Posts mit dem Label Sorcerer Kings werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sorcerer Kings werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 7. März 2026

Berichte zur ITC 2026 in Frankreich

Moin zusammen,

am 21. Februar fand erneut die ITC in Frankreich statt, und als Titelverteidiger machten wir uns wieder auf die lange Fahrt Richtung Paris. Gespielt wurde erneut in einer hellen, großzügigen Gemeindehalle in Bezons. Dieses Mal waren deutlich mehr Teams vor Ort, aber theoretisch hätten auch noch 10 weitere Teams reingepßt.

Bevor wir die Halle aber besichtigen durften, waren wir erst Mal 10 im Auto und im Hotel an und trafen dort gleich die Spanier um Vincent (Lord Kragan). Das freute mich sehr, da wir beim letzten Mal gemeinsam gespielt und die Abende verbracht hatten. Zusammen mit den Spaniern packten wir also noch die anderen beiden deutschen Teams ein und gingen zum Italiener. Gestärkt und motiviert ging es dann zum Veranstaltungsort wo man ein bisschen Bier bereitgestellt hatte und uns als, Siegern des Vorjahres, schicke Schürzen mit Targetsymbol überreicht wurden.

Die Stimmung war gut und ich freute mich sehr viele bekannte Gesichter zu treffen und auch neue kennenzulernen. Zum Beispiel die Slowenen, mit denen wir später noch in der Bar zusammensaßen und wo mehrere 2,5 Liter Biertower bestellt wurden. Nun, es war eine Abend mit Spaß, Bier und Gesprächen in lockerer Atmosphäre. Ein paar der Bilder sind sogar für den Blog geeignet:


Unsere Planung für das Turnier & unsere Listen

Da es ein Teamturnier ist, haben wir uns im Vorfeld viele Gedanken zu den Listen gemacht. Während Nino sehr schnell auf Xhiliarch mit Theokrator gesetzt hat, haben Tjade und ich etwas länger überlegt. Für Tjade fiel die Entscheidung, als der Dweghom Sorcerer Warlord mit Spire Rework die Möglichkeit bekam, über Automata zu zaubern, das war genau ihr Punkt, sich für diese Liste zu entscheiden.

Ich selbst wollte zunächst W'adrhŭn Speaker spielen, aber nach dutzenden Testspielen störten mich die Missmatches zunehmend. Die theoretischen Möglichkeiten, die Dweghom aktuell bietet, empfand ich als unangenehm, besonders weil ich mit einem massiven Dweghom-Aufgebot rechnete. Sorcerer Kings Chandavats hingegen funktionieren sehr gut gegen Dweghom, diese Einschätzung hatten wohl auch viele andere, denn insgesamt waren sieben Spieler mit Sorcerer Kings und 20 Vögeln unterwegs. Die Tische sahen an beiden Tagen in der Halle fast aus wie eine Szene aus Hitchcocks „Die Vögel“.

Armeeliste von Nino

Kalliarch & Thomas The Tank [2000/2000]
 
== (Warlord) Xhiliarch [145]: Sanctified Labaron, Aventine Armor
* Varangian Guard (5) [310]:
* Centaur Prodromoi (3) [150]:
* Athanatoi (3) [170]:
* Athanatoi (3) [170]:
 
== Theokrator [280]:
* Legionnaires (3) [100]:
 
== Archimandrite [110]:
* Legionnaires (3) [115]: Optio
* Cultists (3) [90]
* Moroi (3) [180]
* Moroi (3) [180]

Einer der gängigen Old Dominion-Builds in Deutschland. Quasi keine Missmatches, stark im Szenario und sehr stabil.

Armeeliste von Tjade aka Uziel 

Dweghom Caster [2000/2000]
 
== (Warlord) Tempered Sorcerer [110]: Fire School
* Inferno Automata (3) [170]:
* Fireforged (3) [160]:
* Stoneforged (1) [230]:
 
== Tempered Sorcerer [140]: Fire School, Relentless March
* Inferno Automata (3) [170]:
* Hold Warriors (3) [150]: Mnemancer's Apprentice
 
== Lost Ancestor [130]: Champion's Horns, Fire School, Bloody-Minded Focus
* Fireforged (3) [160]:
* Fireforged (3) [160]:
* Steelforged (3) [210]:
* Steelforged (3) [210]:

Der klassische D4-Spam mit dem Sorcerer Warlord. Nicht ganz so stabil wie Doppel-Stoneforged mit Steelshaper, aber mit dem Potenzial, Runde 2 zu einem Co-roscation über den ganzen Tisch zu machen.

Meine Armeeliste

Wind of Tzeentch [2000/2000]

== Maharajah [135]: Court of Earth, Favored of Hormus
 * Mahut (1) [240]: 
 * Ghols (3) [110]: Court of Air

== (Warlord) Maharajah [135]: Court of Air, Court of Water, Bound to the Elements
 * Steelheart Djinn (5) [290]: 
 * Trinavarta Chandavat (1) [240]: 
 * Steelheart Djinn (3) [170]: 
 * Trinavarta Chandavat (1) [240]: 

== Sorcerer [90]: Court of Air
 * Ghols (3) [110]: Court of Air
 * Trinavarta Chandavat (1) [240]: 

Die meisten Sorcerer Kings Spieler hatten Doppel-Dhanur dabei. Ich habe mich bewusst für die 11-Karten-Variante von Emanuel ohne Dhanur entschieden. Die Liste hat zwei sehr schlechte Matchups und eine etwas problematische Reinforcement-Kurve durch die wenigen Karten, ist dafür aber eine der stabilsten im Spiel. Sauber runtergespielt gewinnt man jede Attrition, die nicht gegen Yoroni oder extrem frühe Rushes antritt. Letzteres ist im aktuellen Meta quasi gar nicht mehr vorhanden und gegen Yoroni müsste man sich ohnehin arrangieren.

Warum ist der Haufen so stabil? Die Vögel sind quasi immun gegen Magie und Beschuss und können beides sogar im Nahkampf sehr gut abwehren. Dort sind sie der einzige Punkt, an dem sie ernsthaft gefährdet sind, aber selbst hier sind sie dank ihres Profils extrem zäh. Legt man zusätzlich einen Wassermarker vor sie, erhalten Gegner minus eins auf Treffer und die Vögel überleben problemlos. Man kannt den Wassermarker sogar vor Mahut mit Dread legen, der dadurch quasi unantastbar wird. Insgesamt gehört dies zu den vier unangenehmsten Builds, die man aktuell stellen kann und bringt mir wenig Spaß zu spielen. Auf einem Teamturnier generiert die Liste aber wenig Missmatches und ist strategisch sehr wertvoll, auch wenn man dabei keine neuen Freunde gewinnt.


Spiel 1: Ludocaine auf Divide and Conquer

Im ersten Spiel trafen wir auf ein französisches Team und das in Frankreich, wie ungewöhnlich.

Die Listen unserer ersten Mitspieler waren: Nords Riesenspam, Old Dominion Archi Warlord mit Theokrator und Dweghom Sorcerer Warlord mit drei Automata und Doppel-Hellbringer.

Meine Teamkameraden schauten sehr unglücklich auf die Dweghom. Außer mir wollte dagegen niemand spielen. Die Liste würde vermutlich im Mirror genauso bestehen wie gegen das Old Dominion, aber wir konnten die Einzelmatchups nicht direkt aussuchen. Stattdessen mussten wir einen Spieler setzen, auf den unsere Gegner dann jemanden gegensetzten, und wir machten dasselbe. Dadurch blieben am Ende zwei Spieler übrig, die gegeneinander spielten.

Zuerst legten wir die Dweghom und Team Ludocaine die Nords. Perfekt, so konnte Nino in das Nords-Matchup gehen, und Tjade würde vermutlich das Mirror bekommen. Ludocaine entschied sich allerdings, Tjade das Old Dominion zu geben, weshalb ich Nyckeau mit seinen Dweghom bekam.

Nyckeau - ITC Dweghom [2000/2000]
 
== Tempered Steelshaper [150]: Gifted in Fire, Ferric Throne
* Inferno Automata (3) [170]:
* Inferno Automata (3) [170]:
* Stoneforged (1) [230]:
* Steelforged (3) [210]:
 
== Tempered Sorcerer [110]: Fire School
* Hellbringer Drake (1) [180]:
* Inferno Automata (3) [170]:
* Fireforged (3) [160]:
 
==  (Warlord) Tempered Sorcerer [110]: Fire School
* Hellbringer Drake (1) [180]:
* Fireforged (3) [160]:

Mein Mitspieler Nyckeau sprach sogar Deutsch, was für mich, der sich in einem eher fragwürdigen Zustand befand, sehr praktisch war. Als ich mir seine Liste genauer ansah, erkannte ich sofort den Grund, warum ich nicht mit Speaker W'adrhŭn zum Turnier gekommen war. Drei Automata, die als Arc Nodes verwendet werden konnten und von denen aus die Dweghom-Magier zaubern konnten, machten die Liste schon sehr unangenehm. Dazu kamen Doppel-Hellbringer und Fireforged.

