Letztes Wochenende stand das zweite deutsche Zweitagesturnier in Winnenden an, und das Line-up hatte es in sich: 22 Spieler,
darunter die französische Elite und die süddeutsche Szene in Bestform. Es war klar, das wird kein Spaziergang.
Spontan entschieden Nino und ich, die Fahne des Nordens hochzuhalten und
uns trotz der 8-stündigen Anreise ins Getümmel zu stürzen. Uziel konnte
leider aus beruflichen Gründen nicht mitkommen, also musste ich das
Wochenende ohne meinen Schatzi-mon überstehen.
Ich blieb bei meiner bewährten Liste, mit der ich schon auf der ITC und
anderen Turnieren gute Erfolge feiern konnte. Auf dem Feld macht sie
ordentlich was her, ich bin gut eingespielt, und mein Ziel war klar: ein
sauberes 5:0.
== (Warlord) Chieftain [130]: Conquest, Vision
-
Veterans (3) [170]
-
Veterans (3) [170]
-
Slingers (3) [150]
== Predator [100]: War
-
Braves (3) [130]
-
Hunting Pack (3) [120]
-
Apex Predator (1) [190]
-
Slingers (3) [150]
== Predator [100]: War
-
Braves (3) [130]
-
Hunting Pack (3) [120]
-
Apex Predator (1) [190]
-
Slingers (3) [150]
Keine Änderungen, dafür weiterhin grüne Gewalt, jedenfalls bei meiner
Bemalung. Die Liste bringt in Runde 1 mindestens fünf Karten, in Runde 2
mindestens sieben. Dazu genügend Tokens, um drei Slinger dauerhaft zu
versorgen und bei Bedarf auch mal ein paar Braves
oder Veterans chanten zu lassen.
Was die Liste wirklich unangenehm macht, sind die Hunting Packs.
Zusammen mit den Slingern bauen sie enormen Druck auf und funktionieren
gleichzeitig als perfekter Screen und Schutz für die Schützen. Dass ich
in manchen Szenarien in Runde 2 nicht punkten kann,
nehme ich in Kauf. Theoretisch ließe sich das umgehen, wenn ich die
beiden Apexe gegen einen Winglord und einen Quatl tauschen würde. Ist
auch in Planung, aber unbemalte Modelle zu spielen ist keine Option.
Spiel 1 gegen Konrad „DrizztDarnok“ Zacharias (Nords, NTR 9 Deutschland)
Das Turnier in Winnenden startete direkt mit einem harten Gegner. In
meinem ersten Spiel traf ich auf Konrad, der aktuell auf Rang 9 der
deutschen NTR-Liste steht. Er ist nicht nur einer der besten und
erfahrensten Nord-Turnierspieler, sondern auch bekannt
als Mitgründer des Podcasts Feldherren von EA und Sieger des vorletzten
Bedburg-Turniers.
Ich freute mich ehrlich auf das Match. Obwohl wir uns von Events gut
kennen, stehen wir nur selten gemeinsam am Tisch. Unser letztes direktes
Aufeinandertreffen war Anfang letzten Jahres in Frankfurt, und ich
hatte Lust auf ein neues Duell.
Konrads Liste liegt mir leider nicht vor, daher grob aus dem Kopf:
Nords [2000/2000]
== Jarl [120]: Reyngeir, the God Spear
* Raiders (3) [140]: Captain
* Raiders (3) [140]: Captain
* Bearsarks (3) [200]: Savage
* Bearsarks (3) [200]: Savage
== (Warlord) Volva [115]: Ancestors' Blessing
* Huskarls (5) [270]: Skald
== Vargyr Lord [175]: Massive Frame, Wild Beasts
* Fenr Beastpack (3) [140]:
* Goltr Beastpack (3) [160]:
* Goltr Beastpack (3) [160]:
* Goltr Beastpack (3) [160]:
Leider lief es anfangs nicht gut für ihn. In Runde 1 und 2 kamen seine
Reinforcements sehr unglücklich. Ich dagegen hatte dank Flank früh viel
Druck auf dem Feld. Da ich mit weniger Widerstand rechnen musste,
zerstörte ich zwei Marker früh und konnte mich dann
entspannt zurückziehen. Der Plan war, ihn langsam an meiner vordersten
Reihe abprallen zu lassen, denn auf Echelon konnte er einen Rückstand
nur aufholen, wenn er meine Zone kontrollierte oder mir zumindest den
Zugriff darauf verweigerte.

