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Sonntag, 14. Dezember 2025

Turnierbericht Sidequest#8: Flügel über Bremerhaven Spiel 2: Wadhrun gegen Hundred Kingdoms

Übersicht:
Spiel 1
Spiel 2
Spiel 3


Guten Abend,

nach dem erfolgreichen Auftakt gegen die feurigen Sorcerer Kings wehte ein frischer Wind über das Schlachtfeld. Denn es hieß, dass Fürst Jerrek  aus Heidelberg persönlich in Bremerhaven erschienen war, jedoch nicht, wie man es von ihm erwarten würde, mit den wilden W’adrhûn an seiner Seite, sondern mit den ehrbaren, vom Pinsel geadelten Soldaten der Hundred Kingdoms. Die Königin freute sich sehr darüber, nicht nur wegen der Farbenpracht, sondern vor allem, weil es das erste Mal war, dass sich ihre Wege auf dem Schlachtfeld kreuzten. Doch vorher wurde im Sidequest noch ein Mahl mit leckeren Kuchen als Nachtisch verspeist und dann schallte das Schlachthorn jeden zu einem Tisch.


Zur Erinnerung die Armeeaufstellung der Königin:

Birds of Prey [2000/2000] – The W'adrhûn

  • (Warlord) Thunder Chieftain [150]: Conquest

    • Thunder Riders (3) [220]

    • Thunder Riders (3) [220]

    • Quatl (1) [180]

    • Quatl (1) [180]

  • Winglord Predator [220]: War

    • Hunting Pack (3) [120]

    • Apex Predator (1) [190]

  • Winglord Predator [220]: Death

    • Hunting Pack (3) [120]

    • Raptor Riders (3) [180]


Spiel 2  gegen JerrekCarnelian mit Hundred Kingdoms auf Breakout

Gespielt wurde das Szenario Breakout, und wie es die Götter des Geländebaus wollten, stand ein großes Haus zwischen zwei Zonen und trennte sie wie ein gebieterischer Wächter. Auf der einen Spielerseite versperrte ein gewaltiges hindering terrain die Bewegungsfreiheit und auf der Seite der Königin glänzte ein tiefer Teich, in den vermutlich weder Mensch noch Pferd freiwillig hineinreiten wollte. Da auch die Thunder Rider der Königin das Gelände nicht mochten und es wenig Deckung auf ihrer Seite gab war sie etwas betrübt einen großen Block Langbögen beim Jerrek zu sehen. 

Combined Arms III [1995/2000] 

(Warlord) Mounted Noble Lord [150]: Olefant's Roar, Tourney Champion
Household Knights (5) [280]:
Longbowmen (5) [220]:
Household Knights (3) [170]:
 

== Imperial Officer [145]: Dynastic Ally, Gilded Rampart, Seize the Advantage
Gilded Legion (6) [280]:
Mercenary Crossbowmen (3) [110]:
Hunter Cadre (3) [160]:

Steel Legion (3) [160]:
 

== Noble Lord [120]: Armor of Dominion, Weapon Master, Graceful Combatant, Front of the Line
Men at Arms (6) [210]: [Veteran]


Wie es sich für zwei tapfere Feldherren gehörte, betraten sämtliche Light-Regimenter das Schlachtfeld in der ersten Runde. Die Hundred Kingdoms setzten ein paar Crossbows in die Mitte, bereit, den Marker in Runde zwei unter Beschuss zu nehmen. Die W’adrhûn antworteten mit einem Hunting Pack, das neugierig und entschlossen ebenfalls mittig die Lage sondierte. Fürst Jerrek schickte danach die Longbowmen in Stellung direkt hinter die Crossbows, und die Königin empfand die Zone rechts mit dem sichtblockierenden Haus plötzlich unglaublich attraktiv. Daher rückten das zweite Hunting Pack und die Raptoren auf die rechte Flanke vor. 


Runde zwei brachte einen Quatl für die Königin, während Fürst Jerrek mit allen Medium Regimentern  aufwarten durfte. Ein Moment, der ihr missfiel. Der Wind wurde rauer, und Vorsicht wurde zur Tugend. Während auf der linken Flanke die Schützen des Fürsten zwei Schaden am Marker verursachten, dachten die Hunting Packs in der Mitte, dies sei der richtige Moment, ihre Zähne zu zeigen. Ein Move-Charge in die Crossbows folgte, elegant und zielstrebig.

Der Fürst konterte sofort. Die großen Household Knights erschienen neben den Crossbows, und die Men-at-Arms formierten sich hinter den Langbögen. Die Lage wurde ungemütlich. Die Königin weigerte sich, den Quatl in die linke Zone zu schicken, ein Charge der blöden Ritter wäre sein Ende gewesen. Also wählte sie den unangenehmen, aber notwendigen Weg: Der Flugsaurier schloss sich den Raptoren in der rechten Zone an hinter dem gemütlichen Haus an. Fürst Jerrek reagierte prompt und stellte dort seine kleinen Ritter und das Hunter Cadre auf. letztere waren auf die Großwildjagd spezialisiert. Nun war die Königin genötigt, in der nächsten Runde auf Initiative zu spielen und gleichzeitig zu erraten, welche Karte der tapferen Menschen oben liegen würde. Ein ärgerlicher Umstand der den kleinen Punktevorsprung fast vergessen machte.



Runde drei
brachte der Königin alle restlichen karten und auch für die Menschen erschienen die beiden übrigen Heavys. Die Überlegung der Königin war klar wie der Himmel über Bremerhaven: Die Raptoren mussten nach oben gelegt werden, damit sie im Volley-Charge-Clash mit War Chant agieren konnten. Sollten sie den Charge der Household Knights erhalten, würden sie vermutlich sofort fallen. Das Hunting Pack hingegen konnte den Charge des Hunter Cadres womöglich überleben, da die Menschen sich im hindering terrain befanden und selbst gefährdet waren. Der schlechteste Ausgang wäre gewesen, dass Jerrek beginnen durfte, das Hunting Pack erschlug, die Königin in der Mitte gezwungen wurde das andere Hunting Pack zu aktivieren und danach auch die Raptoren verloren hätte. Das war keine Option. Daher lagen die Raptoren oben, gefolgt vom Hunting Pack. Das zweite Pack wäre als dritte Aktivierung vermutlich tot oder unbrauchbar und wurde nicht näher in der Planung beachtet. 

Die würfel rollten und die Wadrhun hatten die erste Aktivierung. Es starb nur ein Ritter am Volley-Charge-Clash was etwas ernüchternt war. Immerhin war die erste Aktivierung von Jerrk wie erwartet das Hunter Cadre was zwei Stands hunting pack tötete. Später sollten auf dieser Flanke insgesamt drei Vögel auchtauchen und für Jerrek noch die Steel Legion die er aber direkt hinter die Household knigths stellte weshalb diese von der Königin verschon blieben. Die drei Flugsaurier erschossen das Hunting pack und der eine Quatl nahm sogar einen schönen charge in die Household Knichts welche ihn gestranded zurücklies. Insgesamt wurde die Flanke wie erwartet von der Übermacht der Vögel überrannt.