Die Liste war sehr gut darin, Druck über Reichweite mit Magie und Beschuss aufzubauen, und ich war sehr gut darin, das einfach stoisch zu ignorieren. Nyckeau war im perfekten Missmatch gelandet, und die Wahrscheinlichkeit, dass er mir alle drei Vögel tötete, ging gegen null. Das wusste er auch.

Wichtig war, dass ich in den ersten Runden nicht zu weit nach vorne ging. Deshalb blieb ich mit den Ghols zurück und versuchte, dass er sich überstreckte, am besten direkt in die Chandavats. Als ich ihm dann einen der Vögel entgegenstellte, versuchte er sofort einen Charge, scheiterte aber. Ein anderes Regiment ging mit Move Charge auf den Vogel, und die Sorcerer mit Ghols töteten zwei der Automata. Die anderen Automata griffen meine fünf Windmädchen an und starben am Maharajah und dem zweiten Vogel, der ins Spiel kam.

Durch die Lightning Bolts war es mehr als nur unangenehm, an den Vögeln zu stehen. In der dritten Runde hatte ich fast alles außer einem Windmädchen unter Kontrolle, und Nyckeau hatte einen Hellbringer verloren. Ich legte einen Wassermarker in die rechte Zone, wodurch Nyckeau mit seinem Warlord nicht ins Wasser und somit nicht in die Zone gehen konnte. Er positionierte sich in der linken Zone mit dem anderen Magier, was später dazu führte, dass ein Vogel zusammen mit dem Block Windmädchen diesen tötete und ich die Führung übernahm.

In den Folgerunden zerstörte mein Block alles auf der linken Flanke und zog später an Nyckeaus Kante, um einen Hellbringer von hinten aufzuräumen. Bei den Sorcerer Kings gibt es einen Zauber, mit dem man weiterhin einen Reform durchführen kann, wodurch der Charge eines so großen Blocks deutlich erweitert wird. Das wurde sogar von Para Bellum auf dem Turnier mit Stirnrunzeln zur Kenntnis genommen.

Auf der anderen Flanke standen sich mittlerweile Mahut und der Stoneforge gegenüber, während weitere Windmädchen auf die Flanke vorrückten. Wir punkteten beide, und eine Runde später griffen ein Vogel, Mahut und die Windmädchen die Zone an, zusammen mit dem Stoneforge und dem letzten Hellbringer. 

Es dauerte einige Züge, ich verlor einen Vogel und musste einen weiteren nachziehen, aber letzten Endes obsiegte ich dank Wassermarker und Dread im großen Gemetzel. Mahut verschlang dabei einen Stoneforge als erste Leistung auf dem Turnier. Nachdem das Mahut mir Anfang 2025 in Lübeck nur Schande gebracht hatte versuchte es seit dem letzten Lübecker Turnier mit aller Gewalt sein Fehlverhalten wieder gut zu machen. Und Gewalt war hier das Stichwort. Es metzelte sich mittlerweile wie ein Berserker durch meine Feinde und schrie nach Blut und Gewalt. Was auch relativ einfach ist, wenn der Gegner mit dem man im Nahkampf ist minus 2 zum treffen bekommt. 

Ich gewann erwartungsgemäß 70:5 und auch Nino und Tjade konnten ihre Spiele für uns entscheiden wodurch wir einen deutlich besseren und entspannteren Start in das Turnier hatten wie 2025.


Spiel 2: Equipo Ebro auf Bulwark

Spiel Nummer zwei ging gegen einen der Favoriten, die Spanier um Vincent. Sie hatten ebenfalls Dweghom und Sorcerer Kings dabei. Wir setzten zunächst Tjade, während Team Ebro ebenfalls die Dweghom legte. Eigentlich wollten wir mich gegen die Dweghom spielen lassen, aber wir wollten auf keinen Fall Nino in Sorcerer Kings paaren. Deshalb bekam er schließlich die Dweghom und ich stellte mich innerlich schon auf das erste Mirror ein.

Stattdessen durfte ich wieder gegen Vincent spielen, was mich sehr freute. Bulwark war nicht optimal für die Liste, aber ich hatte dieses Szenario einige Male geübt und wusste, dass die Nords nicht genug vorpunkten können. In der Attrition würde ich vermutlich in Runde sechs seine Armee vom Tisch nehmen und noch gewinnen, wenn ich beide Zonen hielt. Wenn ihn etwas am punkten hindert könnte wäre das natürlich besser. 

Hinzu kam, dass wieder ein Wassergeländestück exakt in der Mitte des Tisches lag. Das war für die Liste im Grunde noch einmal ein zusätzlicher Powerboost von etwa zehn Prozent. Ehrlich gesagt würde ich mich nur mit einem Xhiliarchen oder drei bis vier Yoroni-Spinnen am Tisch noch mehr schämen als mit den drei Chandavats. 

Lord Kragan/Vicent Bonet YBDC8 [1995/2000]

== Blooded [130]: Coils of the Serpent
* Stalkers (3) [130]:
* Stalkers (3) [130]:
* Trolls (5) [300]:
== Vargyr Lord [140]: Figurehead of the Naglfar
* Goltr Beastpack (3) [160]:
* Goltr Beastpack (3) [160]:
* Fenr Beastpack (3) [140]:
* Fenr Beastpack (3) [140]:
== Jarl [125]: Ty Jokull, the Rimeheart
* Ulfhednar (3) [200]: Savage
* Sea Jotnar (1) [240]:

Vincents Liste würfelte praktisch gar nicht für Reinforcements, was mir ehrlich gesagt unangenehm war. Deshalb blieb ich zunächst eher defensiv und wollte abwarten. Etwas was ich konnte, aber nicht mochte. Zuerst hatten wir beide unsere beiden Light-Regimenter auf dem Feld. Ich stellte meine mittig auf, während er ein Regiment Stalker links und eines ebenfalls mittig platzierte.

In der nächsten Runde bekam ich einen Vogel und beide Windmädchen. Das war gut, aber noch nichts, womit ich gegen seine Übermacht wirklich angeben konnte. Für den Deckbau spielte es damit kaum eine Rolle, aber immerhin reichte es, um beide Rituale fertigzustellen.

In Runde drei bekam ich dann alles. Das war natürlich hervorragend. Noch besser war, dass ich eine Karte mehr hatte und Vincent anfangen musste. Zuerst ging das mittlere Objektiv an ihn, während das linke etwas Schaden nahm. Ich brachte mein Mahut rechts aufs Feld und versuchte, geduldig zu bleiben und den Schweinen im Wasser ein wenig Schaden mit der Sorcerer zu machen wodurch ein Schwein starb.

Dann bewegten sich die linken Goltr auf neun Zoll an den linken Chandavat heran. Ich überlegte kurz, wie ich darauf reagieren sollte, vor allem weil ich als Nächstes einen der Chandavats aktivieren durfte. Schließlich entschied ich mich für den Charge, um die Fenr zu blockieren. Danach kam noch ein Zauber, aber die Schweine nahmen lediglich zwei Schaden.

Die Fenr, die eigentlich den Marker chargen wollten, konnten das nun nicht mehr tun, weil die Schweine im Weg standen und gebunden waren. Also wurden sie umständlich gedreht und irgendwie in die Zone gestellt, während ich davor einen Wassermarker platzierte. Danach kam Spiteful Winds auf die Goltr am Chandavat und das erste Schwein ging nach Hause. Kurz darauf kam der zweite Vogel über die Kante und zauberte ebenfalls auf die Schweine, wodurch auch das zweite nach Hause ging und die Einheit gebrochen wurde. Anders gesagt war damit klar, dass der Chandavat im Kontakt definitiv überleben würde.

Das motivierte mich genug, um einen riskanten Reform Charge gegen die Trolle mit den Steelheart zu versuchen. Das war nicht sehr klugt, aber ich sah die Chance, das Spiel nicht in eine lange Attrition laufen zu lassen. Die Windmädchen nahmen drei Stands Trolle heraus, öffneten damit allerdings ihre Flanke für Fenr und Stalker. Durch das Wasser war ich aber zuversichtlich, dass ich das aushalten würde. Vincent punktete allein in der rechten Zone und wir gingen in Runde vier.

Ich durfte anfangen und tötete die Trolle sowie einen Fenr. Im Gegenschlag verloren die Windmädchen einen Stand. Dadurch hatten die Stalker Platz, ohne ins Wasser chargen zu müssen, und erschlugen mein Regiment leider über zwei Runden. Das war ärgerlich, aber die beiden Chandavats dominierten inzwischen die Flanke. Zusammen mit Spiteful Winds töteten sie der Reihe nach Vincents Regimenter und sicherten mir schließlich die Zone.

Auf der anderen Seite sah es etwas weniger schön aus. Dort starben meine zweiten Windmädchen zunächst an den Ulfhednar. 