Runde 3 kam seine Armee endlich fast vollständig aufs Feld. Doch meine
Position war bereits stabil: Slinger auf jeder Flanke und in der Mitte,
dazu jeweils beide Veterans und Braves auf einer Seite, unterstützt von
je einem Apex. Eigentlich wollte ich symmetrisch
spielen, aber während des Spiels verlagerte Konrad den Fokus zunehmend
auf die rechte Flanke. Ich entschied, dass dort doppeltes
Veteranen Bleigewicht konstruktiver wäre.
Konrad bewegte sich vorsichtig nach vorn und blockierte mich mit einem
Move-Charge, damit ich nicht mit den Hunting Packs zwischen seine
Truppen rutschen und seine Armee zerschlagen konnte.
In Runde 4 zeigte sich, dass seine Positionierung nicht optimal war.
Viele seiner Truppen behinderten sich gegenseitig, und dazu kam weiteres
Würfelpech, als ein paar Berserker nur eine Handvoll Schaden an einem
Apex verursachten. Unter dem konstanten Druck
meiner Liste fiel es ihm zunehmend schwer, sich so zu stellen, dass ich
mir nicht regelmäßig zwei Karten für eine nehmen konnte.
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Ich wurde dann etwas zu gierig und unvorsichtig, wodurch ich ein
Veterans Regiment unnötig abschenkte, ich hatte übersehen, dass seine
Volva sowie ein paar Gotrl noch nicht aktiviert waren. Das war lästig
und als Konrad in Runde 5 dann einen Charge mit den Berserkern auf die 6
versuchte, ihn schaffte und meine Slinger nur zwei Schaden machten, sah
ich ganz kurz die rechte Flanke brechen. Aber die bis dahin erlittenen
Kartenverluste waren zu schwer, und am Ende war
es ein klarer Sieg für mich.
Von außen wirkte es vielleicht einseitiger, als es tatsächlich war, aber
das Momentum war früh auf meiner Seite. Ich hoffe auf ein baldiges
Rematch, mit besserem Start, etwas mehr Glück und neuen Ideen auf beiden
Seiten wird das bestimmt wieder spannend.
Spiel 2 gegen Kilian „Rawr“ Sieutat-Lacaze (100k, Frankreich NTR 1)
Das zweite Szenario war „Melee“, und wie die regelmäßigen Leser meines
Blogs wissen, halte ich dieses Szenario für das beste für die Hundred
Kingdoms. Dementsprechend war es nicht besonders erfreulich zu hören,
dass ich in Runde 2 gegen Frankreichs Nummer 1
und einen der besten Hundred Kingdoms-Spieler der Welt spielen durfte.
Ein Matchup, das ich eher für das Finale erwartet hätte. Auch Kilian
hatte jedoch wenig Interesse daran, auf einer Killpoint-Mission gegen
meine Liste zu spielen
Assault on Winnenden [2000/2000]
The Hundred Kingdoms
== Mounted Noble Lord [155]: Dynastic Ally, Tourney Champion, Eccentric Fighting Style
* Household Knights 5 [270]:
* Household Knights 3 [160]:
== Crusading Noble Lord [155]: Elysian Fragment, Get in Position
* Men at Arms 8 [270]: [Veteran]
== Warlord Imperial Officer [130]: Art of War
* Mercenary Crossbowmen 3 [110]:
* Mercenary Crossbowmen 3 [110]:
* Hunter Cadre 3 [160]:
* Hunter Cadre 3 [160]:
== Chapter Mage [100]: School of Water, School of Fire, Talented
* Mercenary Crossbowmen 3 [110]:
* Mercenary Crossbowmen 3 [110]:
Kilians Liste hat neben absurd viel Beschuss vor allem eine
beeindruckende Reinforcement-Kurve, die besser war als meine. Abgesehen
von zwei Regimentern konnte er mit fast allem punkten. Ich war mir
unsicher, wie ich sinnvoll Karten tauschen sollte, vor allem,
weil er mit den Rittern und der Supremacy des Imperial Officers einfach
mehr Angriffsreichweite als ich hatte. Dafür hatte ich die Slinger,
drei Regimenter und ihr theoretisches Potenzial waren ebenfalls
furchteinflößend.