Doch bevor all dies seinen Lauf nahm, ereignete sich im Zentrum des Schlachtfelds eine kleine Tragödie, die selbst die Götter der Würfel zum Schmunzeln gebracht haben dürfte. Das Hunting Pack, die zweite Aktivierung der W’adrhûn, griff mutig Crossbows an, scheiterte jedoch beinahe ebenso jämmerlich an seiner Aufgabe wie zuvor die Raptoren an den Rittern. Ein einzelner Stand und ein paar verlorene Lebenspunkte waren alles, was die Menschen einbüßten, eindeutig zu wenig, um wirklich Eindruck zu hinterlassen. Der große Ritterblock der Hundred Kingdoms hingegen ließ sich nicht lange bitten. Er nahm Anlauf wie ein erzürnter Bergwidder und erschlug die kleinen lieben Dinos ohne Zögern. Doch obwohl es für die Dinos ein trauriger Tag war, öffnete dieser Akt der Königin eine Tür ins Zentrum. Der Apex Predator, die Thunder Rider und der zweite Quatl konnten sich nun nahezu ungestraft in Position bringen. Der Quatl selbst glitt sogar völlig gefahrlos in eine Zone und fühlte sich dort vorerst erstaunlich sicher.

Leider fanden die befreiten Crossbows genug Zeit, um den Marker in Stücke zu schießen, und die Men-at-Arms marschierten entschlossen in die Zone hinein. So blieb der mühsam erkämpfte Vorsprung der W’adrhûn nur ein kleiner und fast symbolischer. Dass auf der linken Flanke nun die Gilded Legion erschien, überraschte niemanden. Es war nur eine Frage der Zeit gewesen. Aber insgesamt durfte die Runde als Erfolgreich bei den Dinos verbucht werden.


Die Thunder Rider befanden sich zu Beginn der vierten Runde in 17 Zoll Entfernung zu den Household Knights. Ein möglicher Charge, der in pure Vernichtung hätte münden können. Die Königin rechnete daher fest damit, dass Sir Jerrek die Ritterkarte sehr hoch platzieren würde. Weder die Men-at-Arms noch due Gilded Legion konnten trotz Imperial Officer Supremacy einen guten Charge erzielen, weshalb die Königin nicht damit rechnete, dass Sir Jerrek seine Supremacy allein für die Gilded Legion verwenden würde, obwohl er dazu in der Lage gewesen wäre. 

Auf der anderen Seite wusste sie jedoch auch, dass ihre Thunder Rider, sollten sie zu früh einschlagen, harte Gegenschläge von sowohl Rittern als auch Men-at-Arms zu erwarten hätten. Gerade wenn die Supremacy eingesetzt werden würde. Daher schob sie beide Thunder Rider weit nach unten ins Deck. Zuerst sollten die geflügelten Freunde das Heft in die Hand nehmen. Ein Quatl ganz oben schadete der Lage sicher nicht und irgendwie war der halt doch ein paar Zoll zu nah dran. Sollte er sterben wäre auf der anderen Flanke auch noch einer der eine nützliche Aufgabe hatte.

Nun, die Königin durfte beginnen und Sir Jerrek zündete, fast ebenso gierig wie die Königin selbst, seine Supremacy. Damit verriet er ihr, dass er den Quatl wollte. Nun gut, wenn dem so war, dann sollte er ihn bekommen. Der Quatl flog vor, führte einen Move-Volley-Charge in die Flanke der Household Knights aus und nachdem zuvor sowohl die Raptoren als auch das Hunting Pack gescheitert und teuer dafür bestraft worden waren, trieb pure Angst diesen Vogel nun an. Jeder Würfel traf. Und als Ausgleich zur himmlischen Gerechtigkeit hielt Sir Jerrek keinen einzigen Rüstungswurf. Auch die Impact Hits trafen wie Donnerschläge. Plötzlich lagen drei Ritter im Staub. Für einen Quatl, der eigentlich nur als freiwilliges Opfer vorgesehen war, um die Gilded Legion aus der Zone zu halten und die Ritter zu blockieren, war das eine unerwartet glorreiche Leistung.


Die Ritter konnten danach kaum etwas ausrichten. Da die Königin vorausschauend ihre gesamte rechte Flanke früh aktivieren ließ, geschah im Zentrum fast nichts außer der Tatsache, dass die Gilded Legion den Quatl bereits vor dem Resolve erschlug. Doch nachdem auf der rechten Seite auch der letzte Mensch fiel, hatten die W’adrhûn einen kleinen Kartenvorteil. Die Thunder Rider durften ohne Gegenwehr in die Men-at-Arms und die Reste des Ritterblocks donnern. Der Apex spazierte gemütlich in die linke Zone und erneut gehörten zwei Zonen den W’adrhûn.



Zu Beginn von Runde fünf lagen beide Thunder Rider oben und direkt dahinter die fliegenden Flap-Flaps. Dieses Mal begann jedoch nicht die Königin, sondern die Gilded Legion, die sofort ein Regiment Thunder Rider erschlug. Die verbliebenen Triceratops nahmen Rache, warfen die Men-at-Arms aus dem Leben, erlitten etwas Schaden durch das verzweifelten Die Fighting des Noble Lords. Davon fast unbeeindruckt zogen die Thunder Rider anschließend tief in den Wald der Longbowmen, um ein wenig mit ihnen zu spielen.

Die Longbows hatten erstaunlicherweise richtig Lust auf Nahkampf und zusammen mit den Crossbows, die fröhlich weiter schossen, starben zwei Thunder Rider. Einer davon war bereits halb vom Noble Lord zerhackt worden, aber es fühlte sich trotzdem unangenehm genug an.

Die Vögel eilten aus der benachbarten Zone heran und bereiteten die Angriffe vor. Der Apex tänzelte derweil um die Gilded Legion herum, da er keine Lust verspürte, sich ernsthaft mit ihr zu messen. Wieder kontrollierten die W’adrhûn zwei Zonen.



Die letzten Thunder Rider starben im konzentrierten Beschuss der Crossbows. Die Longbows prallten auf die Flugsaurier und den letzten tapferen Raptor, während die W’adrhûn erneut dank Chants und freier Volley-Aktionen das Objektiv ausschalten konnten. Wieder kontrollierte die Königin zwei Zonen.

Nur zwei, weil sich die Gilded Legion drehte, um dem Apex keinen Flankenangriff zu gewähren und möglichst viele Stands in der Zone zu halten. In der folgenden Runden fiel der Apex, doch gemeinsam mit ihm auch die Gilded Legion, weil die im Rücken einen Flap Flap und je einen Stand Hunting Pack und Raptoren hatten. Das fanden die irgendwie nicht gut. Dies entschied das Spiel endgültig zugunsten der W’adrhûn und er Anblick der majestätischen Flugsaurier erfüllte ihr Herz mit Freude. Letzten Endes obsiegten Liebe und Gerechtigkeit (die Namen der Winglords). Mit Spiel drei geht es hier weiter.

Donnerstag, 15. Mai 2025

Spielbericht Kirche (100k) gegen Yoroni (Casual, Spieleabend)

Moin zusammen,

Flo aka Bloodjack im Discord fragte nach Spielberichten von der Kirche und hier kommt einer direkt vom Altar der Schlacht. Es ging gegen Christophers neue Yoroni. Bisher hatte ich nur mit den Wadrhun gegen sie gespielt. Nun gab es das Update, und die hohe Anzahl an Lebenspunkten stellt für die Kirche mit ihrer übersichtlichen Anzahl an Attacken durchaus ein Problem dar.

Hundred Kingdoms [2000/2000]
== Imperial Officer [125]: Art of War
 * Hunter Cadre (3) [160]:
 * Hunter Cadre (3) [160]:
 * Mercenary Crossbowmen (3) [110]:
 * Mercenary Crossbowmen (3) [110]:

== Chapter Mage [100]: School of Water, School of Fire, Talented
 * Mercenary Crossbowmen (3) [110]:

== Theist Priest [140]: Elysian Fragment, Glimmer of Faith
 * Crusaders (6) [260]: [Veteran]
 * Archangel (1) [260]: Aspect of the Redeemer (Shield & Spear)

== (Warlord) Crusading Noble Lord [130]: To Cast Out the Daemon, Get in Position
 * Household Guard (7) [335]: [Veteran], Armsmaster

Meine Liste basiert grundsätzlich auf dem bekannten Imperial-Theist-Standard, nur dass ich die Household Guard anstelle der Men at Arms spiele. Das liegt nicht daran, dass ich sie besser finde, sondern weil sie gut zum Infanteriekonzept passen und ich meine bemalten Household Guard endlich sinnvoll einsetzen wollte. Außerdem profitieren sie von Iron Discipline, was ich normalerweise oft einsetze, um gegnerische Angriffe abzufedern. Gegen die Yoroni mit ihren freien Aktivierungen war das diesmal leider nicht möglich, aber normalerweise werden meine gebufften Blöcke nicht einfach von vier Stands ausgelöscht.