Als dann auch noch das Mahut mit Impacts und Trample nur einen einzigen Schaden am Objektiv machte, war ich leicht verstimmt. Das graue Rüsselvieh wollte offenbar Absolution, aber so würde ich sie ihm definitiv nicht erteilen. Also schickte ich noch einen Chandavat in die Zone, direkt in den Nahkampf mit dem Sea Jotnar.

In Runde sechs begann Vincent. Der Sea Jotnar prügelte auf den Chandavat ein, der dank Loose Formation überlebte. Danach kam Spiteful Winds und anschließend der Chandavat mit drei Aktionen, was ausreichte, um den Sea Jotnar zu töten. Vincent versuchte noch, mit den Ulfhednar das Mahut zu erledigen, aber das stand einfach dort, fraß den Marker und verschlang langsam die Ulfhednar.

Ich gewann das Spiel mit 40 zu 11. Auch Nino siegte gegen die Dweghom, indem seine Moroi ein paar Zwerge zwischen zwei Häusern einschlossen. Tjade hingegen verlor erwartungsgemäß das Missmatch gegen die Sorcerer Kings. Aber das war ein Teamturnier und das das Ziel nicht, dass jeder sein Spiel gewinnt, sondern dass das Team am mehr Siege holt als das gegnerische Team. Das bedeutet beim Pairing auch, dass jemand für das Team ein eher unangenehmes Matchup nehmen muss, damit die anderen beiden dafür bessere Spiele bekommen. Kurz gesagt: Einer isst den Salat, damit die anderen das Steak bekommen.


Spiel 3: Inglorious Basterds auf Head to Head

In Spiel drei erwarteten uns die nächsten Favoriten mit Gwen, Kilian und Baldaxe. Letzteren kannte ich nicht, aber seine Sorcerer Kings Liste war meiner sehr ähnlich.

Wir entschieden uns, mich vorzupaaren, und Frankreich 1, wie wir sie intern getauft hatten, legte Gwen mit Old Dominion vor. Das verwirrte uns ungefähr so sehr wie sie, dass ich vorgepaart wurde. Nino hielt das OD-Mirror für machbar, und wir hofften, dass ich gegen Kilian spielen würde. Gwen erzählte mir später allerdings, dass er lieber Baldaxe in mich opferte, da er sich sicher war, dass Kilian blutige Rache an Tjade für das letzte Jahr üben würde und selbst auch das OD Mirror für machbar hielt.

[ITC] Parisian Pigeons [2000/2000]

== Warlord Maharajah [120]: Wizard (8), Court of Air, Court of Water
* Ghols (3) [110]: Court of Air
* Ghols (3) [110]: Court of Water
* Dhanur Disciples (3) [140]:
* Mahabharati Initiates (3) [160]:
* Trinavarta Chandavat (1) [240]:
== Raj [130]: Prijm Khanjar, Court of Air
* Steelheart Djinn (3) [170]:
* Ghols (3) [110]: Court of Air
* Trinavarta Chandavat (1) [240]:
== Sorcerer [90]: Wizard (7), Court of Air
* Dhanur Disciples (3) [140]:
* Trinavarta Chandavat (1) [240]:

Ähnliche Liste wie meine, nur ohne Mahut, dafür mit zwei zusätzlichen Karten und damit zwei aktiven Regimentern mehr als ich. Die Chandavats waren im Mirror schwer zu töten, konnten selbst aber kaum Schaden anrichten. Das bereitete mir etwas Sorge, besonders für meinen Mahut. Ich hatte gegen eine ähnliche Liste getestet und wusste genau, was die Dhanur zusammen mit zwei Vögeln und meinem Mahut anrichten konnten. Gleichzeitig verfügte ich aber über meinen dicken Block, der gut aufräumen konnte und wir spielten Head to Head. Also kein aufteilen und mehr Karten bedeuteten mehr Punkte für den Gegner.Trotzdem war ich verhalten, weil ich Bladaxe nicht kannte und er im Team von Kilian und Gwen war und daher vermutlich recht gut. 

In den ersten beiden Runden achteten wir darauf, dass unsere Regimenter nicht zu nah beieinander standen. Bladaxe spielte sehr präzise, damit ich Spiteful Winds kaum effektiv einsetzen konnte. Ich wollte die große Zone überladen und schob zwei Chandavats direkt dorthin, wohlwissend, dass mein Mahut bzw der Maharajah einen meiner Vögel wieder heilen könnte.

Dass Bladaxe da zuerst die Dhanur wählte, freute mich sehr. Ich mag Dhanur nicht gerne und stehe damit meist alleine und möchte gerne erklären warum das so ist. Normalerweise will man die früh haben, damit sie arbeiten, doch als erste Auswahl der Runde gibt es oft attraktivere Optionen, wie die Chandavats. Vorallem weil die in Zonen laufen können und die Dhanur nicht und von da gut weiter Druck aufbauen. Kommen die Dhanur aber nicht früh, sind sie meiste etwas obsolet. Während z.B. Windmädchen mit Hellebarden auch in Runde vier noch stark sind, gerade wenn sie von der Flanke kommen und direkt in autocharge zum Gegner stehen. Bei Dhanur sehe ich eher eine Unterstützungsrolle.

In Runde drei hatten wir beide Glück und bekamen praktisch den gesamten Rest. Beim Deckbau hatte ich beschlossen, früh aggressiv die Ghols anzugreifen. Spiteful Winds war zwar ärgerlich, aber dagegen konnte ich mich sowieso nicht verteidigen. Vorallem hoffte ich, dass er lieber seinen Kartenvorteil aussitzen würde und dann nicht konstruktiv zurückschlagen konnte. Meine Magier gingen nach vorne und zauberten auf die Ghols. Auch die Chandavats halfen erfolgreich, Ghols und Mahabharati Initiates auszudünnen und im Gegenschlag passierte fast nichts, wobei er einen Magier nicht rechtzeit in 10" stellte um mir meinen Plan mit Interference etwas zu versalzen 
Dann kam das Mahut links auf das Schlachtfeld um ein paar Wunden zu heilen und ab nächster Runde die Zone für hoffentlich drei Runden oder mehr zu halten. In dieser Runde oblag die Aufgabe noch den Chandavats. 

In der Folgerunde durfte ich wegen weniger Karten anfangen und eliminierte weitere Ghols. Auf der linken Flanke standen nun zwei Chandavats, die Mahabharati Initiates und ein Regiment Dhanur gegen meinen drei Chandavats und dem Mahut gegenüber. Ich schickte einen Chandavat über das Haus, um das Backfield abzuräumen, eigentlich kaum nötig, denn das Mahut schien die Lektion aus dem letzten Spiel über Schande, Pflicht und Wiedergutmachung verinnerlicht zu haben. Runde für Runde fegte er durch die Vögel, unterstützt zwar durch ein paar Ghols und zwei Vögel, doch jeder Todesstoß  kam von ihm. Stolz präsentierte mir das Mahut die Schädel und Flügel von zwei erschlagenen Chandavats. Zwar hatte ich be dem ganzen Gemetzel auch einen Vogel verloren, aber die gesamte Flanke im Gegenzug ausgelöscht. 

 
Auf der rechten Seite und im Zentrum jagte hingegen sein dritter Chandavat meine Sorcerer zusammen mit Ghols. Die wehrten sich minimal und starben dann erwartungsgemäß zeitig. Mein großer Block Windmädchen hingegen verhielt sich passiv und bewegte sich regelmäßig aus dem Wassermarker heraus, der langsam nachrückte. Bei ihm lief es ähnlich, nur dass er dort eine MSU Windmädchen-Einheit mit Raj und Dhanur plus Sorcerer hatte. Ich stellte meine MSU Windmädchen ebenfalls auf die rechte Flanje und wollte sie durch das Haus schicken. Da ich jedoch auf der linken Flanke obsiegte, machte er einen Move Charge in meinen Steelheart mit seinen, um die nächste Initiative zu erzwingen. 

Ich gewann die Initiative, eliminierte den Block und ging auf Jagd nach dem letzten Chandavat. Wie erwartet scheiterten die Mädchen aber an ihm. 


Das war aber egal, denn Sir Vogelschreckt persönlich war angerückt erledigte schließlich auch den dritten Vogel. Damit sicherte ich mir den Sonderpreis für das Töten von drei Vögeln und einen kleinen, süßen Pokal.

Meine Teamkameraden hatten weniger Glück. Tjade stellte sich selbst zu und wurde von Kilian besiegt. Nino spielte zu gierig, statt konservativ, und ein klassischer „das sieht sonst niemand“ Moment gegen einen erfahrenen Gegner wurde ihm zum Verhängnis. So verloren wir diese Runde mit 1:2.

Mit allen Turnierteilnehmern gingen wir anschließend zu einem Asiaten. Laut Guillaume hatte ich dort das französischste asiatische Gericht bestellt, das möglich war.