In Runde 1 kamen nur meine Reinforcements, während Kiki bereits alles
auf dem Feld hatte. Das war ein Problem, also entschied ich mich, mein
Hunting Pack etwas zurückhaltender einzusetzen und meine Slinger eher
aggressiv. Ein Gebäude trennte eine der großen
Zonen vom restlichen Spielfeld, und ich beschloss, diese Seite zunächst
zu ignorieren. Es war klar, dass Kiki mit der Kavallerie in den Wald
vor seiner kleinen Zone wollte, und meine Slinger hatten das Potenzial,
eine Crossbow-Einheit mit einem einzigen Treffer
auszuschalten. Das wusste er natürlich auch und stellte seine Crossbows
zusammen mit Charakteren fast an den Rand des Spielfelds, um keine
Punkte zu verlieren. Die anderen beiden Crossbows positionierte er etwas
weiter vorne, aber so weit links, dass sie für
mich uninteressant waren.
Runde 2 baute sich sein Kartenvorteil weiter aus. Ich hoffte, dass er
mich in Ruhe ließ, bis der Rest meiner Armee kam, aber ich konnte auch
nicht genau einschätzen, mit welchem Plan er mir ins Gesicht springen
wollte, Ende Runde 2. Immerhin bekam ich ein weiteres
Hunting Pack, beide Veterans und ein Mal Braves. Dank meiner vorne
stehenden Slinger konnte ich theoretisch beide großen Zonen erreichen.
Ich entschied mich, die linke Zone mit den Veterans zu holen, da sein Beschuss nicht weit
genug reichte. Ansonsten achteten wir beide darauf, uns keine dummen
Fehler zu erlauben. Meine Braves gingen in die Mitte, seine beiden
Reitereinheiten ebenfalls. Dann tauchte ganz rechts plötzlich der
Man-at-Arms-Block auf. Ich wusste, dass er den hatte,
da wir online schon über seine Liste gesprochen hatten, aber irgendwie
hatte ich ihn verdrängt. 8 Man-at-Arms mit Charakteren sind auf dem Feld
schon ziemlich imposant.
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Eigentlich sollte meine zweite Veterans-Einheit auf die Flanke gehen,
aber ich entschied mich, sie doch links zu positionieren. Bei Kilian kam
nur noch wenig in Runde 3 und 4, und ich sah die Möglichkeit, auf
dieser Seite langfristig durchzubrechen. Immerhin
ging ich mit einem Punkt Vorsprung in die nächste Runde.
In Runde 3 kamen meine letzten Slinger und ein Apex. Mit dem
Conquest-Chant versuchte ich, ein paar Glückstreffer gegen die Ritter im
Wald zu landen, aber D4, RR6 und Obscuring waren zu viel, und ich
machte nur zwei Schaden. Wir positionierten uns weiter, holten
beide kleine und große Zonen. Er konnte seinen Kartenvorteil nicht
wirklich ausnutzen, da ich meine Slinger weit nach unten positionierte,
um eventuelle Vorstöße noch bestrafen zu können. Die letzten Slinger
marschierten auch auf der linken Seite auf, damit
ich mit doppelten Veterans und Slinger die Crossbows und Hunter einfach
überrennen konnte.
In Runde 4 kam endlich der Rest meiner Armee, und wir hatten bisher
keine Verluste. Diese Runde war eher langwierig und drehte sich nur ums
Positionieren. Wir unterhielten uns, aber keiner von uns wollte den
ersten Schritt machen, vor allem, weil sich unsere
Positionen nahezu vollständig abdeckten. Riskante Ini-Würfe und Charges
waren keine Option, also spielten wir konservativ und ruhig.