Der Plan war, mit der Heilung durch den Archangel und den Magier die großen Blöcke so lange am Leben zu halten, bis ich genügend Punkte gesammelt habe. Es hilft auch, dass ich in dieser Liste nur für ein Regiment Crossbows würfeln muss. Alle anderen Karten haben entweder die Sonderregel Flank oder erscheinen automatisch in der Runde.

Christophers Liste entsprach dem, was aktuell verfügbar war. Er hatte zuvor mit Monstern und Light-Einheiten etwas getestet, aber da wir für das Turnier am Samstag üben wollten, nahm er seine voraussichtliche Turnierliste.


Rolling Stones [2000/2000]

== Daimyo [140]: Gunbai
 * Modular Regiment (3) [240]: Kami Ayakashi, Oni Ayakashi, Kami Ayakashi
 * Modular Regiment (3) [230]: Kappa Bushi, Oni Ayakashi, Kappa Bushi

== Oyabun [140]: Unyielding Kata
 * Modular Regiment (3) [240]: Kami Ayakashi, Oni Ayakashi, Kami Ayakashi
 * Modular Regiment (2) [150]: Tengu Bushi, Tengu Bushi
 * Modular Regiment (2) [150]: Tengu Bushi, Tengu Bushi

== (Warlord) Kitsune Bakasu [150]: Way of the Kensei
 * Modular Regiment (3) [240]: Kami Ayakashi, Oni Ayakashi, Kami Ayakashi
 * Modular Regiment (2) [160]: Tengu Ayakashi, Tengu Ayakashi
 * Modular Regiment (2) [160]: Tengu Ayakashi, Tengu Ayakashi

Szenario: Melee


Runde 1

Meine einzige Karte, für die ich würfeln musste, war ein Regiment Crossbows. Es kam direkt, und ich entschied mich für die linke Seite. Das Gelände bestand übrigens aus der Starterbox und aus Pappteilen von Runewars, die man gerade recht günstig bekommt.


Runde 2

In der zweiten Runde konnte ich meine vier Medium-Regimenter aufs Feld bringen. Insgesamt hatte ich jetzt 11 Karten plus Art of War. Das gibt normalerweise viel Flexibilität und erlaubt mir, auf fast alles zu reagieren, was der Gegner macht. Die Yoroni hatten ebenfalls zwei Einheiten mit Flank in der Liste. In dieser Runde kamen jedoch nur drei Regimenter mit Charakteren auf das Feld. Christopher stellte diese mittig und auf die rechte Flanke. Deshalb platzierte ich dort meine Household Guard und die beiden Hunter Cadre. Auf der linken Seite standen die Crossbows, da ich davon ausging, dass mir dort nichts gefährlich werden würde. So konnte ich mir eine entspannte Führung von 10 zu 0 aufbauen.



Runde 3

Ich hatte in dieser Runde klar die Oberhand: 12 Karten plus Art of War gegen Christophers 8 Karten, denn er durfte nur zwei Ayakashi ins Deck legen. Mein Archangel war ebenfalls ins Spiel gekommen, und oben lagen bei mir die Charaktere. Auch Christopher wartete zunächst ab und bewegte dann das Fuchslade-Regiment in die rechte Zone. Das ermöglichte meinen Hunter Cadre einen Charge, bei dem sie gleich zwei Stands ausschalteten, deutlich mehr, als ich erwartet hatte.

Leider hatte ich mein Deck schlecht gebaut. Die Hunter Cadre und Crossbows hätten unten liegen müssen, um früh aktiviert zu werden. Stattdessen lagen dort die beiden Infanterieregimenter, die eigentlich nur vom Bewegungsbonus des Archangel profitieren sollten. Das war ein schwerer Fehler, der sich im weiteren Spielverlauf stark bemerkbar machte. Die Yoroni können einfach zu flexibel reagieren, um sich das leisten zu können.

Ich musste also die ersten Crossbows aktivieren und schob ein Regiment als potenzielles Opfer nach vorne. Vielleicht würde Christopher den Charge nehmen, und ich könnte dann mit den anderen beiden Regimentskarten auf ihn schießen und die Crusader in Position bringen. So ähnlich kam es auch. Christopher griff das vordere Crossbow-Regiment ohne Charakter an. Die anderen begannen zu schießen, richteten aber kaum Schaden an. Eventuell hätte ich vorher fragen sollen, ob sie Hardened haben oder an die Völgen denken müssen.


Meine Crossbows mit dem Chapter Mage drehten sich, feuerten und erzielten kaum Wirkung. Dann begann der asiatische Horrorfilm für meine gläubigen Menschen mit Stöcken. Ich hatte die Tengu Ayakashi vergessen beziehungsweise nicht bedacht, dass sie mit Fu und Vanguard 13 Zoll aufs Feld laufen und dann 14 Zoll weit schießen können, genau dorthin, wo mein armer Chapter Mage gerade stand. Zwei Ayakashi-Regimenter löschten die Crossbows aus und reduzierten meinen Kartenvorteil spürbar.

Die Crusader positionierten sich außerhalb des Sichtbereichs des gegnerischen Nahkampfregiments, und mein Archangel stellte sich zwischen die beiden Blöcke.

Auf der rechten Seite musste ich die Hunter Cadre aktivieren, hatte aber keine gute Schusslinie auf die angeschlagenen Kami in der Zone. Deshalb nutzte ich sie als Schutzschirm für die Household Guard und schoss auf ein gesundes Kami-Regiment. Diese machten einen Move und Charge auf meine Einheiten, bewegten sich aber außerhalb der Zone, weil Christopher vergessen hatte, dass er in dieser Runde keine Tengu Bushi aufs Feld bringen konnte. So sicherte ich mir immerhin zwei Zonen und baute meine Führung deutlich auf 17 zu 4 aus.


Runde 4

Die Yoroni durften ihre restlichen Karten ins Deck legen und auch anfangen. Das tat dem einen Hunter Cadre in der Zone nicht gut. Er wurde auf einen Stand reduziert, haute aber später immerhin das gegnerische Regiment fast vollständig zurück. Die anderen Hunter erschlugen einen Stand vom Regiment des Daimyo, wurden jedoch als letzte Aktivierung, also lange nach meiner Household Guard, vom Daimyo komplett ausgelöscht.

Dann tauchten zwei Bushi-Regimenter auf der rechten Flanke auf, gingen aber nicht in die Zone, weil Christopher befürchtete, ich könnte mit dem Reform aus meiner Supremacy böse Dinge anstellen. Er hatte schon öfter gegen meine Liste mit seinen Wadrhun gespielt und wusste, was passiert, wenn ich freie Bahn habe. Meine Versicherung, dass er punkten solle und ich keine abgedrehten Tricks geplant hatte, wurde ignoriert, ich nahm das gerne, denn so blieb die Zone unangetastet. Leider war ich dadurch auf der rechten Flanke in Runde 5 auf einen günstigen Initiativewurf angewiesen. Das gefiel mir nicht. Auf der linken Flanke sah es besser aus.


