thorakites (4) [180]: Minotaur Thyrean Auxiliary

In Runde 1 kam bei Gilli nur eine Einheit Selinoi, bei mir kam alles. Ich stellte wie gewohnt mein Hunting Pack in die Mitte, Slinger jeweils auf die Flanken und ein Regiment in die Mitte. Seine Selinoi standen ebenfalls mittig und zu weit vorne.  In Runde 2 hatte ich dann das Vergnügen, sie zu erschießen, trotz ihrer Loose Formation. Dafür bekam ich in dieser Runde nur meine Pflichtauswahlen, also die beiden Veterans. Gilli brachte seine gewählten Agema mit Polemarchen, dazu die zweiten Selinoi mit Aristarch und die Kühe. Seine Streitwägen kamen mittig und links, der Rest wurde auf die rechte Flanke verschoben. Vermutlich, weil ich weiter breit aufstellte.

Runde 3 kam der Rest der Armeen, nur ein Apex fehlte bei mir noch. Der erste und später auch der zweite Apex landeten natürlich rechts. Aber richtig gekämpft wurde noch nicht. Wir standen uns gegenüber, schossen ein wenig, ich auf Kühe und Streitwägen, er auf mein Hunting Pack, das irgendwann auch fiel. Dann schoben sich seine Kühe in ein Regiment Slinger, was mich in eine gute Position brachte, um in der nächsten Runde mit meinem Hunting Pack die Flanke zu bedrohen. Dann trauten sich aber noch seine Agema mit Polemarch in die Zone und zeigten dem ersten Apex die Flanke. Dieser stand zwar im Wald, aber Gilli sah das Matchup so schlecht, dass er auf Iniative pokern wollte.


In Runde 4 zündete Gilli seine Supremacy, aber mein Apex durfte fairerweise anfangen. Zwei von fünf Stands Agema fraß er direkt. Die wollten aufgrund anderer Bedrohungen keinen Reform machen und verursachten kaum Schaden. Meine Slinger wurden, wie erwartet, von den Kühen überrannt und starben im Gegenzug durch das  Hunting Pack. Die Streitwägen versuchten, meine Veterans aus der Zone zu schießen, aber mit 6 Leben pro Stand waren sie einfach zu widerstandsfähig. Einer der vielen Punkte die aktuell bei Wadrhun meiner Meinung nach geändert werden sollten. Dann brachten die Selinoimeinen Apex auf 10 Leben. Ich ließ die kleinen Veterans die Agema auslöschen, kassierte dafür später den Gegenangriff der Thorakites, aber Dank des großen Lebenspolsters war mir das egal. Der zweite Apex kam mittlerweile auf dem Feld an und stellte sich in Charge – Reichweite und die verbliebenden Slinger drückten beide Streitwägen auf die Hälfte ihrer Leben. Die Attrition lief insgesamt sehr gut für mich. Ich hatte eigentlich erwartet, dass die Thorakites in den Apex gehen, aber stattdessen hatte Gilli die Sacred Band mit Move Charge in ihn geschickt. Vorallem weil das von seiner Aktivierungsreihenfolge nicht paßte. Damit setzte er wieder  auf die Initiative in der nächsten Runde.


Vater liebte mich also bekam ich die Initiative. Der Apex fraß zwei Stands der Sacred Band und überlebte auch den Rückschlag. Der zweite Apex ging in die Thorakites, die mit den Veterans kämpften, und auch diese wurden langsam zermürbt. Meine Veterans mit Cheifthain kamen endlich gegen die Streitwägen an, was das Ende für sie einläutete. Insgesamt nahm ich fast seine ganze Armee in dieser Runde vom Feld. Gilli hatte noch seine zweiten Agema, die versuchten, mich zu umkreisen und in die kleine Zone vorzurücken, aber es war zu spät. Ich hielt konstant zwei bis drei Zonen und hatte einen massiven Kartenvorteil.