Bis ich in Runde 5 endlich ein bisschen Glück hatte bzw. Kiki
unglücklicherweise Pech. Endlich versagten ein paar Schutzwürfe, und
beide Ritter-Einheiten verloren je zwei Stände. Links starb eine
Crossbow-Einheit, und die Hunter nahmen beträchtlichen Schaden.
Kiki revanchierte sich, tötete ein Hunting Pack und fast hätte er
wirklich etwas ins Rollen gebracht. Aber wir hatten als letzte Karten
immer noch die wichtigsten, sodass wir keine Gelegenheit hatten, den
anderen in die Zange zu nehmen. Bemerkenswert war,
dass jeder, der die Initiative gewann, stets den Gegner anfangen ließ,
weil es einfach keinen Grund gab, selbst anzufangen.
Dann brach ich den letzten Widerstand auf der linken Flanke. Ich machte
konstant 6 Schaden an den Man-at-Arms durch den Wald und tötete die
kleinen HHKs. Kilian entledigte sich meines Screens aus Hunting Packs,
und seine HHKs gingen mit einem Move Charge auf
den ersten Apex, während der zweite durch einen fehlgeschlagenen Charge
gebrochen war. Das musste er machen, weil von der linken Seite eine
Einheit Slinger und Veterans begann, sein Backfield aufzuräumen. Ich
konnte ihn nun von beiden Seiten in die Zange nehmen.
Der Apex blieb wie erwartet stehen und überlebte den Clash in der
Folgerunde, was das Spiel schließlich entschied.
Alles in allem war es taktisch als auch mental eine echte Herausforderung der knappste Sieg den ich an diesem Wochenende errang.
Spiel 3 gegen Guillaume "BillyZeKid" Verdier (City States, Frankreich NTR 2)
Gilli ist der Organisator des ITC und hatte im Winter ein größeres
Turnier mit Spire gewonnen. Zum Glück hatte er meine Hassfraktion nicht
dabei und stattdessen City States. Die Liste finde ich an sich ziemlich
solide: 12 Karten plus Strategic Deck, potenziell
fünf Karten in Runde 1. Eine Kombination aus doppelter Agema, Sacred
Band für Heilung und Chariots erzeugt viel Druck und ist recht schnell.
Besonders die Loose Formation der Selinoi ist für mich als Hundred
Kingdoms-Spielerin immer ein echtes Problem. Aber
heute war ich nicht mit 100K unterwegs. Ich hatte Dinos dabei. 14
Karten, fünf sichere Karten in Runde 1, und Slinger, denen Loose
Formation herzlich egal ist. Mit Hundred Kingdoms hätte ich vermutlich
ziemlich gelitten, aber mit meiner Liste fühlte ich mich
klar im Vorteil. Ich hatte in den letzten Wochen viel gegen City States
getestet und wusste: Wenn ich rankomme, platzt alles. Zugegeben, das
galt auch für meine eigenen Truppen, aber wir spielten Divide and
Conquer. Das bedeutet, alles muss in die Mitte. Und
wer dort steht, wird vom Druck der Beschussregimenter zerflückt. Das
die Wadrhun alle 5 oder 6 Leben hatten half da natürlich auch noch mal
doppelt.
The City States [2000/2000]
== (Warlord) Aristarch [140]: Standard of Last Oration, Expert Scouts
* Selinoi (3) [130]:
* Selinoi (3) [130]:
* War Chariots (Flogobollon//Skorpios) (2) [260]: Skorpios
== Polemarch [160]: Aristia, Blades of Eakides, Disorienting Strikes
* Agema (5) [295]: Andromachos, Sacred Band Veterans
* Agema (4) [245]: Andromachos, Sacred Band Veterans
* Minotaur Haspists (3) [180]:
* Sacred Band (3) [190]:
== Mechanist [90]: Hephaestian Alloys
* Thorakites (4) [180]: Minotaur Thyrean Auxiliary
In Runde 1 kam bei Gilli nur eine Einheit Selinoi, bei mir kam alles.