Spiel 4: Wahnzinn auf Foresight

Im letzten Spiel trafen wir auf ein anderes deutsches Team: Maphi, Felix und Carsten aus der Stuttgarter Ecke. Wir kannten uns gut, und hier im Blog gibt es bereits den einen oder anderen Spielbericht gegen sie. Mit Felix hatten sie zudem den wohl aktivsten süddeutschen Spieler dabei, der eine Ancestor Warlord Liste der Dweghom ins Feld führte. Mit genau dieser Liste hatte er zuvor Kremenceks Spire geschlagen. Das war für uns Grund genug, etwas vorsichtiger zu werden. Aber auch Maphis W’adrhun und Carstens City States waren alles andere als harmlos, und auf Foresight passieren bekanntlich gern einmal dumme Dinge.

Die Paarungen standen schnell fest. Tjade durfte mit Maphi tanzen, Nino bekam Felix, und ich hatte nach einer Ewigkeit mal wieder das Vergnügen, gegen Carsten zu spielen.

T2 [2000/2000]
== Polemarch [130]: Atalanta's Spear, Disorienting Strikes
* Thorakites (4) [195]: Minotaur Thyrean Auxiliary, Andromachos
== Aristarch [90]:
* Phalangites (5) [255]: Sacred Band Veterans Auxiliary, Dorilates
* Selinoi (3) [120]:
* Selinoi (3) [120]:
* War Chariots (2) [260]: Skorpios(2)
== (Warlord) Polemarch [165]: Army of Lions, Blades of Eakides, Inscription of Lighter Alloys
* Hoplites (5) [235]: Minotaur Haspist Auxiliary, Dorilates
* Minotaur Thyreans (3) [190]:
== Ipparchos [100]:
* Companion Cavalry (3) [140]:

Carsten meinte zu Beginn, dass er schon ewig nicht mehr gegen Sorcerer Kings gespielt hatte, praktisch seit dem letzten Nerf. Also gab ich ihm eine kurze Einweisung, was gleich passieren würde. Danach schaute er auf das Wasserfeld in der Mitte, wo zufällig auch die einzige Zone lag, in der man bei Foresight halbwegs entspannt punkten konnte. Wir stellten unsere Armeen auf, gingen in die Zonen und weil Foresight eben Foresight ist, stand es direkt 4:0 für mich. Carsten las daraufhin das Szenario noch einmal sehr aufmerksam und betrachtete dabei lange genau dieses Wasserfeld. 

In Runde drei standen dann endlich fast alle Einheiten auf dem Tisch. Ich bewegte mich kaum, während Carsten auf meiner rechten Seite vorsichtig aus der Zone zurückwich, weil er Angst hatte, mein Block könnte plötzlich reinspringen und Unsinn machen. Ich blieb entspannt stehen, wartete ab und tötete nebenbei zwei Ponys. Seine Thorakites sprangen derweil in meine Windmädchen, und mir war klar: Nächste Runde kommt die Polemarch Supremacy. 

Mit der Supremacy räumte er die Windmädchen weg und mein Mahut bekam direkt danach noch ein paar Reiter ins Gesicht, nahm das stoisch hin, heilte sich und schaute danach sehr zufrieden während es alle Reiter zerfleischte und auffrass. Die Ghols sprangen den Thorakites in den Rücken und insgesamt bewegten wir uns weiterhin erstaunlich wenig. 

Carsten bekam nun auch zum ersten Mal Punkte vom Szenarie und lobte mein taktisches Verständnis für das Szenario. Ich erklärte ihm ehrlich, dass ich das jede Runde auswürfle und einfach auf mein Glück vertraue. Die Mischung aus Entsetzen und Verwirrung in seinem Gesicht war großartig. Vom Nachbartisch meinte Nino, ich hätte mit ziemlicher Sicherheit einen Pakt mit irgendeinem alten Gott geschlossen und das sie dementsprechend nicht verwunderlich Als ich rüberschaute, sah ich allerdings einen fröhlichen Felix dessen Armee tief in Ninos Aufstellungszone stand und der auch noch sehr deutlich führte. Forsight halt.

Motiviert davon schickte Carsten meinem Mahut die Zweihandkühe ins Gesicht und ich schluckte. Der Elefant erinnerte sich offenbar an die Konsequenzen von Versagen, blieb stehen und fraß anschließend einfach alle Kühe auf. 21 Lebenspunkte plus Teneacois 1, weg. Danach blickte der Mahut hoffnungsvoll zu mir, aber Vergebung gab es noch nicht. Wenn auch eine grimmige Zufriedenheit von meiner Seite. Also fraß er in der nächsten Runde auch noch die Thorakites und bekam dafür ein liebevolles tätscheln.

Auf der anderen Flanke wurde ich dann kurz weniger schlau. Nachdem ein Chandavat und ein Spiteful Winds die letzten Selinoi beseitigt hatten, zog ich mich mit dem Chandavat so weit zurück, dass nichts mehr ihn chargen konnte. Also schob er die Phalangites nach vorne und gab mir die Option auf einen Charge Clash mit den fünf Windmädchen mit Maharajah, den ich natürlich gierig annahm. Irgendwie hatte die die Hopliten und das Mobility Draw Event aber vergessen und so tauschte ich die Hälfte meiner Windmädchen gegen die Hälfte der Phalangiten.

Immerhin wurden die restlichen Phalangiten noch von einem der Chandavats getötete und so war die letzte Schlacht nurnoch zwischen den Steelhart und en Hopliten, oder? 

Nein, den der Maharajah nahm selbstverständlich das Duell gegen den Polemarchen an und starb ehrenvoll. Anschließend machten Spiteful Winds und die Chandavats gehacktes aus den Hopliten und den letzten Streitwagen der da irgendwo noch rumkurvte.

Währenddessen hatte Nino sich irgendwie wieder ins Spiel geprügelt und Felix am Ende doch noch besiegt, vermutlich mit Hilfe der Xhiliarch-Supremacy. Tjade demonstrierte derweil, dass man mit zehn Würfeln auch einfach sehr viele Fünfen und Sechsen werfen kann, etwas, das bei ihm bei 40k nachweislich nicht gelingt. So spazierte Maphi ziemlich unbeeindruckt durch die Magie der Dweghom und Tjades Regimenter hatten eine eher unerfreuliche und ungesunde Begegnung mit zwei Cleave 3 Deadly Apexen. Nachdem der Sorcerer Warlord bzw die Würfel Tjade im dritten Turnier in Folge keinen Erfolg gebracht hatten, entscheid er sich neue Würfel zu kaufen. Am Ende stand es 2:1 für uns und der Rundensieg war geschafft. 

Am Finaltisch gewannen die Franzosen aus unserem dritten Spiel gegen ein spanisches Team und wurden ITC-Sieger. Mit 3:1 hatten wir die Chance auf das Treppchen und da unser SoS der höchste im Turnier war, landeten wir auf dem zweiten Platz.

Wir haben uns auch dieses Jahr wieder unglaublich willkommen gefühlt und kommen jedes Mal gerne nach Frankreich um unsere Freunde dort zu besuchen. Gerade die Schürzen fand ich sehr süß und wenn alles klappt, werden wir also sicher nicht das letzte Mal die zehn Stunden Autofahrt auf uns genommen haben.

Zum Schluss bleibt vor allem Danke zu sagen. An die Organisatoren für ein hervorragend organisiertes Event, an unsere Mitspieler für unterhaltsame Spiele und all die Leute auf dem Turnier, mit denen solche Wochenenden überhaupt erst zu dem werden, was sie sind. Genau diese Mischung aus guten Spielen, langen Gesprächen und gemeinsamen Abenden macht für mich den Reiz solcher Turniere aus.

Mittwoch, 10. Dezember 2025

Turnierbericht Sidequest#8: Flügel über Bremerhaven Spiel 1: Wadhrun gegen Sorcerer Kings

Übersicht:
Spiel 1
Spiel 2
Spiel 3


Moin zusammen,

Lasst mich euch eine Geschichte erzählen. Es begab sich zu jener Zeit, dass der Nikolaus das Land heimsuchte und die üblichen Streiter unserer Gefilde sich in Verpflichtungen verloren. Dennoch vernahm das ehrwürdige Sidequest zu Bremerhaven mit heller Freude, dass 16 tapfere Spieler den Weg zu den Spieltischen fanden.

Die Halle bebte, als die Wadrhûn-Schlachthörner im Wind erschallten, und die Augen der Krieger leuchteten heller, als die majestätischen veganen Fleischfresser auf dem Feld der Ehre erschienen. Doch das Herz des Turniers, das unbestrittene Juwel, war die schier unermessliche Schönheit der bemalten Armeen, gegen die ich gleich dreimal antreten durfte. Es macht einfach mehr Laune, gegen bemalte Armeen zu spielen, die nicht stumpf grau sind. Sogar die erste Weaver-Armee war fast vollständig bemalt.