Meine zweite Karte war der Archangel, der einen Charge in die Kami vom Oyabun bekam und einen Stand erschlug. Enttäuschend. Sieben Lebenspunkte sind einfach eine Menge. Die Kami formierten sich um, erschlugen den Crossbow neben sich und verursachten ein paar Treffer am Engel. Dann drehten die Ayakashi wieder auf.


Das zog sich durch das ganze Spiel, aber immerhin hielten meine Crusader mit soliden Schutzwürfen dagegen und verloren nur zwei Stands. Die Vögel waren jetzt gefährlich nah dran, zu nah. Die Crusader versuchten den Charge, schafften ihn und standen nun in der Zone. Ganz nebenbei ging ein Vogelregiment dabei drauf, was ich sehr begrüßte. Die Regeneration des Engels nahm ich natürlich ebenfalls gerne mit. So hatte jeder eine Zone, aber Christopher hatte zwei Regimenter getötet und ich nur eines. Stand: 21 zu 10.


Runde 5

Der Deckbau war schwierig. Ich wollte unbedingt das Hunter Cadre retten, aber vor meiner Household Guard stand noch eine Menge Gegner. Die andere Flanke sah ich zu dem Zeitpunkt als sicher an. Ich entschied mich für die Blessed Supremacy und legte die Household Guard und das Hunter Cadre nach oben, dann die linke Flanke.

Ich durfte anfangen. Die Guard erschlug das Regiment vom Daimyo. Dann bewegten sich die Vögel in Richtung meiner Household Guard. Ich riet Christopher davon ab und meinte, er müsse unbedingt das Hunter Cadre erschlagen, für die Guard hätte er später noch genug Zeit. Er überlegte, verwarf meinen Vorschlag, und so überlebte das Cadre, erschlug im Gegenzug das Regiment der Fuchslady und stand grinsend wie ein Honigkuchenpferd in der Zone. Punktend.

Die beiden Bushi-Regimenter hingegen erschlugen fast alleine meine Household Guard. Nach den zwei Regimentern hatte ich noch fünf Lebenspunkte und durfte insgesamt sieben Rüstungswürfe machen, der Rest davon waren Autowunden. Ich zuckte innerlich, aber der Vorsprung hoch genug. Jedenfalls hoffte ich das.


Auf der linken Flanke lief es besser. Mein Engel überlebte den Angriff des Oyabun dank Blessed und erschlug im Gegenzug das Regiment, mit Unterstützung der Crossbows. Die letzten Ayakashi zogen sich zurück, und Christophers frische Kappa machten einen Move-Charge in den Engel. Der überlebte knapp mit zwei Lebenspunkten. Leider lag die Sichtlinie meiner Crusader am Kappa-Regiment vorbei, und ich entschied, dass die Zone wichtiger war als ein toter Vogel. Drei Zonen, alle Regimenter mit Charakteren und keine eigenen Verluste, das baute meinen Vorsprung auf 45 zu 10 aus.


Runde 6

Das Spiel war noch lange nicht vorbei, denn bei Melee kann man gut aufholen. Der Deckbau wurde wieder knifflig. Welche Flanke sollte ich priorisieren? Wo würde Christopher starten? Ich rechnete mit einem Start auf der rechten Flanke und legte deshalb die Crusader früh. Ich wollte den Block vor dem Archangel töten und rechnete damit, dass Christopher dort weniger Priorität setzte. Ich aktivierte die Supremacy des Imperial Officers, legte den Priester für das Fragment nach oben, darunter die Crusader.

Christopher begann und erschlug den Engel mit Inspire. Im Gegenzug töteten meine Crusader seine Kappa. Die Bushi erschlugen meine Household Guard, und eines der Regimenter ging durch „Die Fighting“ vom Crusading Lord ebenfalls nach Hause. Die zweiten Bushi griffen meine letzten Crossbows in der Flanke an und löschten sie fast aus.

Die Ayakashi machten solide 16 Hits auf meine Crusader, davon gingen drei Stands, und sie holten sich die Zone. Mein letzter Hunter Cadre-Stand schoss noch trotzig auf einen einzelnen Bushi und verteidigte tapfer weiter die große Zone. Jeder punktete eine Zone. Stand: 50 zu 18.


Runde 7

Christopher begann wieder. Die Ayakashi schossen mir weitere Stands raus. Ich war gebrochen, sammelte mich und drehte den Block. Die Bushi erschlugen den letzten Crossbow-Stand samt Officer. Mein letzter Hunter Cadre, der Inbegriff des tapferen Menschen mit Stock, hielt weiterhin mutig die große Zone. Ich wurde nicht müde, Christopher daran zu erinnern, dass dieser Mensch eigentlich tot sein müsste. Wir punkteten beide. Stand: 55 zu 29.



Runden 8–10

Meine Crusader wurden erschossen. In Runde 9 flogen die Bushi zur nächsten Zone und machtenin Runde 10 einen Move-Charge auf mein Hunter Cadre. In der letzten Runde wurden diese erschlagen, ich wurde getabled, aber ich gewann knapp mit 58 zu 57.


Schlussgedanken
Böse Vögel. Pfui, aus. Ganz böse Vögel. Das hat mich ernsthaft an Hitchcocks „Die Vögel“ erinnert und die Kirche mochte das überhaupt nicht. Nein, gar nicht. Besonders nicht, wenn die frommen Männer mit Stöcken plötzlich merken, dass die Luft brennt und es keine Deckung gibt.

Trotzdem habe ich viele Fehler gemacht, vor allem bei der Positionierung und beim Deckbau. Besonders schmerzhaft war, dass ich meine Crossbows nicht richtig eingesetzt und den Hunter Cadre zu riskant aufgestellt habe. Aber letztlich haben Christophers Unsicherheiten und ein paar verpasste Chancen auf seiner Seite mir das Spiel gerettet.

Was mir besonders zu schaffen machte, war die Art, wie die Yoroni mich in ein ungemütliches Aktivierungsspiel gedrängt haben. Ihre Flexibilität zwingt einen fast schon dazu, defensiv zu denken und sich ständig umzustellen. Das liegt mir mit dieser Kirche-Liste nicht besonders. Ich spiele normalerweise stark über Kartenkontrolle, Supremacy und Widerstandsfähigkeit. Hier fühlte ich mich hingegen wie jemand, der nur noch auf gegnerische Bewegungen reagiert und kaum noch eigene Spielzüge diktieren kann. Die hohe Zahl an Lebenspunkten, das konstanten Treffer und … die die Kirche in dieser Variante kaum Druck aufbauen kann. Kurz gesagt war das Matchup knifflig und ohne Killpoints vermutlich deutlich angenehmer. Es bleibt aber ein herausforderndes Spiel für die Kirche, besonders wenn die eigene Synergie nicht perfekt sitzt. Ich habe auf jeden Fall gelernt, meine Deckstruktur noch genauer zu planen. Beim nächsten Mal steht der Hunter Cadre hoffentlich nicht mehr alleine im Nirgendwo und wird zum Helden wider Willen.

Trotz allem war es ein spannendes Spiel, ein knappes Ende und ein lehrreicher Test für das anstehende Turnier. Und auch wenn die Kirche am Ende blutete, sie hat gesiegt. Noch.

Donnerstag, 10. April 2025

Spielberichte vom 2 Tages Turnier in Winnenden

Letztes Wochenende stand das zweite deutsche Zweitagesturnier in Winnenden an, und das Line-up hatte es in sich: 22 Spieler, darunter die französische Elite und die süddeutsche Szene in Bestform. Es war klar, das wird kein Spaziergang.

Spontan entschieden Nino und ich, die Fahne des Nordens hochzuhalten und uns trotz der 8-stündigen Anreise ins Getümmel zu stürzen. Uziel konnte leider aus beruflichen Gründen nicht mitkommen, also musste ich das Wochenende ohne meinen Schatzi-mon überstehen.