Ich stellte wie gewohnt mein Hunting Pack in die Mitte, Slinger jeweils
auf die Flanken und ein Regiment in die Mitte. Seine Selinoi standen
ebenfalls mittig und zu weit vorne. In Runde
2 hatte ich dann das Vergnügen, sie zu erschießen, trotz ihrer Loose
Formation. Dafür bekam ich in dieser Runde nur meine Pflichtauswahlen,
also die beiden Veterans. Gilli brachte seine gewählten Agema mit
Polemarchen, dazu die zweiten Selinoi mit Aristarch
und die Kühe. Seine Streitwägen kamen mittig und links, der Rest wurde
auf die rechte Flanke verschoben. Vermutlich, weil ich weiter breit
aufstellte.
Runde 3 kam der Rest der Armeen, nur ein Apex fehlte bei mir noch. Der
erste und später auch der zweite Apex landeten natürlich rechts. Aber
richtig gekämpft wurde noch nicht. Wir standen uns gegenüber, schossen
ein wenig, ich auf Kühe und Streitwägen, er auf
mein Hunting Pack, das irgendwann auch fiel. Dann schoben sich seine
Kühe in ein Regiment Slinger, was mich in eine gute Position brachte, um
in der nächsten Runde mit meinem Hunting Pack die Flanke zu bedrohen.
Dann trauten sich aber noch seine Agema mit
Polemarch in die Zone und zeigten dem ersten Apex die Flanke. Dieser
stand zwar im Wald, aber Gilli sah das Matchup so schlecht, dass er auf
Iniative pokern wollte.

In Runde 4 zündete Gilli seine Supremacy, aber mein Apex durfte
fairerweise anfangen. Zwei von fünf Stands Agema fraß er direkt. Die
wollten aufgrund anderer Bedrohungen keinen Reform machen und
verursachten kaum Schaden. Meine Slinger wurden, wie erwartet,
von den Kühen überrannt und starben im Gegenzug durch das Hunting
Pack. Die Streitwägen versuchten, meine Veterans aus der Zone zu
schießen, aber mit 6 Leben pro Stand waren sie einfach zu
widerstandsfähig. Einer der vielen Punkte die aktuell bei Wadrhun
meiner Meinung nach geändert werden sollten. Dann brachten die
Selinoimeinen Apex auf 10 Leben. Ich ließ die kleinen Veterans die Agema
auslöschen, kassierte dafür später den Gegenangriff der Thorakites,
aber Dank des großen Lebenspolsters war mir das egal.
Der zweite Apex kam mittlerweile auf dem Feld an und stellte sich in
Charge – Reichweite und die verbliebenden Slinger drückten beide
Streitwägen auf die Hälfte ihrer Leben. Die Attrition lief insgesamt
sehr gut für mich. Ich hatte eigentlich erwartet, dass
die Thorakites in den Apex gehen, aber stattdessen hatte Gilli die
Sacred Band mit Move Charge in ihn geschickt. Vorallem weil das von
seiner Aktivierungsreihenfolge nicht paßte. Damit setzte er wieder auf
die Initiative in der nächsten Runde.

Vater liebte mich also bekam ich die Initiative. Der Apex fraß zwei
Stands der Sacred Band und überlebte auch den Rückschlag. Der zweite
Apex ging in die Thorakites, die mit den Veterans kämpften, und auch
diese wurden langsam zermürbt. Meine Veterans mit Cheifthain
kamen endlich gegen die Streitwägen an, was das Ende für sie
einläutete. Insgesamt nahm ich fast seine ganze Armee in dieser Runde
vom Feld. Gilli hatte noch seine zweiten Agema, die versuchten, mich zu
umkreisen und in die kleine Zone vorzurücken, aber es
war zu spät. Ich hielt konstant zwei bis drei Zonen und hatte einen
massiven Kartenvorteil.