Nachdem eure geliebte Königin Lübeck die Sorcerer Kings-Liste ihres Freundes Emanuel aus Italien gespielt hatte und das verräterische Mahut seine Schulden vom letzten Mal getilgt hatte, wagte sie sich in Bremerhaven an die W’adrhûn-Flugsaurier-Liste. Ein kleines Bild, um euch den majestätischen und furchteinflößenden Anblick näherzubringen: Emanuel liebt seine gefiederten Freunde, gleichgültig der Fraktion, und das spürt man auf dem Schlachtfeld. Diese Liste, geschätzt und kopiert von tapferen Kriegern aus Polen und Italien, wirkte nicht nur tödlich, sondern ließ die Augen jedes siebenjährigen Kindes glänzen wie die schimmernden Federn eines jungen Dinos.

Birds of Prey [2000/2000] – The W'adrhûn

  • (Warlord) Thunder Chieftain [150]: Conquest

    • Thunder Riders (3) [220]

    • Thunder Riders (3) [220]

    • Quatl (1) [180]

    • Quatl (1) [180]

  • Winglord Predator [220]: War

    • Hunting Pack (3) [120]

    • Apex Predator (1) [190]

  • Winglord Predator [220]: Death

    • Hunting Pack (3) [120]

    • Raptor Riders (3) [180]

Die Armee selbst wurde erst am Abend davor halb fertig bemalt und hatte nur ein kleines Testspiel gegen Timm gesehen. Daher wurde sie mehr oder weniger blind auf das Schlachtfeld geführt, blind, mit der Mahnung, nicht zu aggressiv zu spielen und den Feind solange zu provozieren, bis er einen Fehler machte. Das gelang nur gerade so und dementsprechend gering war die Erwartung an den Folgetag.


Neben einem großzügigen Preispool von Para Bellum und den „spendablen Gaben“, die die Königin, gleich einem modernen Robert Loxley aus den südlichen Gefilden, zusammenraffen konnte, durfte jeder tapfere Krieger sich eine Box oder gar eine Sonderfigur aussuchen. Ein kleiner Rest blieb noch übrig, der im Januar bei einem weiteren Turnier unter das bedürftige Volk gebracht werden soll.

Spiel 1 gegen die Sorcerer Kings von Dennis auf Bulwark

Jarl Dennis stellte sich tapfer und selbstbewusst der W’adrhûn Airforce Four, nachdem er sich entschieden hatte, den ungewaschenen Nordländern den Rücken zu kehren und die zivilisatorischen Errungenschaften der Sorcerer Kings wertzuschätzen. Da es im hohen Norden immer kalt ist, war es nicht weiter verwunderlich, dass er sich dem Court of Fire verschrieb und dies mit ganzer Seele tat. So wurde die Sorcerer als Warlord seiner Streitmacht auserkoren.

Sorcerer Kings Liste [1995/2000]

(Warlord) Sorcerer [115]: Shu’laat, Court of Fire, Bound to the Elements
Ghols (3) [110]
Ghols (3) [110]
Efreet Sword Dancers (3) [170]

Raj [135]: Prijm Khanjar, Court of Fire, Elemental Feedback
Rajakur (6) [240]
Efreet Sword Dancers (3) [170]
Efreet Flamecasters (3) [170]

Maharajah [135]: Court of Fire, Elemental Projection
Dhanur Disciples (3) [140]
Ghols (3) [110]
Efreet Flamecasters (3) [170]
Rakshasa Ravanar (1) [220]


Ohne die üblichen Steinewerfer und mit einer fraglichen Reinforcement-Kurve für Runde zwei fühlte sich die Königin alles andere als wohl. Als dann drei Ghols auf das Schlachtfeld marschierten und sie selbst nur zwei Regimenter aufstellen konnte, schwärmte ihr schon Böses. Die Ghols wurden breit aufgestellt, während die Raptoren und das erste Hunting Pack eher in der Mitte positioniert wurden. Wo sie genau gebraucht werden sollten, war noch nicht klar, nur dass sie viel Abstand zu den Magiern hielten, die zweimal zaubern konnten.


In der zweiten Runde erschienen ein Winglord und ein Quatl, während bei den Sorcerer Kings nur die Rajakur mit Raj auf dem Feld standen. Vier Karten zu fünf waren akzeptabel und beide Vögel zielten auf das zentrale Objektiv. Die Raptoren hielten sich auf Bedrohungsreichweite. Als Dennis die äußeren Ghols überraschend weit nach vorne schob, nutzte das Hunting Pack die Gelegenheit, eine Einheit Ghols elegant zu eliminieren.


Runde drei begann wie ein höfisches Festmahl: Beide Spieler erhielten alle Karten und nur je eine Medium-Karte wurde nicht erwürfelt. Die W’adrhûn entschieden, ein Quatl vorerst zurückzuhalten, während die Sorcerer Kings auf ein Regiment Flamecaster verzichteten. Eignetlich hatte das Überleben des Hunting Packs, das wie ein kostbares Juwel auf dem Schlachtfeld behandelt wurde Priorität. Allerdings gab es auf der linken Flanke die Option mit Raptoren eine beliebige Einheit Ghols zu neutralisieren und die Königin war gierig. Außerdem war die Wahrscheinlichkeit dass das Hunting Pack stirbt recht recht. 

Die Sorcerer Kings starteten. Raj mit Rajakur erschlug das Hunting Pack, was den freundlichen Raptoren die Gelegenheit gab, eine weitere Einheit Ghols aus der Realität zu bannen. Truppen marschierten auf das Feld. Rechts der Ravanar hinter den Rajaur, die ersten Sword Dancer und ein paar Bogenschützen. Links und in der Mitte wurden die Thunder Rider, Apex und ein weiterer Winglord aufgestellt. Dieser konnte direkt in die Zone fliegen, da die Reinforcement Line unglaublich weit vorne war und die Vögel mit Movement 9 frech schnell sind. Dem gegenüber positionierte Dennis Sword Dancer mit Sorcerer und beide Flamecaster. Daher war die ganze Sorcerer Kings Armee weit auseinander gezogen, was den W’adrhûn gefiel.

Zum Schluss entschied sich dann auf der linken Flanke der Winglord zu handeln. Er schoss das Objektiv nieder und chargte ungestört in die Rajakur, begleitet vom Quatl. Nicht optimal, aber beide Zonen und ein Marker waren gesichert, was einen guten Punktevorsprung brachte und vier Stands Rajakur wurden zur Vogelmahlzeit.




Runde vier brachte ein Problem. Wenn die Rajakur sterben, kann der große Ravanar einen der freundlichen Flugsaurier einfach eliminieren. Überleben die Rajakur, drohen mehrere Feuerzauber und Bogenschützen das gleiche zutun. Da jede Entscheidung dort zu Verlusten führen würde wurde wieder die linke Flanke fokusiert. Die Königin entschied, die Raptoren nach oben zu legen, um einen Autocharge gegen die Sword Dancer mit Sorcerer zu ermöglichen. Dennis erkannte die Bedrohung und legte seine Sword Dancer ebenfalls hoch.

Wie so oft triumphierte das Böse und bekam die Oberhand: Die Raptoren der Königin erledigten die Sword Dancer mit Sorcerer und sicherten die linke Flanke und überlebten später trotz zahlreicher Treffer der beiden Flamecaster. Rechts mussten die zweiten Sword Dancer einen Move-Charge auf das Hunting Pack ausführen, das knapp überlebte. Aber auf der rechten Flanke war das Problem weiterhin der Rest der Rajakur und der dahinter lauernde Ravanar. Der Winglord scheiterte, doch der Quatl bewältigte die Aufgabe. Kurz darauf wurde der Winglord von Bogenschützen erschossen aber der Quatl war zur Seite geschwebt und bot dem Ravanar einen ungünstigen Charge, den dieser dankend ablehnte und stattdessen in die Zone zog. Der letzte Quatl erschien über die Seite, drängte sich auf die Bogenschützen zu und bereitete sich auf die nächste Runde vor. Der Apex Predator sicherte den zentralen Marker und die Führung konnte weiter ausgebaut werden.


Runde 5 und die Königin blickte erfreut auf das Schlachtfeld. Flugsaurier standen überall bereit, um die Ordnung zu wahren. Rechts befanden sich die Thunder Rider in Move-Charge-Reichweite zu allem was in der Zone war, in der Mitte würde der Apex bald die Flamecaster beschäftigen und Probleme waren nirgendwo auszumachen. Damit dies so blieb und um unvorhergesehene Ereignisse zu kompensieren, wurden alle Flugsaurierkarten oben im Deck gelegt.