Tag 1 war vorbei und ich war erschöpft, aber auch zufrieden mit meiner Leistung. Zwei Spiele auf Englisch und drei starke Gegner, das war definitiv kräftezerrend. Für den nächsten Tag hoffte ich auf einen etwas leichteren Gegner, aber im Bracket gab es niemanden mehr, der das versprach. Also gingen wir erstmal alle zusammen in ein gemütliches Gasthaus und genossen die süddeutsche Küche.




Spiel 4 gegen Maphi "Farnir" Werner (Wadrhun, NTR 7 Deutschland)

Maphi, der Sieger des letzten Wormser Turniers, scherzte, dass ich mir gestern beim Essen einen „einfacheren“ Gegner gewünscht hätte und nun habe ich ihn bekommen. Ein humorvoller Kommentar, der jedoch seine starke Selbstironie unterstrich, da er mit einer Liste antrat, die meiner sehr ähnlich war.

Double Time [2000/2000]
The W'adrhun

== Warlord Chieftain [100]: Conquest

* Veterans 4 [220]:
* Veterans 3 [170]:
* Braves 3 [130]:
* Slingers 3 [150]:

== Predator [100]: Death
* Braves 3 [130]:
* Slingers 3 [150]:

== Matriarch Queen [110]: Death, Apex Master

* Warbred 3 [180]:
* Warbred 3 [180]:
* Apex Predator 1 [190]:
* Apex Predator 1 [190]:

Das Szenario war Breakout, und das Gelände teilte unsere Aufstellungszonen. Dadurch wurde je eine  äußere Zone weniger attraktiv, was das Spiel bereits in der ersten Runde etwas prägte. Wir plauderten ein wenig, und während ich mit dem Mirror-Match gut vertraut war, hatte Maphi damit noch keine Erfahrung. In der ersten Runde stellte er seine Slingers sehr passiv auf, was mir die Möglichkeit gab, nach vorne zu rücken und meine Reinforcementline weit nach vorne zu schieben. So konnte ich bereits in der zweiten Runde die beiden äußeren Zonen punkten, was Maphi etwas überraschte. Er hatte das von der Seite kommende Spiel bisher als nicht besonders relevant eingeschätzt, und ich nahm mir die Zeit, ihm zu erklären, ab welcher Entfernung es meiner Meinung nach sinnvoll wäre, diese Strategie zu berücksichtigen. Gleichzeitig räumte ich den Missionsmarker aus dem Weg und behielt meine Position auf Abstand um quasi zwei Runden durchzupunkten bevor er damit anfing. Um das zu verhindern stellte Maphi auf der rechten Flanke mit doppel Warbread auf und blieb ebenfalls auf Abstand. Doch dann warf er, fast schon ein wenig todesmutig, seine ersten Veteranen mit Chiefthains in Reichweite von 18" zu meinen Slingers. Diese Gelegenheit nahm ich dankend an Erschoss einen und stellte ein Hunting Pack in Auto Charge für die nächste Runde.


Ich durfte als Erste agieren, und das Hunting Pack nahm Maphis Veteranen regelrecht auseinander und schickte sie von der Platte. Völlig aus der Fassung gebracht vom Verlust seines Ankers im Zentrum, schickte er mir die Warbreads mit Move Charge auf der rechten Seite in meine Veteranen. Die Hälfte dieser Warbreads fiel jedoch den Slingern zum Opfer. Ich stellte anschließend meinen ersten Apex hinter die Veteranen, um sie abzusichern, und versagte bei der Clash-Aktion, den letzten Warbread zu eliminieren. Das war ärgerlich, aber egal da ich die Zone verweigerte.   Auf der anderen Seite verursachte ich einige Schadenspunkte an seinen zweiten Veteranen, die jetzt das Zentrum decken sollten und seine Queen, die mit Heilung auf einem Apex reitend unterwegs war, marschierte auf der linken Flanke voran. In erster Linie um die Veterans zu heilen, aber insgesamt zu weit vorne. Sie bzw der dicke Dino stand genau in die Reichweite meiner Slinger für die nächste Runde. 