Ich blieb bei meiner bewährten Liste, mit der ich schon auf der ITC und anderen Turnieren gute Erfolge feiern konnte. Auf dem Feld macht sie ordentlich was her, ich bin gut eingespielt, und mein Ziel war klar: ein sauberes 5:0.

== (Warlord) Chieftain [130]: Conquest, Vision

  • Veterans (3) [170]
  • Veterans (3) [170]
  • Slingers (3) [150]

== Predator [100]: War

  • Braves (3) [130]
  • Hunting Pack (3) [120]
  • Apex Predator (1) [190]
  • Slingers (3) [150]

== Predator [100]: War

  • Braves (3) [130]
  • Hunting Pack (3) [120]
  • Apex Predator (1) [190]
  • Slingers (3) [150]

Keine Änderungen, dafür weiterhin grüne Gewalt, jedenfalls bei meiner Bemalung. Die Liste bringt in Runde 1 mindestens fünf Karten, in Runde 2 mindestens sieben. Dazu genügend Tokens, um drei Slinger dauerhaft zu versorgen und bei Bedarf auch mal ein paar Braves oder Veterans chanten zu lassen.

Was die Liste wirklich unangenehm macht, sind die Hunting Packs. Zusammen mit den Slingern bauen sie enormen Druck auf und funktionieren gleichzeitig als perfekter Screen und Schutz für die Schützen. Dass ich in manchen Szenarien in Runde 2 nicht punkten kann, nehme ich in Kauf. Theoretisch ließe sich das umgehen, wenn ich die beiden Apexe gegen einen Winglord und einen Quatl tauschen würde. Ist auch in Planung, aber unbemalte Modelle zu spielen ist keine Option.


Spiel 1 gegen Konrad „DrizztDarnok“ Zacharias (Nords, NTR 9 Deutschland)

Das Turnier in Winnenden startete direkt mit einem harten Gegner. In meinem ersten Spiel traf ich auf Konrad, der aktuell auf Rang 9 der deutschen NTR-Liste steht. Er ist nicht nur einer der besten und erfahrensten Nord-Turnierspieler, sondern auch bekannt als Mitgründer des Podcasts Feldherren von EA und Sieger des vorletzten Bedburg-Turniers.

Ich freute mich ehrlich auf das Match. Obwohl wir uns von Events gut kennen, stehen wir nur selten gemeinsam am Tisch. Unser letztes direktes Aufeinandertreffen war Anfang letzten Jahres in Frankfurt, und ich hatte Lust auf ein neues Duell.

Konrads Liste liegt mir leider nicht vor, daher grob aus dem Kopf:

Nords [2000/2000]

== Jarl [120]: Reyngeir, the God Spear
 * Raiders (3) [140]: Captain
 * Raiders (3) [140]: Captain
 * Bearsarks (3) [200]: Savage
 * Bearsarks (3) [200]: Savage

== (Warlord) Volva [115]: Ancestors' Blessing
 * Huskarls (5) [270]: Skald

== Vargyr Lord [175]: Massive Frame, Wild Beasts
 * Fenr Beastpack (3) [140]:
 * Goltr Beastpack (3) [160]:
 * Goltr Beastpack (3) [160]:
 * Goltr Beastpack (3) [160]:


Leider lief es anfangs nicht gut für ihn. In Runde 1 und 2 kamen seine Reinforcements sehr unglücklich. Ich dagegen hatte dank Flank früh viel Druck auf dem Feld. Da ich mit weniger Widerstand rechnen musste, zerstörte ich zwei Marker früh und konnte mich dann entspannt zurückziehen. Der Plan war, ihn langsam an meiner vordersten Reihe abprallen zu lassen, denn auf Echelon konnte er einen Rückstand nur aufholen, wenn er meine Zone kontrollierte oder mir zumindest den Zugriff darauf verweigerte.


Runde 3 kam seine Armee endlich fast vollständig aufs Feld. Doch meine Position war bereits stabil: Slinger auf jeder Flanke und in der Mitte, dazu jeweils beide Veterans und Braves auf einer Seite, unterstützt von je einem Apex. Eigentlich wollte ich symmetrisch spielen, aber während des Spiels verlagerte Konrad den Fokus zunehmend auf die rechte Flanke. Ich entschied, dass dort doppeltes Veteranen Bleigewicht konstruktiver wäre.


Konrad bewegte sich vorsichtig nach vorn und blockierte mich mit einem Move-Charge, damit ich nicht mit den Hunting Packs zwischen seine Truppen rutschen und seine Armee zerschlagen konnte.

In Runde 4 zeigte sich, dass seine Positionierung nicht optimal war. Viele seiner Truppen behinderten sich gegenseitig, und dazu kam weiteres Würfelpech, als ein paar Berserker nur eine Handvoll Schaden an einem Apex verursachten. Unter dem konstanten Druck meiner Liste fiel es ihm zunehmend schwer, sich so zu stellen, dass ich mir nicht regelmäßig zwei Karten für eine nehmen konnte.


Ich wurde dann etwas zu gierig und unvorsichtig, wodurch ich ein Veterans Regiment unnötig abschenkte, ich hatte übersehen, dass seine Volva sowie ein paar Gotrl noch nicht aktiviert waren. Das war lästig und als Konrad in Runde 5 dann einen Charge mit den Berserkern auf die 6 versuchte, ihn schaffte und meine Slinger nur zwei Schaden machten, sah ich ganz kurz die rechte Flanke brechen. Aber die bis dahin erlittenen Kartenverluste waren zu schwer, und am Ende war es ein klarer Sieg für mich.

Von außen wirkte es vielleicht einseitiger, als es tatsächlich war, aber das Momentum war früh auf meiner Seite. Ich hoffe auf ein baldiges Rematch, mit besserem Start, etwas mehr Glück und neuen Ideen auf beiden Seiten wird das bestimmt wieder spannend.


Spiel 2 gegen Kilian „Rawr“ Sieutat-Lacaze (100k, Frankreich NTR 1)

Das zweite Szenario war „Melee“, und wie die regelmäßigen Leser meines Blogs wissen, halte ich dieses Szenario für das beste für die Hundred Kingdoms. Dementsprechend war es nicht besonders erfreulich zu hören, dass ich in Runde 2 gegen Frankreichs Nummer 1 und einen der besten Hundred Kingdoms-Spieler der Welt spielen durfte. Ein Matchup, das ich eher für das Finale erwartet hätte. Auch Kilian hatte jedoch wenig Interesse daran, auf einer Killpoint-Mission gegen meine Liste zu spielen

Assault on Winnenden [2000/2000]
The Hundred Kingdoms

== Mounted Noble Lord [155]: Dynastic Ally, Tourney Champion, Eccentric Fighting Style
* Household Knights 5 [270]:
* Household Knights 3 [160]:

== Crusading Noble Lord [155]: Elysian Fragment, Get in Position
* Men at Arms 8 [270]: [Veteran]

== Warlord Imperial Officer [130]: Art of War
* Mercenary Crossbowmen 3 [110]:
* Mercenary Crossbowmen 3 [110]:
* Hunter Cadre 3 [160]:
* Hunter Cadre 3 [160]:

== Chapter Mage [100]: School of Water, School of Fire, Talented
* Mercenary Crossbowmen 3 [110]:
* Mercenary Crossbowmen 3 [110]:

Kilians Liste hat neben absurd viel Beschuss vor allem eine beeindruckende Reinforcement-Kurve, die besser war als meine. Abgesehen von zwei Regimentern konnte er mit fast allem punkten. Ich war mir unsicher, wie ich sinnvoll Karten tauschen sollte, vor allem, weil er mit den Rittern und der Supremacy des Imperial Officers einfach mehr Angriffsreichweite als ich hatte. Dafür hatte ich die Slinger, drei Regimenter und ihr theoretisches Potenzial waren ebenfalls furchteinflößend.