Doch Dennis durfte beginnen. Einige kleine Ghols, übersehen auf dem Schlachtfeld, attackierten den Quatl, der sich vor dem Ravanar in Sicherheit gebracht hatte. Der zweite Vogel erledigte die Bogenschützen und den Maharajah in einem einzigen, präzisen Volley-Charge-Clash und der daraus resultierende Kartenvorteil war leider noch immer nicht genug. Aber Dennis restliche Aktivierungen verliefen nicht wie geplant: Flamecaster versuchten verzweifelt, die gebundenen Quatls zu beseitigen und scheiterten, während der letzte Raptor gegrillt wurde. Außerdem entschieden sich die Thunder Rider für einen Move-Chargee gegen die Sword Dancer, die das überlebten, damit der Ravanar nur mit Reform-Charge an sie kommen könnte und die Zone eventuell umkämpft wurde. Das machte  die große böse Katze dann auch. Ein Clash war zwar ohne Sichtlinie nicht möglich, doch das Bild zeigt unmissverständlich, dass die armen, unschuldigen Wadrhun einen herben Rückschlag erlitten als die Katze sie ableckte!.Einer der Reiter fiel vor Schreck vom Rücken seines Dreihorns, und die Zone gehörte wieder den Sorcerer Kings.

In der Zwischenzeit beschloss der Apex Predator, die verbliebenen Ghols zu fressen, da der Quatl dies alleine nicht schaffte. Damit endete Runde fünf.



In Runde sechs zeigte sich endgültig, warum die Quatls im Punkteopreis gestiegen waren. Beide griffen den Ravanar von hinten und der Flanke an. Zwei Reform-Volley-Chargereichten aus, um die große böse Katze zu Fall zu bringen und das Spiel eindeutig für die Wadrhûn zu entscheiden.

An den anderen Tischen verloren leider die Weaver-Armeen, wodurch es sehr unwahrscheinlich wurde, eine von ihnen in Spiel zwei am Tisch wiederzusehen.

Doch genug der Geschichte für heute. Beim nächsten Mal werde ich berichten, wie die Vögel der Freiheit gegen Fürst Jerreks tapfere Menschen aus dem schönen Heidelberg versuchten, Freundschaft, Liebe und Harmonie in der Welt zu bewahren. Hier geht es weiter mit Spielbericht Nummer 2.

Freitag, 3. Oktober 2025

Spielberichte vom Battle for Zeist Tag 2 (Sorcerer Kings vs Spire & City States)

Übersicht:
Tag 1
Tag 2

Moin zusammen,

nachdem wir am Vorabend gemeinsam mit einigen der Jungs etwas essen waren, hier noch ein Bild von der lustigen Runde. Wie man sieht, ist das Bild von mir und wie alles andere verwackelt, und die Leute sind nur halb drauf. Daran erkennt man, dass es ein Hanna Original ist.


Spiel 3 – Melee gegen Guido mit Spire

Der zweite Turniertag begann wieder spät nach dem Frühstück. Ich wusste schon seit dem letzten Tag, dass ich in Spiel 1 gegen Quickitt alias Guido spielen würde. Normalerweise freue ich mich nie darauf, gegen Spire spielen zu müssen, aber Guido war schon beim Essen sympathisch, und seine Armee war vollständig bemalt. Es macht einfach mehr Spaß, gegen bemalte Armeen zu spielen, und seine war dazu noch recht hübsch anzusehen. 

Dazu kam: Ich traf ihn jetzt und nicht im vierten Spiel. Im vierten Spiel würde Maelstorm anstehen, und gegen ein gut gespieltes Directorat sehe ich mit einer langsamen Mono Fire Sorcerer Kings Liste keine Chance auf einen Sieg. Im Szenario Melee hingegen, da gab es etwas Hoffnung. 

The Spires [2000/2000]
The Directorate

== (Warlord) Biomancer [140]: Master of Flesh
 * Force-Grown Drones (6) [180]:  <-- Biomancer
 * Desolation Drones (3) [150]: 
 * Siegebreaker Behemoth (1) [210]: 

== Lineage Prideborne [150]: Neural Override, Attracting Pheromones
 * Centaur Avatara (3) [190]: <-- Prideborne
 * Centaur Avatara (3) [190]: 
 * Leonine Avatara (3) [180]: 

== Pheromancer [100]: Avatar Projection
 * Stryx (3) [120]: 
 * Brute Drones (4) [220]: 
 * Pteraphon Surveyor (1) [170]: 

Das sah aus wie Nicks Liste, nur mit Centauren. Ich mochte die Änderung auf dem Papier und konnte nicht umhin, an Nicki und Rotbärtchen zu denken, die vor ein paar Wochen meinen Vorschlag, eine Prideborne mit Flank in Centaur zu stecken, verworfen hatten. Guido hatte damit bisher viel Erfolg. Er spielte normalerweise zwei MSU FGD statt eines großen Blocks, aber bei zwei Killpointmissionen  wollte er lieber weniger Punkte abgeben, Außerdem waren die Leonine statt einer Abo als ein Experiment in der Liste, jetzt, wo vermeintlich weniger Tenacious-Regimenter auf der Platte sein würden.

Runde eins und wir begannen beide mit zwei Lights, was für mich soweit in Ordnung war – schließlich wollte ich sowieso maximal sechs Token. Mehr Ghols wären mir zwar lieber gewesen, um offensiv etwas zu spielen, aber die Würfel entschieden anders.

Sein Block FGD bewegte sich auf die rechte Flanke, die Stryx blieb mittig. Ich stellte dem die ersten Ghols mit Maharajah entgegen und ganz links die zweiten Ghols mit Raj.

Die Reinforcementswürfe waren erfreulich: Die Spire erhielten nur ihren Pteraphon, während ich die Ghols, Mahabharati, Sword Dancer mit Raj und zweimal Flamecaster bekam. Ärgerlicherweise konnte nur ein Regiment direkt in eine Zone gehen, aber ich rechnete ohnehin nicht damit, in Runde Zwei nicht in Rückstand zu geraten.

Mein Deck baute ich eher konservativ auf: Flamecaster ganz unten, darüber die Mahabharati, ganz oben die Ghols. Falls er mich angriff, wäre ich vorbereitet. Guidos Biomancer wünschte sich früh, dass die FGD punkten könnten, und bewegte sie schließlich in die rechte Zone. Dem stellte ich die Sword Dancer mit Raj entgegen.

Seine Stryx rutschten ein Stück zur Seite, der große Flattermann in die kleine Zone. Ich nutzte die Gelegenheit, mein Zentrum mit den Flamecastern und weiteren Ghols zu verstärken. Die Mahabharati liefen mit Vanguard zwei breit in die linke Zone und gingen leicht in Führung und ich durfte zwei Rituale in mein Deck legen. 


Bis auf ein Regiment Sword Dancer hatte ich in Runde Drei alle Karten, und bei den Spire fehlte nur ein Regiment Centaur. Da ich wenig Interesse daran hatte, in meinen Reihen marodierende Stryx zu empfangen, legte ich erneut Ghols und Flamecaster nach unten. Wie erwartet kam es zuerst zu Aliaktivierungen und dann stellten wir Regimenter auf die Platte. Links platzierte er die Brute Drones, an die kleine Zone die Leonine und neben den großen Flattermann, alias Pteraphon. Seine FGD rückten ein Stück zurück, weil er befürchtete, dass ich mit den Sword Dancern hinein springen könnte, und durch den Pteraphon kamen die Centaur mit Prideborne direkt in die rechte Zone. Dadurch sank mein Interesse, dort anzugreifen erheblich.

Da die Stryx ebenfalls keine Lust hatten, in mich hineinzuspringen, hatte ich noch eine Handvoll Aktivierungen übrig und machte einen großen Satz nach vorne in der Mitte. Einige Ghols kamen im Zentrum in den Wald, sodass sie eventuell in die Flanke der Centaur gelangen konnten, und ein Wassermarker wurde bei den Centaur und Force Grown Drones platziert. Schließlich würde es in der nächsten Runde einen Geysir geben, und vielleicht könnte ich den Centaur etwas Schaden zufügen. Am Ende sammelten wir beide sieben Punkte, und ich holte mir ein paar Rituale ins Deck.


In Runde Vier war ich unschlüssig, ob ich wirklich einen Charge in die Flanke der Centaur bauen sollte. Ich entschied, zuerst einen Raj für Molten Blades nach oben zu legen und danach ein Fiery Dominion mit Ghols und dem Geysir zu planen. Sollte Guido dazwischen etwas Lästiges machen, hätte ich die Ghols oft genug doppelt, um noch anders reagieren zu können.

Guido sah, dass die Ghols in die Flanke der Centaur chargen konnten, ignorierte dies jedoch. Vor allem, weil er davon ausging, dass lights, die aus dem Wald kommen, kein Inspire bekommen würden. Er aktivierte zunächst andere Einheiten, und ich konnte tatsächlich mit den Molten Blades Ghols in die Flanke gelangen. Nach einigen unglücklichen Sechsen bei der Verteidigung und wiederholten Resolvewürfen blieb nur ein Centaur mit drei Leben stehen, und der Geysir erledigte den Rest. Damit hatte ich aufgeholt und platzierte vor Guidos Nase ein lästiges Ghols-Problem. Seine FGD versagten beim Versuch, die Einheiten zu töten, und mit der vorletzten Aktivierung erschoss der Pteraphon die Ghols, damit die nächsten Centaur in die Zone laufen konnten.