In der darauffolgenden Runde begann Maphi, und wir tauschten Veteranen gegen zwei Regimenter Warbread aus. Das war zwar in Ordnung, aber ich wusste, dass ich das noch besser hätte ausspielen können, aber ich wurde gierig und machte Fehler. Als die Slinger den Apex der Queen dann in einer Schussphase auf einen Leben reduzierten und die nächsten die Sache beendete hatte ich einen absurden Kartenteil. Damit konnte ich es wagen mich schließlich in die mittlere Zone mit den Veterans zu stellen, um Druck auf seine beiden Slinger-Regimenter auszuüben. Dadurch fühlte Maphi sich gezwungen, mir seine Braves entgegenzustellen. Stellte er sich dadurch so zu, dass meine Slinger auf seine schießen konnten und mit Fire and Advance immer außerhalb seiner Reichweite blieben. Wir spielten noch einen halben Zug, doch Maphi gab schließlich auf, als ihm klar wurde, dass er keine Punkte mehr machen konnte und ich seine Truppen vollständig auslöschte.

Somit war der Weg frei für das Finale, und da Nino den letzten Franzosen besiegt hatte, war klar, dass der Sieg definitiv für unseren Club enden würde.


Spiel 5 gegen Nino "Torsul" Beck (Old Dominion, NTR 2 Deutschland)

Liebe Leserinnen und Leser, der Moment auf den wir alle gewartet haben. Das große Finale in Winnende, und mein Gegner war kein Geringerer als der unvergleichliche, legendäre Mr. Bonegolem in Körperform und Geist: Nino Beck. Sieger des letzten Bedburger Turniers, ITC 2025 Champion und seit über 20 Jahren mein treuer Freund, was wohl am ehesten mit einem ausgeprägten Stockholm-Syndrom zu erklären ist.

Nino kennt meine Liste in- und auswendig. Wir spielen mehrere Partien im Monat, auch wenn seine aktuelle OD-Liste noch nicht gegen meine grüne Welle angetreten war. Gespielt wurde Head to Head und seine drei Lights mit Loose Formation waren für mich im Grunde zehn Punkte auf dem Silbertablett. Entweder stellte er sie so defensiv, dass sie nichts taten, oder ich räumte sie ab und bekam 10 Punkte. Selbst Nino schätzte das Matchup auf diesem Szenario als 65 zu 35 zu meinen Gunsten ein, solange ich meine Slinger nicht unnötig verliere. Das Problem mit den Slinger ist momentan groß, da sie Loose Formation Regimenter einfach in der Luft zerreißen mit effektiver Range und Torrential Fire auf 18“.  Hoffentlich wird das mit dem Update Ende des Monats angepasst.

Rheinhippoteetisch unter Tierschutz [1995/2000]
The Old Dominion

== Warlord Strategos [165]: Legio I 'Primigenia', Skofnung, Eternal Discipline
* Praetorian Guard 5 [260]: Standard Bearer
* Athanatoi 3 [170]:
* Athanatoi 3 [170]:

== Hierodeacon [90]:
* Buccephaloi 3 [220]:
* Buccephaloi 3 [220]:
* Cultists 3 [90]:
* Legionnaires 3 [115]: Standard Bearer, Optio

== Archimandrite [110]:
* Moroi 3 [180]:
* Cultists 3 [90]:
* Legionnaires 3 [115]: Standard Bearer, Optio

Das Spiel startete. Ich bekam alle meine Lights bis auf die dritte Slinger, Nino bekam alle seine. Ich ging direkt aggressiv nach vorne, trotz der Moroi, denn ich wollte die so früh wie möglich unter Druck setzen. Nino stellte seine Kultisten mit Loose Formation auf die rechte Seite zur großen Zone, während Moroi und die anderen Kultisten zentral platziert wurden. Er entschied sich also das ganze aggressiv zu spielen.