Tag 1 war vorbei und ich war erschöpft, aber auch zufrieden mit meiner
Leistung. Zwei Spiele auf Englisch und drei starke Gegner, das war
definitiv kräftezerrend. Für den nächsten Tag hoffte ich auf einen etwas
leichteren Gegner, aber im Bracket gab es niemanden
mehr, der das versprach. Also gingen wir erstmal alle zusammen in ein
gemütliches Gasthaus und genossen die süddeutsche Küche.
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Spiel 4 gegen Maphi "Farnir" Werner (Wadrhun, NTR 7 Deutschland)
Maphi,
der Sieger des letzten Wormser Turniers, scherzte, dass ich mir gestern
beim Essen einen „einfacheren“ Gegner gewünscht hätte und nun habe ich
ihn bekommen. Ein humorvoller Kommentar,
der jedoch seine starke Selbstironie unterstrich, da er mit einer Liste
antrat, die meiner sehr ähnlich war.
Double Time [2000/2000]
The W'adrhun
== Warlord Chieftain [100]: Conquest
* Veterans 4 [220]:
* Veterans 3 [170]:
* Braves 3 [130]:
* Slingers 3 [150]:
== Predator [100]: Death
* Braves 3 [130]:
* Slingers 3 [150]:
== Matriarch Queen [110]: Death, Apex Master
* Warbred 3 [180]:
* Warbred 3 [180]:
* Apex Predator 1 [190]:
* Apex Predator 1 [190]:
Das Szenario war Breakout, und das Gelände teilte unsere
Aufstellungszonen. Dadurch wurde je eine äußere Zone weniger attraktiv,
was das Spiel bereits in der ersten Runde etwas prägte. Wir plauderten
ein wenig, und während ich mit dem Mirror-Match gut vertraut
war, hatte Maphi damit noch keine Erfahrung. In der ersten Runde
stellte er seine Slingers sehr passiv auf, was mir die Möglichkeit gab,
nach vorne zu rücken und meine Reinforcementline weit nach vorne zu
schieben. So konnte ich bereits in der zweiten Runde
die beiden äußeren Zonen punkten, was Maphi etwas überraschte. Er hatte
das von der Seite kommende Spiel bisher als nicht besonders relevant
eingeschätzt, und ich nahm mir die Zeit, ihm zu erklären, ab welcher
Entfernung es meiner Meinung nach sinnvoll wäre,
diese Strategie zu berücksichtigen. Gleichzeitig räumte ich den
Missionsmarker aus dem Weg und behielt meine Position auf Abstand um
quasi zwei Runden durchzupunkten bevor er damit anfing. Um das zu
verhindern stellte Maphi auf der rechten Flanke mit doppel
Warbread auf und blieb ebenfalls auf Abstand. Doch dann warf er, fast
schon ein wenig todesmutig, seine ersten Veteranen mit Chiefthains in
Reichweite von 18" zu meinen Slingers. Diese Gelegenheit nahm ich
dankend an Erschoss einen und stellte ein Hunting
Pack in Auto Charge für die nächste Runde.
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Ich durfte als Erste agieren, und das Hunting Pack nahm Maphis Veteranen
regelrecht auseinander und schickte sie von der Platte. Völlig aus der
Fassung gebracht vom Verlust seines Ankers im Zentrum, schickte er mir
die Warbreads mit Move Charge auf der rechten
Seite in meine Veteranen. Die Hälfte dieser Warbreads fiel jedoch den
Slingern zum Opfer. Ich stellte anschließend meinen ersten Apex hinter
die Veteranen, um sie abzusichern, und versagte bei der Clash-Aktion,
den letzten Warbread zu eliminieren. Das war
ärgerlich, aber egal da ich die Zone verweigerte. Auf der anderen
Seite verursachte ich einige Schadenspunkte an seinen zweiten Veteranen,
die jetzt das Zentrum decken sollten und seine Queen, die mit Heilung
auf einem Apex reitend unterwegs war, marschierte
auf der linken Flanke voran. In erster Linie um die Veterans zu heilen,
aber insgesamt zu weit vorne. Sie bzw der dicke Dino stand genau in die
Reichweite meiner Slinger für die nächste Runde.