Weit davor versuchte er noch, mit seinen Stryx in der Mitte einen Charge auf vier oder fünf meiner anderen Ghols zu starten. Das scheiterte jedoch, und er blieb weiterhin mehr als zehn Zoll entfernt. Da ich die Position gut fand, ging ich mit Move Charge in die Stryx. Die Stellung war für ihn äußerst unangenehm und so fokusierte sich die Aggro der Leonine auf die Ghols. Aber meine entbehrlichen Ghols starben einfach nicht. Dadurch konnte meine restliche Armee einen weiteren Satz nach vorne machen, und es bot sich ein Burn to Cinder auf die Stryx an. Acht Treffer bei mir, sechs Wunden bei ihm, kein Resolve, und das nächste Regiment war ausgeschaltet. Guido fluchte lautstark und sah sich gezwungen, die Brute Drones mit Move Charge in die Ghols zu schicken, um die restlichen Lebenspunkte mit den Impacts zu sichern. Wir sammelten wieder jeweils sieben Punkte, aber ich hatte immerhin aufgeholt und eine seiner schweren Einheiten eliminiert.

Trotzdem war ich mit meinem Placing nicht zufrieden. Zwar standen nahezu alle Einehiten von mir in Kontorreichweite zueinander, aber die Vanguard Centaur zwangen mich dazu, auf der linken Flanke drei Einheiten abzustellen, aber dort passierte nichts. Dass nun auch die Brute Drones abgezogen wurden, bedeutete, dass ich zwei Regimenter dort einen langen Abzug durchführen lassen musste, der durch das Haus blockiert wurde. Außerdem wagte ich mich nicht stark nach vorne, da ich mit Nachteil auf die Initiative ungern einen Initiativewurf forcieren wollte.

In Runde Fünf hatte erneut ein Deep im Deck, um den Wassermarker zu verlegen, und die Brute Drones hatten in der vorherigen Runde noch sechs Schaden von den Flamecastern erhalten. Mit Molten Blades war ich zuversichtlich, ihnen erheblichen Schaden durch Gols zufügen zu können. Daher legte ich Maharajah und die Ghols nach oben, danach die Flamecaster. Die linke Flanke blieb weitgehend sinnfrei, während der Rest aus dem Zentrum und das Depp für den Wassermarker nach unten kamen. Guido gewann den Startwurf, wie fast immer, aufgrund des Kartennachteils, und schickte die Brute Drones unerwarteterweise in die Ghols, direkt ins Hindering und Dangerous Water. Clash auf die 1, seine Erwartungen waren höher als die Leistung der Brute Drones. Die drei Stands schafften trotz Rerolls und Charakter nur eine Handvoll Treffer. Ich schaffte zwei Schutzwürfe und meine Moraltests und erlitt danach nur drei Schaden. Ein akzeptables Ergebnis für mich und äußerst unangenehm für Guido.Dann wünschte der Maharajah sich Molten Blades und die Ghols schlugen zurück. Der Schaden war wegen des Wassers überschaubar, aber die Flamecaster dahinter lösten das Problem freundlich und brachten mich in Führung. Ich hatte eigentlich erwartet, dass der Siegebreaker früh in die Sword Dancer im Wald springen würde, doch Guido zögerte. Er erkannte dass die Bedrohung durch die Sword Dancer nur künstlich war. Würden die rausspringen, würden sie zwar Schaden verursachen und nichts töten. Ich hingegen würde die ganz sicher verlieren. Würde er in den Wald gehen, würde es von allen Seiten Efreets auf harten Drogen in seinem Gesicht geben. Da ihm aber Langsam drohten die Aktivierungen auszugehen, schickte er schließlich den Pteraphon in den Wald zu den Sword Dancern. Er tötete sogar einen, der später mit einem Fiery Dominion zurückkehrte. Der Siegebreaker führte einen Move Charge auf die ersten Flamecaster aus, ein Charge auf die fünf, aber der Pteraphon stand nun so, dass er zwei W6 für den Charge verwenden durfte und dazu noch Rerolls hatte. Ich legte daraufhin den Wassermarker so, dass seine beiden Monster und die Leonine schön im Wasser standen. 

Auf der rechten Flanke blickten wir uns feindselig an. Seine Desolation Drones deckten die Centaur mit ihren Körpern, sodass ich keinen guten Move Charge ausführen konnte und einen Schritt zurückgehen musste. Auf der linken Flanke begann mein langer Marsch ins Zentrum. Am Ende sammelten wir beide sieben Punkte, während ich zwei Geysire und ein Fiery Dominion für die nächste Runde ins Deck legte.


In Runde Sechs gefiel mir das Bild auf dem Feld. Selbst wenn der Siegebreaker durchbrechen sollte, würden zwei Molten Blades Sword Dancer ihn in Empfang nehmen. Der Pteraphon war praktisch erledigt, und ich musste nur noch die Leonine auslöschen, um das Ganze perfekt abzuschließen. Sie standen in Reichweite von Maharajah und im Wasser. Ich legte Maharajah nach oben, gefolgt von zwei Geysiren, und wartete ab, wie sich die Dinge entwickeln würden.

Guido begann und erschoss mit den Leonine einen Flamecaster. Danach starben am Maharajah und dem Geysir die Ponymädchen. Sein Pteraphon schlug zu, wirkte jedoch wirkungslos, während der Siegebreaker uninspiriert, aber mit Burnout genug Motivation hatte, die Flamecaster zu töten. Er bewegte sich in die Zone zu den nun toten Leonine um. Das war nicht weit genug und Zum Schluss schickte ich meine Sword Dancer und Ghols nach, die seiner Existenz ein Ende setzten. Damit war die rechte Flanke nur die rechzte Flanke über. Die hielt sich noch eine Runde tapfer, aber ich konnte nun einfach stumpf Sachen in ihn werfen und langsam wurden die Centaur und FGD von der Übermacht ertränkt. 

Sieg für die freundlichen Efreets von nebenan und im Finale.


Spiel 4 – Maelstorm gegen Jorrit mit City States

Das letzte Spiel führte mich gegen die neuen City States. Unsere City States Spieler waren schon sehr erfreut, als die neuen Regeln am Donnerstag vor dem Turnier erschienen, und Nino hatte mir am Abend zuvor auch nur Positives über sein Spiel gegen Jorrit und die City States erzählt. Bei so viel Euphorie wollte ich natürlich ebenfalls sehen, was da passierte. Aber unbekannte Dinge können einem immer sehr weh tun, und da Jorrit im ersten Spiel Nino geschlagen hatte, war ich entsprechend vorsichtig. Dachte ich jedenfalls.

Zuerst aber zu den sehr positiven Dingen: Fin und Alex erklärten sich bereit, den Jorrit und mir zugeteilten Wassertisch zu übernehmen, und so durfte ich wieder auf der Wüstenplatte mit den Palmen spielen. Vom Gelände her machte das keinen Unterschied, aber so gab es ein episches Duell zwischen den City States und den Sorcerer Kings im Sand.

Die Liste aus grob aus dem Kopf; 

The City States [1990/2000]

== Polemarch [90]: 
 * Phalangites (5) [255]: Lochagos, Sacred Band Veterans
 * Hephaestian (1) [220]: 
 * Minotaur Thyreans (3) [190]: 
 * Thorakites (4) [185]: Lochagos, Minotaur Thyrean Auxiliary

== (Warlord) Polemarch [90]: 
 * Phalangites (5) [255]: Dorilates, Sacred Band Veterans

== Eidolon [110]: 
 * Inquisitors (3) [180]: 
 * Inquisitors (3) [180]: 
 * Hoplites (5) [235]: Lochagos, Minotaur Haspist Auxiliary

Keine Streitwägen, kein Aristarch, dafür drei große Infanterieblöcke und dazu Inquisitoren. Ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung, was mich erwartete, und außer einer kurzen Erklärung zur neuen Supremacy vom Polemarch entschied ich mich für Lernen durch Schmerzen. Die Tatsache, dass er einmal einfach anfangen durfte, war mir ziemlich egal, da ich aufgrund des Kartenvorteils bisher sowieso nur eine einzige Initiative im ganzen Turnier gewonnen hatte.

Gespielt wurde das Szenario Maelstorm. In meinen Augen eines der schlechtesten Szenarien, da man kaum aufholen konnte, wenn der Gegner einmal in Führung ging und die Zonen einfach verweigerte. Genau das war daher auch mein Plan: In Runde zwei punkten und für Runde drei alles so bedrohen, dass er aufgrund meines Kartenvorteils zuerst hineingehen musste und hoffentlich starb oder aber gezwungen nicht zu punkten.

In der ersten Runde brachte er die Thorakites aufs Feld, während ich wieder drei Ghol-Regimenter mit zwei Charakteren hatte. Zwei Ghols gingen ins Zentrum, direkt gegenüber den Thorakites, und die letzten Ghols stellte ich auf die linke Flanke. Sechs Token für das Fiery Dominion waren sofort gesammelt und schon ging es in Runde zwei.