In Runde 1 kamen nur meine Reinforcements, während Kiki bereits alles auf dem Feld hatte. Das war ein Problem, also entschied ich mich, mein Hunting Pack etwas zurückhaltender einzusetzen und meine Slinger eher aggressiv. Ein Gebäude trennte eine der großen Zonen vom restlichen Spielfeld, und ich beschloss, diese Seite zunächst zu ignorieren. Es war klar, dass Kiki mit der Kavallerie in den Wald vor seiner kleinen Zone wollte, und meine Slinger hatten das Potenzial, eine Crossbow-Einheit mit einem einzigen Treffer auszuschalten. Das wusste er natürlich auch und stellte seine Crossbows zusammen mit Charakteren fast an den Rand des Spielfelds, um keine Punkte zu verlieren. Die anderen beiden Crossbows positionierte er etwas weiter vorne, aber so weit links, dass sie für mich uninteressant waren.

Runde 2 baute sich sein Kartenvorteil weiter aus. Ich hoffte, dass er mich in Ruhe ließ, bis der Rest meiner Armee kam, aber ich konnte auch nicht genau einschätzen, mit welchem Plan er mir ins Gesicht springen wollte, Ende Runde 2. Immerhin bekam ich ein weiteres Hunting Pack, beide Veterans und ein Mal Braves. Dank meiner vorne stehenden Slinger konnte ich theoretisch beide großen Zonen erreichen. Ich entschied mich, die linke Zone mit den Veterans zu holen, da sein Beschuss nicht weit genug reichte. Ansonsten achteten wir beide darauf, uns keine dummen Fehler zu erlauben. Meine Braves gingen in die Mitte, seine beiden Reitereinheiten ebenfalls. Dann tauchte ganz rechts plötzlich der Man-at-Arms-Block auf. Ich wusste, dass er den hatte, da wir online schon über seine Liste gesprochen hatten, aber irgendwie hatte ich ihn verdrängt. 8 Man-at-Arms mit Charakteren sind auf dem Feld schon ziemlich imposant.


Eigentlich sollte meine zweite Veterans-Einheit auf die Flanke gehen, aber ich entschied mich, sie doch links zu positionieren. Bei Kilian kam nur noch wenig in Runde 3 und 4, und ich sah die Möglichkeit, auf dieser Seite langfristig durchzubrechen. Immerhin ging ich mit einem Punkt Vorsprung in die nächste Runde.

In Runde 3 kamen meine letzten Slinger und ein Apex. Mit dem Conquest-Chant versuchte ich, ein paar Glückstreffer gegen die Ritter im Wald zu landen, aber D4, RR6 und Obscuring waren zu viel, und ich machte nur zwei Schaden. Wir positionierten uns weiter, holten beide kleine und große Zonen. Er konnte seinen Kartenvorteil nicht wirklich ausnutzen, da ich meine Slinger weit nach unten positionierte, um eventuelle Vorstöße noch bestrafen zu können. Die letzten Slinger marschierten auch auf der linken Seite auf, damit ich mit doppelten Veterans und Slinger die Crossbows und Hunter einfach überrennen konnte.

In Runde 4 kam endlich der Rest meiner Armee, und wir hatten bisher keine Verluste. Diese Runde war eher langwierig und drehte sich nur ums Positionieren. Wir unterhielten uns, aber keiner von uns wollte den ersten Schritt machen, vor allem, weil sich unsere Positionen nahezu vollständig abdeckten. Riskante Ini-Würfe und Charges waren keine Option, also spielten wir konservativ und ruhig.


Bis ich in Runde 5 endlich ein bisschen Glück hatte  bzw. Kiki unglücklicherweise Pech. Endlich versagten ein paar Schutzwürfe, und beide Ritter-Einheiten verloren je zwei Stände. Links starb eine Crossbow-Einheit, und die Hunter nahmen beträchtlichen Schaden. Kiki revanchierte sich, tötete ein Hunting Pack und fast hätte er wirklich etwas ins Rollen gebracht. Aber wir hatten als letzte Karten immer noch die wichtigsten, sodass wir keine Gelegenheit hatten, den anderen in die Zange zu nehmen. Bemerkenswert war, dass jeder, der die Initiative gewann, stets den Gegner anfangen ließ, weil es einfach keinen Grund gab, selbst anzufangen.

Dann brach ich den letzten Widerstand auf der linken Flanke. Ich machte konstant 6 Schaden an den Man-at-Arms durch den Wald und tötete die kleinen HHKs. Kilian entledigte sich meines Screens aus Hunting Packs, und seine HHKs gingen mit einem Move Charge auf den ersten Apex, während der zweite durch einen fehlgeschlagenen Charge gebrochen war. Das musste er machen, weil von der linken Seite eine Einheit Slinger und Veterans begann, sein Backfield aufzuräumen. Ich konnte ihn nun von beiden Seiten in die Zange nehmen. Der Apex blieb wie erwartet stehen und überlebte den Clash in der Folgerunde, was das Spiel schließlich entschied.

Alles in allem war es taktisch als auch mental eine echte Herausforderung der knappste Sieg den ich an diesem Wochenende errang.


Spiel 3 gegen Guillaume "BillyZeKid" Verdier (City States, Frankreich NTR 2)

Gilli ist der Organisator des ITC und hatte im Winter ein größeres Turnier mit Spire gewonnen. Zum Glück hatte er meine Hassfraktion nicht dabei und stattdessen City States. Die Liste finde ich an sich ziemlich solide: 12 Karten plus Strategic Deck, potenziell fünf Karten in Runde 1. Eine Kombination aus doppelter Agema, Sacred Band für Heilung und Chariots erzeugt viel Druck und ist recht schnell. Besonders die Loose Formation der Selinoi ist für mich als Hundred Kingdoms-Spielerin immer ein echtes Problem. Aber heute war ich nicht mit 100K unterwegs. Ich hatte Dinos  dabei. 14 Karten, fünf sichere Karten in Runde 1, und Slinger, denen Loose Formation herzlich egal ist. Mit Hundred Kingdoms hätte ich vermutlich ziemlich gelitten, aber mit meiner Liste fühlte ich mich klar im Vorteil. Ich hatte in den letzten Wochen viel gegen City States getestet und wusste: Wenn ich rankomme, platzt alles. Zugegeben, das galt auch für meine eigenen Truppen, aber wir spielten Divide and Conquer. Das bedeutet, alles muss in die Mitte. Und wer dort steht, wird vom Druck der Beschussregimenter zerflückt. Das die Wadrhun alle 5 oder 6 Leben hatten half da natürlich auch noch mal doppelt. 

The City States [2000/2000]

== (Warlord) Aristarch [140]: Standard of Last Oration, Expert Scouts
 * Selinoi (3) [130]:
 * Selinoi (3) [130]:
 * War Chariots (Flogobollon//Skorpios) (2) [260]: Skorpios

== Polemarch [160]: Aristia, Blades of Eakides, Disorienting Strikes
 * Agema (5) [295]: Andromachos, Sacred Band Veterans
 * Agema (4) [245]: Andromachos, Sacred Band Veterans
 * Minotaur Haspists (3) [180]:
 * Sacred Band (3) [190]:

== Mechanist [90]: Hephaestian Alloys
 * Thorakites (4) [180]: Minotaur Thyrean Auxiliary

In Runde 1 kam bei Gilli nur eine Einheit Selinoi, bei mir kam alles. Ich stellte wie gewohnt mein Hunting Pack in die Mitte, Slinger jeweils auf die Flanken und ein Regiment in die Mitte. Seine Selinoi standen ebenfalls mittig und zu weit vorne.  In Runde 2 hatte ich dann das Vergnügen, sie zu erschießen, trotz ihrer Loose Formation. Dafür bekam ich in dieser Runde nur meine Pflichtauswahlen, also die beiden Veterans. Gilli brachte seine gewählten Agema mit Polemarchen, dazu die zweiten Selinoi mit Aristarch und die Kühe. Seine Streitwägen kamen mittig und links, der Rest wurde auf die rechte Flanke verschoben. Vermutlich, weil ich weiter breit aufstellte.