In der darauffolgenden Runde begann Maphi, und wir tauschten Veteranen
gegen zwei Regimenter Warbread aus. Das war zwar in Ordnung, aber ich
wusste, dass ich das noch besser hätte ausspielen können, aber ich wurde
gierig und machte Fehler. Als die Slinger den
Apex der Queen dann in einer Schussphase auf einen Leben reduzierten
und die nächsten die Sache beendete hatte ich einen absurden Kartenteil.
Damit konnte ich es wagen mich schließlich in die mittlere Zone mit den
Veterans zu stellen, um Druck auf seine beiden
Slinger-Regimenter auszuüben. Dadurch fühlte Maphi sich gezwungen, mir
seine Braves entgegenzustellen. Stellte er sich dadurch so zu, dass
meine Slinger auf seine schießen konnten und mit Fire and Advance immer
außerhalb seiner Reichweite blieben. Wir spielten
noch einen halben Zug, doch Maphi gab schließlich auf, als ihm klar
wurde, dass er keine Punkte mehr machen konnte und ich seine Truppen
vollständig auslöschte.
Somit war der Weg frei für das Finale, und da Nino den letzten
Franzosen besiegt hatte, war klar, dass der Sieg definitiv für unseren
Club enden würde.
Spiel 5 gegen Nino "Torsul" Beck (Old Dominion, NTR 2 Deutschland)
Liebe Leserinnen und Leser, der Moment auf den wir alle gewartet haben.
Das große Finale in Winnende, und mein Gegner war kein Geringerer als
der unvergleichliche, legendäre Mr. Bonegolem in Körperform und Geist:
Nino Beck. Sieger des letzten Bedburger Turniers,
ITC 2025 Champion und seit über 20 Jahren mein treuer Freund, was wohl
am ehesten mit einem ausgeprägten Stockholm-Syndrom zu erklären ist.
Nino kennt meine Liste in- und auswendig. Wir spielen mehrere Partien im
Monat, auch wenn seine aktuelle OD-Liste noch nicht gegen meine grüne
Welle angetreten war. Gespielt wurde Head to Head und seine drei Lights
mit Loose Formation waren für mich im Grunde
zehn Punkte auf dem Silbertablett. Entweder stellte er sie so defensiv,
dass sie nichts taten, oder ich räumte sie ab und bekam 10 Punkte.
Selbst Nino schätzte das Matchup auf diesem Szenario als 65 zu 35 zu
meinen Gunsten ein, solange ich meine Slinger nicht
unnötig verliere. Das Problem mit den Slinger ist momentan groß, da sie
Loose Formation Regimenter einfach in der Luft zerreißen mit effektiver
Range und Torrential Fire auf 18“. Hoffentlich wird das mit dem Update
Ende des Monats angepasst.
Rheinhippoteetisch unter Tierschutz [1995/2000]
The Old Dominion
== Warlord Strategos [165]: Legio I 'Primigenia', Skofnung, Eternal Discipline
* Praetorian Guard 5 [260]: Standard Bearer
* Athanatoi 3 [170]:
* Athanatoi 3 [170]:
== Hierodeacon [90]:
* Buccephaloi 3 [220]:
* Buccephaloi 3 [220]:
* Cultists 3 [90]:
* Legionnaires 3 [115]: Standard Bearer, Optio
== Archimandrite [110]:
* Moroi 3 [180]:
* Cultists 3 [90]:
* Legionnaires 3 [115]: Standard Bearer, Optio
Das Spiel startete. Ich bekam alle meine Lights bis auf die dritte
Slinger, Nino bekam alle seine. Ich ging direkt aggressiv nach vorne,
trotz der Moroi, denn ich wollte die so früh wie möglich unter Druck
setzen. Nino stellte seine Kultisten mit Loose Formation
auf die rechte Seite zur großen Zone, während Moroi und die anderen
Kultisten zentral platziert wurden. Er entschied sich also das ganze
aggressiv zu spielen.
In Runde zwei gab es für beide Seiten je eine zusätzliche Auswahl. Nino
kriegte doppel Athanatoi und Präts und ich doppel Veterans und Braves.