Unsere Reinforcements liefen für beide in Runde 2 gut. Ich bekam die letzten Ghols, dreimal Sword Dancer und einmal Mahabharati. Ganz oben kamen zuerst ein Raj, dann weitere Sword Dancer und weitere Regimenter, sodass ich das Wasserritual ebenfalls fertig machen konnte. Ich erwartete zwar nicht, dass die Thorakites sofort in meine Reihen springen würden, aber falls sie es doch täten, konnte ich reagieren.

Wir bewegten uns beide langsam auf die Platte. Er stellte einen Polemarchen auf die linke Flanke, einen weiteren in die Mitte und ganz rechts den Eidolon mit den Hopliten.Ihnen gegenüber positionierte ich den Raj mit Sword Dancer, während in der Mitte zwei Sword Dancer Regimenter aufmarschierten. Die Ghols machten alle einen Schritt nach vorne und die Mahabharati nahmen die linke Zone ein.

Runde 3, bei mir kamen nur die letzten Sword Dancer nicht und bei ihm der Titan und einmal Inquisitoren. Gefühlt wollte ich alles unten liegen haben, also versuchte ich das mit den Ritualen und Charakteren irgendwie abzufedern. Es passierte fünf bis sechs Aktivierungen lang nichts, dann gingen die Ghols im Zentrum ohne Charakter, aber mit Molten Blades, in die Thorakites und machten quasi nichts. Eine Handvoll Treffer, gute Rüstungswürfe und unerwartete Widerstandsfähigkeit mit R5 und Re-rolls auf die 6 waren nicht das, womit ich gerechnet hatte. Ich hätte nachfragen können und sollen, aber so gab ich die Ghols für fast nichts ab. Auf der rechten Seite traute er sich nicht allzu weit nach vorne, weil er in der nächsten Runde keinen Flankencharge von Sword Dancern riskieren wollte, und so stellte ich den anderen Sword-Dancer-Block mit Raj auf die Zone.

Auf der linken Flanke marschierten seine Kühe mit Zweihandwaffen und die Inquisitoren auf. Dann gingen die Phalangites maximal nach vorne und ich legte einen Wassermarker auf sie. Am Ende der Runde gab es einen Charge vom Raj mit Ghols und Molten Blades, dazu ein paar Stands Flamecaster, die ebenfalls auf die Phalangites schossen. Am Ende standen die Phalangites nur noch mit zwei bis drei Leben und der Hälfte ihrer Stands im Wasser. Wieder Punkte für mich und dazu Intrusive Thoughts und Geysir ins Deck.

In Runde vier kam der Rest seiner Verstärkungen. Er nutzte die Supremacy, mit der er anfangen durfte, sobald oben eine Polemarch-Karte lag, und wählte die gebrochene Einheit. Zuerst ein Duell, das ich tapfer ablehnte, und dann als Folgeaktivierung die Phalangites. Sammeln war unnötig, da Always Inspire, und dann schlugen sie zu, ohne die Ghols zu töten. Diese waren zwar gebrochen und hatten nur noch zwei Leben, aber sie lebten. Also setzte ich einen Angriffszauber auf die Phalangites, die dennoch mit einem Leben übrigblieben. In der Folgeaktivierung griffen die Ghols uninspiriert an, machten aber den letzten Punkt Schaden und sammelten sich anschließend. Erst wollte ich zurückgehen, aber falls mich jemand chargen sollte, dann bitte im Wasser, und zufällig standen Mahabharati und Sword Dancer perfekt für einen Gegenschlag bereit.

Trotzdem griffen die Inquisitoren an und erschlugen die Ghols. Die zweiten Inquisitoren kamen ebenfalls in die Nähe, und die Zweihandkühe stellten sich außerhalb von elf Zoll zu den Mahabharati, weil er mir keinen Charge auf sie erlauben wollte, solange auch die Flamecaster noch feuern konnten. Also griff ich mit den Sword Dancern samt Molten Blades die Inquisitoren an und nahm sie vom Feld.

In der Mitte töteten seine Thorakites viel früher eine weitere Einheit Ghols, während die Sword Dancer in der Flanke auftauchten. Danach gingen seine Phalangites in die Zone, verloren einen Stand durch Beschuss, und der Titan stellte sich an die Seite der Sword Dancer. Es blieb nur noch die rechte Zone, wo ich erwartet hatte, dass er die Hopliten zurückzieht. Stattdessen schickte er sie mit Move Charge gegen meine Sword Dancer. Unerwartet griffen die Sword Dancer mit Molten Blades zurück, beseitigten die Hopliten und dominierten für den Rest des Spiels die rechte, große Zone. Die ersten drei Stands starben am Clash, der Rest am Resolve 2, und das Regiment war gebrochen.

Insgesamt war ich sehr zufrieden. Zwar holte er auch zwei Punkte, aber egal, wo er anfing, ich konnte woanders hart zuschlagen. Daher kamen ein Fiery Dominion mit Sword Dancer nach oben, dann Flamecaster und natürlich das Deep, um den Wassermarker sinnvoll zu platzieren. Wir würfelten für die Initiative, und zu meiner Überraschung durfte ich anfangen. Unerwartet. Ich überlegte, wo er vermutlich beginnen würde, und verwarf den Gedanken wieder. Ich wollte außerdem sicherstellen, dass die linke Zone dauerhaft gehalten wurde. Daher chargte ich in die Kühe, wobei brav zwei von ihnen nach Hause geschickt wurden. Aber 21 Leben und T1 sind einfach absurd viel, und die letzte Kuh sah mich immer noch grimmig an. Dann erschlug der Titan in der Mitte die Sword Dancer vor ihm, und ich tötete noch ein bis zwei Stands Phalangiten. Sehr viel später ging mein Maharajah mit Ghols und Molten Blades auf diese Einheit und schickte sie nach Hause.


Auf der linken Flanke war es zuvor noch interessant, als die Inquisitoren die Sword Dancer töteten und die Kuh sich in den Weg stellte. Die Flamecaster grillten sie, und die Inquisitoren wurden von den Mahabharati und einem Geysir getötet. Die weiteren Runden schenkten wir uns, da Jorrit mit einem Regiment unmöglich aufholen konnte.

Jorrit war ein wirklich witziger Gegner, und gerade auf der Platte war das Spiel trotz des sinnfreien Szenarios schön anzusehen. Mit vier Siegen landete ich auf Platz 1, Guido auf Platz 2 und Nino holte Platz 3. Damit war unsere erste Exkursion in die Niederlande seit den Warmachine NL Masters 2015 erfolgreich verlaufen.

Schlussgedanken zur Armeeliste

Mono-Feuer war unglaublich witzig zu spielen. Auch wenn ich glaube, dass King of Nothings oder  Banksters Matschtornado oder Mono-Wind stärker sein könnten, ist Mono-Feuer keineswegs unspielbar, wie es manchmal dargestellt wird. Es gibt klare Schwächen bei Scoring und Bedrohungsreichweiten, und besonders mit meinem Build ist man oft im Nachteil bei der Initiative. Trotzdem sieht die Armee einfach fantastisch auf dem Tisch aus.

Beim Maharajah stört es, dass man die Rituale nun mit abwechselnden Courts ausführen muss, außer bei Wasser. Das macht das Vorgehen für den Mitspieler manchmal schwer nachvollziehbar. Mein Build erlaubte mir bis zu drei Rituale pro Runde, aber mit mehr Monstern für größere Reichweite und Flexibilität könnte man auch auf zwei Rituale pro Runde reduzieren und fährt damit deutlich stabiler.

Raj bleibt ein grundsolider Kampfcharakter und in Kombination mit Molten Blades einfach überzeugend. Der Verlust von Flank ist schmerzhaft, aber ich sehe keinen Grund, ihn nicht fast immer doppelt unabhängig vom Court zu spielen.

Efreet Sword Dancers sind weiterhin die beste Nahkampfeinheit der Sorcerer Kings und das Arbeitstier, das Mono-Feuer überhaupt interessant macht. Außerdem mag ich die Modelle.  

Die Efreet Flamecasters treffen nun normal auf nur 14 Zoll, was durch Höhe zwei zwar attraktiv bleibt, aber die Reichweite und Volley 2 sind fast ein Ausschlusskriterium für mich. 

Ghols als Screen sind, wie Gregor schon immer predigt, mittlerweile fast unverzichtbar. Die Charaktere in den Ghols sind nur sinnvoll, wenn ich die Rituale maximieren möchte. Und noch genug andere Regimenter zum punkten habe, weil die Ghols mit Charakteren nur ungerne in der vordersten Reihe kämpfen. Schon gar nicht, wenn sie kein Court of Fire sind.

Würde ich die Liste noch mal spielen? Vielleicht, aber nicht gerne wenn ich das Turnier auch gewinnen möchte. Dafür hat die Liste einfach zu viele Nachteile die mich echt stören. 

Grüße

Hanna