In Runde zwei gab es für beide Seiten je eine zusätzliche Auswahl. Nino kriegte doppel Athanatoi und Präts und ich doppel Veterans und Braves. Ich durfte anfangen. Meine Slinger schafften es nicht mehr als zwei Schaden auf die Moroi zu machen. Im Gegenzug wurde ein Hunting Pack fast komplett ausgelöscht, das andere räumte immerhin die Moroi ab. Ninos Archie versagte beim Versuch, das volle Hunting Pack zu verwunden, und so entschieden sich seine Kultisten dazu, das schwer angeschlagene Pack für Punkte vom Tisch zu nehmen. Die anderen Kultisten rückten mutig vor, damit der Hiero zaubern konnte, doch meine Slinger waren schneller. Sie erschossen fast das ganze Regiment und zogen sich zurück. Nino blieb damit ohne Ziel. Der Rest der Runde war einfaches aufmarschieren. Meine beiden Veterans Regimenter kamen auf der Seite der großen Zone, Nino stellte seine Prätorianer direkt gegenüber. Zwei Regimenter Athanatoi erschienen in der Mitte und bewegten sich Richtung meiner kleinen Zone, wo bereits Braves warteten.



In Runde drei durfte ich beginnen. Mein Hunting Pack erschlug die Kultisten des Archimandrites. Die anderen versuchten sich zurückzuziehen, aber durch Conquest konnten meine Slinger sie noch einholen. Der Punktestand war 10 zu 2. Ich würde vermutlich das Hunting Pack in der Mitte an die Athanatoi verlieren, aber Nino konnte schlichtweg nicht genug Stands in die Zone bringen, um zwei Braves mit Charakter zu übertreffen. Wir handelten den Rest der Runde zügig ab. Die kleinen Dinos starben, aber mittig kamen die Kühe und meine beiden Apexe auf das Feld um den Tanz später fortzuführen. Da es für Nino nicht gut lief, entschloss er sich zu einem Doppel-Move mit den Athanatoi, um einen Reinforcementwurf in der nächsten Runde zu erzwingen und mir vielleicht eine Slinger-Einheit zu nehmen. Da er den Bonus hatte war die Idee gut, aber ich begann erneut wie auch in den folgenden Runden. Meine Slinger löschten die erste Einheit Athanatoi, und der Apex fraß fast das zweite Regiment alleine auf. Die Kühe griffen meinen Apex an, schafften es aber nicht, ihn im Clash zu töten. Im Gegenzug ging der zweite Apex direkt in ihre Reihen und erschlug zwei Kühe. Und war beiden klar, dass das Spiel an dieser Stelle gelaufen war, da ich noch drei Regimenter Slinger hatte, die einfach überall einen Berg an Treffern verursachen werden. Trotzdem spielten wir weiter und wie erwartet brach die Flanke unter der Wucht zusammen.

Es regnete Schaden aus allen Richtungen. Die Prätorianer hielten sich noch am längsten und beide Veterans Regimenter fielen ihnen zum Opfer. Das kostet sie selbst auch zwei oder drei Stands, aber als mein Chiefthain zu einem Duell gezwungen wurde, erschlugen sich beide Generäle gegenseitig. Damit verschwand auch der RR6 Buff der Prätorianer und mit Braves auf der einen Seite und einem Apex in ihrer Flanke wurden sie schließlich komplett vom Feld geräumt.


Damit gewann ich das zweite deutsche Zweitagesturnier. Nino sicherte sich den zweiten Platz. Gilli wurde Dritter, Kilian Vierter und auf Platz fünf landete Gregor mit seinen Sorcerer Kings.

Nino und ich waren mit dem Ergebnis rundum zufrieden. Nicht nur, dass wir ein taktisch starkes und faires Finale gespielt haben. Es war auch das erste Mal, dass die Franzosen bei einem Turnier in Deutschland, an dem sie teilnahmen, nicht den Sieg davontrugen. Dass unser Club sowohl Platz eins als auch zwei belegte, rundete das Ganze perfekt ab.