Runde 3 kam der Rest der Armeen, nur ein Apex fehlte bei mir noch. Der erste und später auch der zweite Apex landeten natürlich rechts. Aber richtig gekämpft wurde noch nicht. Wir standen uns gegenüber, schossen ein wenig, ich auf Kühe und Streitwägen, er auf mein Hunting Pack, das irgendwann auch fiel. Dann schoben sich seine Kühe in ein Regiment Slinger, was mich in eine gute Position brachte, um in der nächsten Runde mit meinem Hunting Pack die Flanke zu bedrohen. Dann trauten sich aber noch seine Agema mit Polemarch in die Zone und zeigten dem ersten Apex die Flanke. Dieser stand zwar im Wald, aber Gilli sah das Matchup so schlecht, dass er auf Iniative pokern wollte.


In Runde 4 zündete Gilli seine Supremacy, aber mein Apex durfte fairerweise anfangen. Zwei von fünf Stands Agema fraß er direkt. Die wollten aufgrund anderer Bedrohungen keinen Reform machen und verursachten kaum Schaden. Meine Slinger wurden, wie erwartet, von den Kühen überrannt und starben im Gegenzug durch das  Hunting Pack. Die Streitwägen versuchten, meine Veterans aus der Zone zu schießen, aber mit 6 Leben pro Stand waren sie einfach zu widerstandsfähig. Einer der vielen Punkte die aktuell bei Wadrhun meiner Meinung nach geändert werden sollten. Dann brachten die Selinoimeinen Apex auf 10 Leben. Ich ließ die kleinen Veterans die Agema auslöschen, kassierte dafür später den Gegenangriff der Thorakites, aber Dank des großen Lebenspolsters war mir das egal. Der zweite Apex kam mittlerweile auf dem Feld an und stellte sich in Charge – Reichweite und die verbliebenden Slinger drückten beide Streitwägen auf die Hälfte ihrer Leben. Die Attrition lief insgesamt sehr gut für mich. Ich hatte eigentlich erwartet, dass die Thorakites in den Apex gehen, aber stattdessen hatte Gilli die Sacred Band mit Move Charge in ihn geschickt. Vorallem weil das von seiner Aktivierungsreihenfolge nicht paßte. Damit setzte er wieder  auf die Initiative in der nächsten Runde.


Vater liebte mich also bekam ich die Initiative. Der Apex fraß zwei Stands der Sacred Band und überlebte auch den Rückschlag. Der zweite Apex ging in die Thorakites, die mit den Veterans kämpften, und auch diese wurden langsam zermürbt. Meine Veterans mit Cheifthain kamen endlich gegen die Streitwägen an, was das Ende für sie einläutete. Insgesamt nahm ich fast seine ganze Armee in dieser Runde vom Feld. Gilli hatte noch seine zweiten Agema, die versuchten, mich zu umkreisen und in die kleine Zone vorzurücken, aber es war zu spät. Ich hielt konstant zwei bis drei Zonen und hatte einen massiven Kartenvorteil.

Tag 1 war vorbei und ich war erschöpft, aber auch zufrieden mit meiner Leistung. Zwei Spiele auf Englisch und drei starke Gegner, das war definitiv kräftezerrend. Für den nächsten Tag hoffte ich auf einen etwas leichteren Gegner, aber im Bracket gab es niemanden mehr, der das versprach. Also gingen wir erstmal alle zusammen in ein gemütliches Gasthaus und genossen die süddeutsche Küche.




Spiel 4 gegen Maphi "Farnir" Werner (Wadrhun, NTR 7 Deutschland)

Maphi, der Sieger des letzten Wormser Turniers, scherzte, dass ich mir gestern beim Essen einen „einfacheren“ Gegner gewünscht hätte und nun habe ich ihn bekommen. Ein humorvoller Kommentar, der jedoch seine starke Selbstironie unterstrich, da er mit einer Liste antrat, die meiner sehr ähnlich war.

Double Time [2000/2000]
The W'adrhun

== Warlord Chieftain [100]: Conquest

* Veterans 4 [220]:
* Veterans 3 [170]:
* Braves 3 [130]:
* Slingers 3 [150]:

== Predator [100]: Death
* Braves 3 [130]:
* Slingers 3 [150]:

== Matriarch Queen [110]: Death, Apex Master

* Warbred 3 [180]:
* Warbred 3 [180]:
* Apex Predator 1 [190]:
* Apex Predator 1 [190]:

Das Szenario war Breakout, und das Gelände teilte unsere Aufstellungszonen. Dadurch wurde je eine  äußere Zone weniger attraktiv, was das Spiel bereits in der ersten Runde etwas prägte. Wir plauderten ein wenig, und während ich mit dem Mirror-Match gut vertraut war, hatte Maphi damit noch keine Erfahrung. In der ersten Runde stellte er seine Slingers sehr passiv auf, was mir die Möglichkeit gab, nach vorne zu rücken und meine Reinforcementline weit nach vorne zu schieben. So konnte ich bereits in der zweiten Runde die beiden äußeren Zonen punkten, was Maphi etwas überraschte. Er hatte das von der Seite kommende Spiel bisher als nicht besonders relevant eingeschätzt, und ich nahm mir die Zeit, ihm zu erklären, ab welcher Entfernung es meiner Meinung nach sinnvoll wäre, diese Strategie zu berücksichtigen. Gleichzeitig räumte ich den Missionsmarker aus dem Weg und behielt meine Position auf Abstand um quasi zwei Runden durchzupunkten bevor er damit anfing. Um das zu verhindern stellte Maphi auf der rechten Flanke mit doppel Warbread auf und blieb ebenfalls auf Abstand. Doch dann warf er, fast schon ein wenig todesmutig, seine ersten Veteranen mit Chiefthains in Reichweite von 18" zu meinen Slingers. Diese Gelegenheit nahm ich dankend an Erschoss einen und stellte ein Hunting Pack in Auto Charge für die nächste Runde.


Ich durfte als Erste agieren, und das Hunting Pack nahm Maphis Veteranen regelrecht auseinander und schickte sie von der Platte. Völlig aus der Fassung gebracht vom Verlust seines Ankers im Zentrum, schickte er mir die Warbreads mit Move Charge auf der rechten Seite in meine Veteranen. Die Hälfte dieser Warbreads fiel jedoch den Slingern zum Opfer. Ich stellte anschließend meinen ersten Apex hinter die Veteranen, um sie abzusichern, und versagte bei der Clash-Aktion, den letzten Warbread zu eliminieren. Das war ärgerlich, aber egal da ich die Zone verweigerte.   Auf der anderen Seite verursachte ich einige Schadenspunkte an seinen zweiten Veteranen, die jetzt das Zentrum decken sollten und seine Queen, die mit Heilung auf einem Apex reitend unterwegs war, marschierte auf der linken Flanke voran. In erster Linie um die Veterans zu heilen, aber insgesamt zu weit vorne. Sie bzw der dicke Dino stand genau in die Reichweite meiner Slinger für die nächste Runde. 