Ich durfte anfangen. Meine Slinger schafften es nicht mehr als zwei
Schaden auf die Moroi zu machen. Im Gegenzug wurde
ein Hunting Pack fast komplett ausgelöscht, das andere räumte immerhin
die Moroi ab. Ninos Archie versagte beim Versuch, das volle Hunting Pack
zu verwunden, und so entschieden sich seine Kultisten dazu, das schwer
angeschlagene Pack für Punkte vom Tisch zu
nehmen. Die anderen Kultisten rückten mutig vor, damit der Hiero
zaubern konnte, doch meine Slinger waren schneller. Sie erschossen fast
das ganze Regiment und zogen sich zurück. Nino blieb damit ohne Ziel.
Der Rest der Runde war einfaches aufmarschieren.
Meine beiden Veterans Regimenter kamen auf der Seite der großen Zone,
Nino stellte seine Prätorianer direkt gegenüber. Zwei Regimenter
Athanatoi erschienen in der Mitte und bewegten sich Richtung meiner
kleinen Zone, wo bereits Braves warteten.
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In Runde drei durfte ich beginnen. Mein Hunting Pack erschlug die
Kultisten des Archimandrites. Die anderen versuchten sich
zurückzuziehen, aber durch Conquest konnten meine Slinger sie noch
einholen. Der Punktestand war 10 zu 2. Ich würde vermutlich das Hunting
Pack in der Mitte an die Athanatoi verlieren, aber Nino konnte
schlichtweg nicht genug Stands in die Zone bringen, um zwei Braves mit
Charakter zu übertreffen. Wir handelten den Rest der Runde zügig ab. Die
kleinen Dinos starben, aber mittig kamen die Kühe
und meine beiden Apexe auf das Feld um den Tanz später fortzuführen. Da
es für Nino nicht gut lief, entschloss er sich zu einem Doppel-Move mit
den Athanatoi, um einen Reinforcementwurf in der nächsten Runde zu
erzwingen und mir vielleicht eine Slinger-Einheit
zu nehmen. Da er den Bonus hatte war die Idee gut, aber ich begann
erneut wie auch in den folgenden Runden. Meine Slinger löschten die
erste Einheit Athanatoi, und der Apex fraß fast das zweite Regiment
alleine auf. Die Kühe griffen meinen Apex an, schafften
es aber nicht, ihn im Clash zu töten. Im Gegenzug ging der zweite Apex
direkt in ihre Reihen und erschlug zwei Kühe. Und war beiden klar, dass
das Spiel an dieser Stelle gelaufen war, da ich noch drei Regimenter
Slinger hatte, die einfach überall einen Berg
an Treffern verursachen werden. Trotzdem spielten wir weiter und wie
erwartet brach die Flanke unter der Wucht zusammen. 
Es regnete Schaden aus allen Richtungen. Die Prätorianer hielten sich
noch am längsten und beide Veterans Regimenter fielen ihnen zum Opfer.
Das kostet sie selbst auch zwei oder drei Stands, aber als mein
Chiefthain zu einem Duell gezwungen wurde, erschlugen
sich beide Generäle gegenseitig. Damit verschwand auch der RR6 Buff der
Prätorianer und mit Braves auf der einen Seite und einem Apex in ihrer
Flanke wurden sie schließlich komplett vom Feld geräumt.
Damit gewann ich das zweite deutsche Zweitagesturnier. Nino sicherte
sich den zweiten Platz. Gilli wurde Dritter, Kilian Vierter und auf
Platz fünf landete Gregor mit seinen Sorcerer Kings.
Nino und ich waren mit dem Ergebnis rundum zufrieden. Nicht nur, dass
wir ein taktisch starkes und faires Finale gespielt haben. Es war auch
das erste Mal, dass die Franzosen bei einem Turnier in Deutschland, an
dem sie teilnahmen,
nicht den Sieg davontrugen. Dass unser Club sowohl Platz eins als auch zwei belegte, rundete das Ganze perfekt ab.