In der darauffolgenden Runde begann Maphi, und wir tauschten Veteranen gegen zwei Regimenter Warbread aus. Das war zwar in Ordnung, aber ich wusste, dass ich das noch besser hätte ausspielen können, aber ich wurde gierig und machte Fehler. Als die Slinger den Apex der Queen dann in einer Schussphase auf einen Leben reduzierten und die nächsten die Sache beendete hatte ich einen absurden Kartenteil. Damit konnte ich es wagen mich schließlich in die mittlere Zone mit den Veterans zu stellen, um Druck auf seine beiden Slinger-Regimenter auszuüben. Dadurch fühlte Maphi sich gezwungen, mir seine Braves entgegenzustellen. Stellte er sich dadurch so zu, dass meine Slinger auf seine schießen konnten und mit Fire and Advance immer außerhalb seiner Reichweite blieben. Wir spielten noch einen halben Zug, doch Maphi gab schließlich auf, als ihm klar wurde, dass er keine Punkte mehr machen konnte und ich seine Truppen vollständig auslöschte.

Somit war der Weg frei für das Finale, und da Nino den letzten Franzosen besiegt hatte, war klar, dass der Sieg definitiv für unseren Club enden würde.


Spiel 5 gegen Nino "Torsul" Beck (Old Dominion, NTR 2 Deutschland)

Liebe Leserinnen und Leser, der Moment auf den wir alle gewartet haben. Das große Finale in Winnende, und mein Gegner war kein Geringerer als der unvergleichliche, legendäre Mr. Bonegolem in Körperform und Geist: Nino Beck. Sieger des letzten Bedburger Turniers, ITC 2025 Champion und seit über 20 Jahren mein treuer Freund, was wohl am ehesten mit einem ausgeprägten Stockholm-Syndrom zu erklären ist.

Nino kennt meine Liste in- und auswendig. Wir spielen mehrere Partien im Monat, auch wenn seine aktuelle OD-Liste noch nicht gegen meine grüne Welle angetreten war. Gespielt wurde Head to Head und seine drei Lights mit Loose Formation waren für mich im Grunde zehn Punkte auf dem Silbertablett. Entweder stellte er sie so defensiv, dass sie nichts taten, oder ich räumte sie ab und bekam 10 Punkte. Selbst Nino schätzte das Matchup auf diesem Szenario als 65 zu 35 zu meinen Gunsten ein, solange ich meine Slinger nicht unnötig verliere. Das Problem mit den Slinger ist momentan groß, da sie Loose Formation Regimenter einfach in der Luft zerreißen mit effektiver Range und Torrential Fire auf 18“.  Hoffentlich wird das mit dem Update Ende des Monats angepasst.

Rheinhippoteetisch unter Tierschutz [1995/2000]
The Old Dominion

== Warlord Strategos [165]: Legio I 'Primigenia', Skofnung, Eternal Discipline
* Praetorian Guard 5 [260]: Standard Bearer
* Athanatoi 3 [170]:
* Athanatoi 3 [170]:

== Hierodeacon [90]:
* Buccephaloi 3 [220]:
* Buccephaloi 3 [220]:
* Cultists 3 [90]:
* Legionnaires 3 [115]: Standard Bearer, Optio

== Archimandrite [110]:
* Moroi 3 [180]:
* Cultists 3 [90]:
* Legionnaires 3 [115]: Standard Bearer, Optio

Das Spiel startete. Ich bekam alle meine Lights bis auf die dritte Slinger, Nino bekam alle seine. Ich ging direkt aggressiv nach vorne, trotz der Moroi, denn ich wollte die so früh wie möglich unter Druck setzen. Nino stellte seine Kultisten mit Loose Formation auf die rechte Seite zur großen Zone, während Moroi und die anderen Kultisten zentral platziert wurden. Er entschied sich also das ganze aggressiv zu spielen.

In Runde zwei gab es für beide Seiten je eine zusätzliche Auswahl. Nino kriegte doppel Athanatoi und Präts und ich doppel Veterans und Braves. Ich durfte anfangen. Meine Slinger schafften es nicht mehr als zwei Schaden auf die Moroi zu machen. Im Gegenzug wurde ein Hunting Pack fast komplett ausgelöscht, das andere räumte immerhin die Moroi ab. Ninos Archie versagte beim Versuch, das volle Hunting Pack zu verwunden, und so entschieden sich seine Kultisten dazu, das schwer angeschlagene Pack für Punkte vom Tisch zu nehmen. Die anderen Kultisten rückten mutig vor, damit der Hiero zaubern konnte, doch meine Slinger waren schneller. Sie erschossen fast das ganze Regiment und zogen sich zurück. Nino blieb damit ohne Ziel. Der Rest der Runde war einfaches aufmarschieren. Meine beiden Veterans Regimenter kamen auf der Seite der großen Zone, Nino stellte seine Prätorianer direkt gegenüber. Zwei Regimenter Athanatoi erschienen in der Mitte und bewegten sich Richtung meiner kleinen Zone, wo bereits Braves warteten.



In Runde drei durfte ich beginnen. Mein Hunting Pack erschlug die Kultisten des Archimandrites. Die anderen versuchten sich zurückzuziehen, aber durch Conquest konnten meine Slinger sie noch einholen. Der Punktestand war 10 zu 2. Ich würde vermutlich das Hunting Pack in der Mitte an die Athanatoi verlieren, aber Nino konnte schlichtweg nicht genug Stands in die Zone bringen, um zwei Braves mit Charakter zu übertreffen. Wir handelten den Rest der Runde zügig ab. Die kleinen Dinos starben, aber mittig kamen die Kühe und meine beiden Apexe auf das Feld um den Tanz später fortzuführen. Da es für Nino nicht gut lief, entschloss er sich zu einem Doppel-Move mit den Athanatoi, um einen Reinforcementwurf in der nächsten Runde zu erzwingen und mir vielleicht eine Slinger-Einheit zu nehmen. Da er den Bonus hatte war die Idee gut, aber ich begann erneut wie auch in den folgenden Runden. Meine Slinger löschten die erste Einheit Athanatoi, und der Apex fraß fast das zweite Regiment alleine auf. Die Kühe griffen meinen Apex an, schafften es aber nicht, ihn im Clash zu töten. Im Gegenzug ging der zweite Apex direkt in ihre Reihen und erschlug zwei Kühe. Und war beiden klar, dass das Spiel an dieser Stelle gelaufen war, da ich noch drei Regimenter Slinger hatte, die einfach überall einen Berg an Treffern verursachen werden. Trotzdem spielten wir weiter und wie erwartet brach die Flanke unter der Wucht zusammen.

Es regnete Schaden aus allen Richtungen. Die Prätorianer hielten sich noch am längsten und beide Veterans Regimenter fielen ihnen zum Opfer. Das kostet sie selbst auch zwei oder drei Stands, aber als mein Chiefthain zu einem Duell gezwungen wurde, erschlugen sich beide Generäle gegenseitig. Damit verschwand auch der RR6 Buff der Prätorianer und mit Braves auf der einen Seite und einem Apex in ihrer Flanke wurden sie schließlich komplett vom Feld geräumt.


Damit gewann ich das zweite deutsche Zweitagesturnier. Nino sicherte sich den zweiten Platz. Gilli wurde Dritter, Kilian Vierter und auf Platz fünf landete Gregor mit seinen Sorcerer Kings.

Nino und ich waren mit dem Ergebnis rundum zufrieden. Nicht nur, dass wir ein taktisch starkes und faires Finale gespielt haben. Es war auch das erste Mal, dass die Franzosen bei einem Turnier in Deutschland, an dem sie teilnahmen, nicht den Sieg davontrugen. Dass unser Club sowohl Platz eins als auch zwei belegte, rundete das Ganze perfekt ab.